Schimmelpilze: Oberflächliche Behandlung reicht nicht aus.
Wer Schimmelpilze in seinem Wohnumfeld entdeckt, sollte ihnen mit Vorsicht begegnen, denn sie sind für verschiedene Krankheitsbilder verantwortlich. Ganz besonders im Zuge der Bekämpfung von Schimmelpilzen sind Gründlichkeit wie Behutsamkeit gefragt. Eine oberflächliche Behandlung reicht oft nicht aus. Lesen Sie, warum nicht.
Schimmelpilze wachsen im Verborgenen
Schimmelpilze wachsen dort, wo kein oder nur wenig Luftaustausch stattfindet. Und: Sie sind bereits aktiv, bevor der Mensch sie mit bloßem Auge erkennen kann. Denn das, was wir als Schimmel identifizieren, ist nur der Fruchtkörper. Gefährlich sind die Sporen und die Toxine, die der Schimmel abgibt. Sporen sind die Fortpflanzungsorgane des Pilzes und für das menschliche Auge als solche nicht erkennbar. Die Toxine sind Schimmelpizgifte. Sie befinden sich, wie auch die Sporen, bereits in unserer Atemluft, bevor der Fruchtkörper sichtbar wird und auch dann noch, wenn Schimmel vermeintlich entfernt worden ist. Übrigens: Auch abgetötete Sporen können gefährlich sein.
Fazit: Wenn Sie Schimmel in Ihrem Wohnumfeld vermuten, sollten Sie einen ausgewiesenen Experten zu Rate ziehen. Der kann nicht nur den Schimmel nachweisen, sondern auch die Belastung exakt definieren.
Oberflächliche Behandlung reicht nicht aus.
Die oberflächliche Behandlung von Schimmelpilzen im Wohnumfeld reicht oft nicht aus, denn: Der Pilz wächst nur zu einem Teil an der Oberfläche. Bekämpfen Sie ihn also mit scharfen Substanzen oder einfach nur mit Essig oder Wasserstoffperoxyd, treffen Sie damit nicht unbedingt den kompletten Schimmelbefall. Und selbst wenn, so töten Sie bestenfalls den Schimmel komplett ab, ignorieren dann aber die abgestorbenen Mikroorganismen im Verborgenen. Und selbst die sind für den menschlichen Organismus gefährlich.
Fazit: Oberflächliche Behandlungen sind vorübergehende Lösungen. Sie dämmen das Gefährdungspotential des Schimmelpilzes ein. Auf Dauer aber beseitigen Sie damit nicht das echte Problem.
Vorsicht bei Fungiziden
Zur oberflächlichen Bekämpfung von Schimmelpilzen werden diverse Mittel angeboten und auch angewandt. Lassen Sie Vorsicht walten und erwägen Sie einen Verzicht auf Schimmelpilzbekämpfungsmittel, den Fungiziden. Sie töten den Pilz ab oder dämmen sein Wachstum ein. Aber: Fungizide sind Gifte und als solche für Mensch und Tier gefährlich. Sie können das vegetative Nervensystem angreifen.
Wenn Sie selber Hand anlegen wollen, dann sollten Sie auf althergebrachte Mittel zurückgreifen. Essig ist eine Möglichkeit. Auch Wasserstoffperoxyd ist ein Mittel gegen Schimmelpilze. Aber: Auch hier ist Vorsicht angebracht. Dieses Mittel kann Atemwege und Augen reizen.
Grundsätzlich gilt: Wenn Sie Schimmel bekämpfen, haben Kinder und Tiere im betroffenen Raum nichts verloren. Sie sind nicht nur den Schimmelsporen nahezu schutzlos ausgeliefert. Auch die Mittel zur Bekämpfung des Schimmels sind besonders für Kinder gefährlich.
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