Schimmelarten Teil 3: Schimmelarten und ihre Gifte
Schimmelarten müssen eigentlich Schimmelpilzarten heißen. Nicht alle kommen im häuslichen Umfeld vor und schaden der menschlichen Gesundheit. Aber: Der Umgang mit Schimmelpilzen bleibt ein heikles Thema. Der Grund: Einigen Schimmelarten wird ein Zusammenhang mit Krebs nachgesagt und etlichen schreibt man die Auslösung diverser Formen der Allergie zu. Lesen Sie nun Teil 3 unsere Serie: Schimmelarten und ihre Gifte.
Schimmelarten: Von Aspergillus bis Zearalenon
Husten, rote Augen, Niesanfälle, Krämpfe, Schleimbildung, Kopfschmerzen, Herzrasen und so weiter: Was manche Schimmelarten beim Menschen hervorrufen können, klingt nicht nur bedrohlich: In einigen Fällen ist es das auch. Da sind Hautausschläge noch harmlos. Vornehmlich Menschen mit einem geschwächten Immunsystem reagieren auf Kontakt mit diversen Schimmelpilzen. In unserem dritten Teil der Serie „Schimmelarten und ihre Gifte” widmen wir uns der Art Aspergillus versicolor.
Schimmelart: Aspergillus versicolor
Auch diese Schimmelart trifft man sowohl im häuslichen Umfeld aus auch in freier Natur. Sehr häufig kommt sie aber auf Lebensmitteln und Fleisch vor, befällt Getreide und steckt im Hausstaub. Das dürfte Aspergillus versicolor so gefährlich für Menschen mit geschwächtem Immunsystem machen. Das Problem: Diese Schimmelart, besser Schimmelpilzart produziert ein Mycotoxin, das krebserregend ist. Experten sprechen vom kanzerogenen Potential des Giftes. Beim Namen genannt heißt es Sterigmatocystin. Damit nicht genug: Der Kontakt mit dieser Schimmelart kann außerdem zu Nieren- und Leberschäden führen. Wichtig: Hier geht es um sensibilisierte Menschen mit geschwächter Abwehr sowie um intensiven Kontakt.
Ein paar Fakten zur Schimmelart Aspergillus versicolor:
- Schimmelpilzgattung: Aspergillus (Gattung der Schimmelpilze)
- Schimmelpilzart: Aspergillus versicolor
- Mykotoxine (Schimmelpilzgifte): Sterigmatocystin
- Mögliche Wirkungen auf den Menschen: Gilt als krebserregend. Nieren- und Leberschäden
Wichtig für Menschen mit geschwächtem Immunsystem:
Einige Aspergillus-Arten entwickeln Mykotoxine, wie das Aflatoxin, das Lebensmittel-vergiftungen hervorrufen kann. Nahezu allen Arten wird das Auslösen von allergischen Reaktionen nachgesagt. Sensibilisierte immun- bzw. abwehrgeschwächte Menschen sollten den Kontakt mit diesen Schimmelarten vermeiden. Aspergillus versicolor ist aufgrund seines Vorkommens tückisch. Er findet sich zum Beispiel im Hausstaub.
Tipp: Hausstaub werden Sie nie gänzlich vermeiden können, wohl aber verringern Sie sein Aufkommen, indem Sie zum Beispiel auf Teppichböden verzichten, mindestens aber auf grobmaschigen Bodenbelag. Auch der Fensterbehang sollte staubreduzierende Eigenschaften haben. Gleiches gilt für die Bettwäsche. Lassen Sie Tücher und Kleidung nicht offen herumliegen. Reinigen Sie nach Möglichkeit immer feucht, das bindet Staub.
Weitere nützliche Ratgeber zu Schimmelarten:
- Schimmelarten Teil 1
- Schimmelarten Teil 2
- Schimmelarten Teil 4 (folgt)
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