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Wohnraumgifte auch in frisch renovierten Wohnungen?

Geschrieben von Sandra am Mittwoch, 6 Januar 2010 Ihre Lesermeinung

Wer Wohnraumgifte in seinem Umfeld vermutet, sollte für Abhilfe sorgen, denn: Diese Gifte, auch Wohnraumschadstoffe genannt, können Menschen Krank machen. Es sind unsichtbare chemische Verbindungen, die wir über die Atemluft aufnehmen. Was aber tun Sie im Verdachtsfall? Lesen Sie nun Antworten auf diese und andere Fragen zu Wohnraumgiften.

Wohnraumgifte oder auch Wohnraumschadstoffe haben viele Gesichter und Namen: Formaldehyd, Schimmelsporen, Blei, Milben oder sogar Asbest. Während Schimmel und Milben überall auftreten können, sind von Schadstoffen wie Formaldehyd, Blei oder Asbest vorrangig Häuser betroffen, die vor 1986 gebaut worden sind. Denn erst danach wurden Grenzwerte für Schadstoffe eingeführt und manche sogar gänzlich verboten. Das heißt allerdings nicht, dass es keine Schadstoffe in jüngeren oder frisch sanierten Häusern mehr gibt. Ein Leser dieses Ratgeberforums schrieb von einem Geruch nach Chemie, der die Stimmbänder reizt. Er war in eine (Zitat:) „frisch renovierte Wohnung” eingezogen und stellte auch nach einem Monat noch die Geruchsbelastung fest.

wohnraumgifte

Photo: iStockphoto.com/mw_listing

Dazu ein Hinweis: Es wird durchaus zwischen einer Sanierung und einer Renovierung unterschieden, wobei die Sanierung in der Regel die gründlichere und umfangreichere Maßnahme ist. Als renoviert gilt eine Wohnung schon mit neuem Bodenbelag und/oder frischer Farbe an den Wänden. Wenngleich diese Differenzierung selten auf den Punkt gebracht wird, lohnt sich manchmal der genau Blick und eine konkrete Frage nach den Maßnahmen, die am Haus oder an der Wohnung durchgeführt worden sind. Man unterscheidet übrigens auch zwischen werterhaltenden und wertsteigernden Maßnahmen.

Frisch renoviert und trotzdem belastet?

Eine Wohnung wird frisch renoviert, und trotzdem fühlen sich die Bewohner anschließend durch Wohnraumgifte oder Wohnraumschadstoffe belastet. Geht das? Ja, das ist durchaus denkbar, kann aber nur durch einen ausgewiesenen Experten, zum Beispiel einen Baubiologen, vor Ort ermittelt werden. Der Grund: Wohnraumschadstoffe müssen nicht unbedingt baulich bedingt sein.

Wohnraumschadstoffe müssen nicht unbedingt baulich bedingt sein.

Auch Möbel, Bodenbeläge und sogar die Farbe an der Wand können für ungesunde Belastungen verantwortlich sein, Schimmelsporen nicht zu vergessen. Auch die müssen nicht von Baumängel herrühren.
Zur Aussage des Lesers, wonach die Stimmbänder durch den chemischen Geruch gereizt sind: Auch das ist durchaus denkbar, aber: Feuchtes Raumklima und Schimmelsporen können diese Beschwerden ebenfalls auslösen. Ein Beispiel: Ein Haus, eine Wohnung wird mit neuer Farbe an den Wänden und den Türen sowie frischen Bodenbelägen renoviert. Mit dieser Renovierung ist zugleich Schimmel an Wänden bekämpft worden. Das heißt aber nicht, dass auch die Ursache für das Schimmelwachstum beseitigt ist. Fazit: Der Schimmel ist nur vorübergehend nicht sichtbar aber sehr wohl vorhanden und damit auch die Sporen, die durchaus die Stimmbänder reizen.

Unser Tipp: Wenn Sie sicher gehen wollen, ob Sie Wohnraumgiften ausgesetzt sind, sollten Sie das einen Experten ermitteln lassen. Schadstoffbelastungen lassen sich nachweisen. Das gilt auch für die Herkunft und exakte Art der Schadstoffe.

Noch ein Hinweis zu Wohnraumgiften

Wer sich Wohnraumgiften oder Wohnraumschadstoffen ausgesetzt sieht oder fühlt, fragt sich früher oder später, wer eigentlich dafür verantwortlich und/oder haftbar gemacht werden darf. Eine Pauschalantwort gibt es aufgrund der unzähligen möglichen Konstellationen nicht. Darum an dieser Stelle der Tipp: Es gibt Fachanwälte, die sich speziell mit solchen Themen beschäftigen. In der Regel sind das Miet- oder Baurechtler.

Wichtig: Unsere Ratgeber beschreiben real existierende Fälle. Alle Informationen sind nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert und geprüft worden. Dennoch können wir Fehler nicht ausschließen. Außerdem sind unsere Ratgeber nicht als Beratung im rechtlichen Sinne zu verstehen. Sie erheben nicht den Anspruch der Vollständigkeit.

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