Schimmelarten Teil 9: Schimmelarten und ihre Gifte
Nicht alle Schimmelarten finden sich zwangsläufig im häuslichen Umfeld wieder. Auch wenn wir den Sporen von Schimmel regelmäßig und als ganz natürlicher Bestandteil des Alltages ausgesetzt sind, brauchen sie doch die richtige Umgebung und eine Basis zum Wachstum. Trotzdem: Schimmel im Keller, Schimmel an Wänden, Schimmel auf Tapeten und Polstermöbel sind gefährlich für den Menschen. Hier jetzt Teil 9 unserer Serie „Schimmelarten und ihre Gifte”.
Schimmelarten: Eurotium herbariorum
Glauben Sie an die Ungefährlichkeit dieser Schimmelpilze? Nein? Dann liegen Sie richtig. Sie sind keineswegs harmlos und verstecken sich zudem noch unschuldig im Schlafbereich, hier ganz besonders im Staub von Matratzen. Allein dieser Gedanke lässt nur einen Schluss zu: Regelmäßig reinigen, auch und ganz besonders die Matratzen. Denn dort finden sich auch noch ganz andere Gesellen, wie Milben und Bakterien. Eine Horrorvision für alle Allergiker.
Eurotium herbariorum wird den Aspergillen zugeordnet, jener Gruppe also, zu der zum Beispiel auch der Schwarzschimmel Aspergillus niger zählt. Sie erinnern sich? Diese Schimmelpilze kommen sehr oft an Wänden vor. Eurotium ist die Hauptfruchtform des Aspergillus. Sie bildet das Schimmelpilzgift, das Mykotoxin, Ochratoxin A.
Fazit
Mit Eurotium herbariorum sollten Sie nicht spaßen oder zimperlich umgehen. Wirkungsvolle Methode, diesen Pilzen keine große Chance zu geben, ist Reinlichkeit besonders im Schlafbereich.
Übrigens: Milben und Bakterien sind nicht nur für Menschen mit geschwächtem Immunsystem problematisch. Auch ein gesunder Organismus kann bei einer Dauerbelastung eine Allergie entwickeln. Auch Folgen für die Atemwege und so weiter sind nicht auszuschließen. Bei den Milben sind es die Ausscheidungen, die die menschliche Abwehr reizen.
Hinweis: Sporen von Schimmelpilzen können auch im abgestorbenen Zustand noch gefährlich für das menschliche Immunsystem werden. Sie haben nach wie vor Allergie auslösende Eigenschaften. Bedenken Sie bitte, dass Schimmelpilze ein natürlicher Bestandteil des Lebenskreislaufes sind. Der Mensch ist ihren Sporen nahezu ständig ausgesetzt. Wird diese Konzentration im häuslichen Umfeld allerdings zu hoch oder der Kontakt zu intensiv, kann es zu entsprechenden Reaktionen kommen. Damit Sporen sich im häuslichen Umfeld niederlassen und wohlfühlen, brauchen sie die entsprechende Grundlage. Das kann zum Beispiel, wie in vielen Ratgebern bereits beschrieben, Feuchtigkeit sein, die im Mauerwerk aufsteigt und im Hausinnern über die Wandoberfläche austritt.
Sollten Sie Schimmel im Wohnumfeld finden und im Umgang mit der Problematik unsicher sein, ziehen Sie im Zweifel einen Experten zu Rate.
Achtung: Das Immunsystem kleiner Kinder und älterer Menschen ist in der Regel schwächer als das eines gesunden Erwachsenen. Neben der Gruppe der bereits sensibilisierten und chronisch kranken Menschen sind sie ebenfalls gefährdet, wenn man von potentiellen gesundheitlichen Folgen aufgrund des Kontaktes mit Schimmelpilzen und ihren Giften spricht.
Weitere nützliche Ratgeber zu Schimmelarten:
- Schimmelarten Teil 1
- Schimmelarten Teil 2
- Schimmelarten Teil 3
- Schimmelarten Teil 4
- Schimmelarten Teil 5
- Schimmelarten Teil 6
- Schimmelarten Teil 7
- Schimmelarten Teil 8
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