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Sind Trinkwasserrohre aus PEXc gefährlich?

Geschrieben von Sandra am Mittwoch, 9 Juni 2010 Ihre Lesermeinung
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Vor vielen Jahren waren Bleirohre als Trinkwasserleitungen üblich. Dann folgten die Kupferrohre und schließlich, weil deutlich länger haltbar und bislang als unbedenklich geltend, die Polyethylen-Rohre, kurz PEX. Jetzt aber kommen Zweifel auf: Diese Rohre sollen bedenkliche Substanzen an das Trinkwasser abgeben? Stimmt das, wären unzählige Haushalte in Deutschland betroffen und noch viel mehr Menschen gefährdet. Lesen Sie hier mehr dazu.

Sind Trinkwasserrohre aus PEX gefährlich?

Rohre aus Polyethylen (PEX) werden seit einigen Jahren als Trinkwasserleitungen in Häusern verbaut. Sie galten bislang als unbedenklich und wenig anfällig. Doch das hat sich mit einem Rechtsstreit in den USA etwas geändert. Kritiker behaupten nämlich, diese Rohre würden bedenkliche Substanzen an das Wasser abgeben und so die Gesundheit des Menschen gefährden. Der verdächtige Stoff nennt sich Methyl-tertiär-Butylether (MTBE). Und dem wird in Deutschland tatsächlich eine krebserregende Wirkung nachgesagt. Vor diesem Hintergrund sind Trinkwasserrohre aus PEX also gefährlich. ABER: So einfach ist das eben doch nicht, denn der Teufel liegt auch hier im Detail. Und das drückt sich in einem kleinen Buchstaben aus. Umstritten sind nämlich die sogenannten PEXa-Rohre. Und dieses kleine „a” bezieht sich auf das Bearbeitungsverfahren, mit denen die Rohre temperaturbeständiger gemacht werden. Das „a” verrät: Die Rohre werden auf chemischem Wege vernetzt, also temperatur- und druckbeständig gemacht. In der Folge können tatsächlich bedenkliche Stoffe, wie MTBE und andere den Geschmack beeinflussende Substanzen, das Wasser kontaminieren.

trinkwasser

Photo: iStockphoto.com/webntime

PEXc – und das Trinkwasserrohr ist ok.

Die Gefährlichkeit eines Trinkwasserrohres aus Polyethylen hängt also vom Vernetzungs-verfahren ab, jenem Prozess, der das Rohr druck- und temperaturbeständig machen soll. Dabei verraten kleine Buchstaben nach dem Kürzel PEX das Verfahren: „a” und „b” stehen für einen chemischen Prozess. Hier werden Vernetzungsmittel benutzt, die letztlich zur Verunreinigung des Trinkwassers führen können. Es gibt aber noch ein Verfahren, das sich hinter dem kleinen „c” versteckt, die physikalische Vernetzung. Mit Hilfe von beschleunigten Elektronen werden die Kunststoffmoleküle beeinflusst und die Vernetzung angeregt. Diese Methode kommt ohne jeden Zusatz aus. Das Ergebnis sind Produkte, die der europäischen Chemikalienverordnung unterliegen, der (REACH-Verordnung). Sie beschränkt zum Schutz von Mensch und Umwelt den Einsatz chemischer Stoffe.

Fazit: Ein kleiner Buchstabe verrät die Unbedenklichkeit von Trinkwasserrohren aus PEX, in diesem Fall das „c”. In Deutschland werden die meisten der PEX-Rohre physikalisch vernetzt und tragen darum den Begriff „PEXc”. Wenn Sie auf diese Bezeichnung achten, sind Sie in Sachen Gesundheit auf der sicheren Seite.

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