Schimmelarten Teil 7: Schimmelarten und ihre Gifte
Ein Wasserschaden kann sich für Hausbesitzer schnell zum Geldscheingrab entwickeln, ganz besonders dann, wenn nach dem Wasserschaden diverse Folgeschäden festgestellt werden. Eine Begleiterscheidung ist zum Beispiel der lokale Befall mit verschiedenen Schimmelarten. Hier nun mehr über einen Schimmelpilz, der sich gern nach Wasserschäden ausbreitet.
Schimmelarten: Chaetomium globosum
Ja, er kann nicht nur die Bausubstanz zerstören, er ist auch für den Menschen kein guter Geselle. Oft treten bei Inhalation der Sporen Hautinfektionen, Sinusitis, Peritonitis und andere Beschwerden auf. Ansonsten macht sich diese Schimmelart gern über pflanzliche Rückstände her und zersetzt Papier und Textilien. Ganz besonders nach Wasserschäden findet man diese Schimmelpilze oft. Weil diese Pilze die Dunkelheit mögen, sind sie auch in alten Archiven, wo viel Papier gelagert wird, zu finden. Oft sind Archive nicht klimatisiert, das heißt: Die Luft kann schon mal feuchter sein, als optimal.
Wer sich wundert, warum Holz zum Beispiel seine Integrität verliert, sollte prüfen ob es nicht von Chaetomium globosum befallen ist.
Übrigens: Die Schimmelart Chaetomium globosum kommt weltweit vor und bildet nur sehr wenige Sporen.
Schimmelarten: Cladosporium cladosporioides
Reine Zungenbrecher sind die Namen der diversen Schimmelarten. Diese hier ist eine direkte Gattung der Schimmelpilze und findet sich gern in sumpfigen Gebieten, im Wald und im Garten. Hauptnahrungsgrundlage sind verfaulte Pflanzen. Aber nicht nur in freier Natur ist Cladosporium cladosporioides anzutreffen. Auch Kühlschränke, die nur selten und/oder schlecht gereinigt werden, können Wirte für die Pilze werden. Und natürlich schlagen sie Nahrungsmittel und Textilien nicht aus.
Empfindliche Menschen: Vorsicht!
Es gibt weit gefährlichere Schimmelarten. Trotzdem gilt: Stark sensibilisierte Menschen sollten den Kontakt mit diesen Schimmelpilzen vermeiden. Das heißt zum Beispiel: Rasenschneiden und sonstige Gartenarbeit sind für diese Menschen Gift. Cladosporium cladosporioides kann die folgenden Beschwerden auslösen:
- Niesanfälle
- Nesselfieber
- Asthma als Schimmelpilzallergie
- Husten
- Fließschnupfen
Hinweis: Im Zweifel empfiehlt es sich immer, einen Experten zu Rate zu ziehen.
Achtung: Das Immunsystem kleiner Kinder und älterer Menschen ist in der Regel schwächer als das eines gesunden Erwachsenen. Neben der Gruppe der bereits sensibilisierten und chronisch kranken Menschen sind sie ebenfalls gefährdet.
Weitere nützliche Ratgeber zu Schimmelarten:
- Schimmelarten Teil 1
- Schimmelarten Teil 2
- Schimmelarten Teil 3
- Schimmelarten Teil 4
- Schimmelarten Teil 5
- Schimmelarten Teil 6
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