Was tun, wenn’s brennt?
Haben Sie einen Feuerlöscher zuhause? Und wissen Sie, wie er funktioniert? Die meisten Menschen beantworten beide Fragen mit: nein. Brandschutz wird oft unterschätzt. Dabei entstehen täglich sehr viele Brände, teils aus Unachtsamkeit, teils wegen technischer Defekte. Jeder kann etwas zur Vorbeugung tun und sich über den Ernstfall informieren.
Mit einfachen Mitteln Brände vermeiden.
Die Hinweise zur Vermeidung von Bränden klingen meist banal, aber sie werden oft genug ignoriert: Keine Kerzen auf Dachböden, in Scheunen und Kellern anzünden. Gasanlagen nur von Fachleuten installieren lassen. Flüssiggasbehälter nicht in Kellern oder Treppenhäusern aufstellen. Nur Elektrogeräte mit Prüfzeichen verwenden. Verlängerungskabel bei Betrieb nicht unter Teppichen verlegen oder auf der Kabeltrommel aufgerollt lassen, sonst kann es zu einem Wärmestau und einem Brand kommen.
Weiterhin helfen bauliche Brandschutzeinrichtungen, Bränden vorzubeugen und beziehungsweise ihre Ausbreitung zu verhindern. Dazu zählen feuerfeste Wände und Decken, Brandschutztüren sowie Fluchtwege.
Retten und Löschen
Wenn es brennt, muss man überlegt handeln und sofort die Feuerwehr rufen: Telefon 112. Wo brennt es? Was brennt? Ist jemand in Gefahr?
Soweit es möglich ist, müssen Menschen aus dem Gefahrenbereich gebracht werden. Löschen sollten Sie nur dann, wenn Ihnen keine Gefahr droht. Dabei ist es wichtig zu wissen, wie das Feuer gelöscht werden kann oder muss – mit der Löschdecke, mit dem Feuerlöscher oder mit Wasser. So darf man nie brennendes Fett oder Öl mit Wasser löschen. Das Öl ist leichter als Wasser, schwimmt dann darauf und der Brand breitet sich aus. In diesem Fall braucht man eine Löschdecke, die das Feuer erstickt.
Welcher Feuerlöscher ist der richtige?
Mit Feuerlöschern lassen sich vor allem Entstehungsbrände bekämpfen. Es gibt es mehrere Löschmittel mit speziellen Eigenschaften:
- Klasse A, wenn feste Stoffe brennen – Textilien, Holz, Papier, Autoreifen…
- Klasse B, wenn flüssige Stoffe brennen – Benzin, Öl, Lack, Alkohol, Paraffin…
- Klasse C, wenn Gase brennen – Erdgas, Wasserstoff, Propan…
- Klasse D, wenn Metalle brennen – Magnesium und Aluminium…
Außerdem unterscheidet man zwei Bauarten von Feuerlöschern: Bei Aufladelöschern muss man erst die Gaskartusche öffnen. Es dauert dann etwa zwei Sekunden, bis sich der Druck aufgebaut hat. Im Gegensatz dazu sind Dauerdrucklöscher sofort einsatzfähig, weil bei ihnen das Löschmittel permanent unter Druck steht.
Im Auto oder Gartenhaus sollte man kleine Feuerlöscher unterbringen, die etwa zwei Kilogramm Löschmittel enthalten. Im Haus oder in der Wohnung empfiehlt sich ein Löscher mit sechs Kilogramm Inhalt. In der Regel verwendet man Pulverlöscher für die Brandklassen A, B und C. Das Pulver erstickt die Flammen und wirkt kühlend. Das funktioniert relativ einfach: In der Hitze schmilzt das Pulver und entzieht dem Brandherd Energie. Es bildet eine Salzschicht und verhindert damit, dass weiterhin Sauerstoff zugeführt und der Brand angefacht wird.
Schaumlöscher eignen sich bei Bränden von festen und flüssigen Stoffen. Das schaumbildende Mittel sorgt dafür, dass das Wasser besser in dicht gepresste Stoffe eindringen kann. Außerdem bildet das Mittel einen Schaumteppich, der von Sauerstoff nicht durchdrungen werden kann. Wasserlöscher verwendet man nur bei Bränden von festen Stoffen. Kohlendioxidlöscher eignen sich für brennende Flüssigkeiten.
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