Schimmel richtig einordnen – Schimmelarten im Vergleich
Wer Schimmel an den Wänden seines Wohn- oder Aufenthaltsbereiches findet, sollten ihn bekämpfen – konsequent. Denn einige Gattungen können gefährliche Gifte produzieren, die unter anderem die menschlichen Organe schädigen. Ordnen Sie nun mit uns Schimmel richtig ein und lesen Sie Zusammenhänge von Schimmel, dessen Gift und möglicher Krankheiten, die der jeweilige Schimmelpilz auslösen kann.
Schimmel produziert Schimmelpilzgifte
Schimmelpilze werden in verschiedene Klassen gemäß ihrer Gattung eingestuft. Damit wird ihre Gefährlichkeit für den Menschen nicht immer beschrieben. Fakt ist aber: Schimmelpilze, speziell die Sporen, lösen regelmäßig Atemwegserkrankungen, Allergien und andere Beschwerden beim Menschen aus. Der Grund: Einige Gattungen können gefährliche Schimmelpilzgifte produzieren, Mykotoxine. Diese Gifte stehen im Verdacht, teilweise schlimme Krankheiten zu verursachen.
Schimmelpilze im Wohnbereich gehören regelmäßig zur Gattung Aspergillus. Diese Gattung bringt verschiedene Arten hervor. Wissenschaftler haben sie untersucht, einige Gifte identifiziert und ihre Wirkung auf Säugetiere festgestellt. Das Ergebnis ist deutlich: Schimmelpilze sind gefährlich, auch für den Menschen.
Unser Tipp:
Achten Sie bei der Bekämpfung eines möglichen Schimmelproblems immer auf die Konzentration des Befalls. Suchen Sie objektiv nach der Ursache für den Schimmel, und beheben Sie diesen Mangel. Unterscheiden Sie zwischen oberflächlichem Befall und Tiefenbefall. Oberflächlichen Befall sollten Sie mit relativ einfachen Methoden wirkungsvoll beseitigen können – unter entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen.
Nützlicher Ratgeber dazu:
Schimmelpilze, ihre Gifte und mögliche Krankheitsbilder (Auszug)**
Die folgende Liste zeigt Pilzarten, die allesamt im häuslichen Bereich auftauchen.
| Pilzarten | Gifte | mögl. Krankheiten |
|---|---|---|
| Aspergillus flavus | Aflatoxine
Cyclopiazonsäure |
Leberschäden, Krebs
vermutl. Krebs |
| Aspergillus parasiticus | Aflatoxine | Leberschäden, Krebs |
| Aspergillus clavatus | Cytochalasane
Tremorgene |
Störung der Zellteilung
Zittern |
| Aspergillus ochraceus | Ergotalkaloide* | Fettleber, Nierenschäden |
| Aspergillus versicolor | Sporidesmin | Leberschäden, Krebs |
| Penicillium martensil | Penicillinsäure | Leber- und Nierenschäden
vermutl. Krebs |
| Pithomyces chartarum | Sporidesmin | Ekzeme im Gesichtsbereich
Leberschäden |
*Gelbe Reis-Toxine, ** Quelle: Bild der Wissenschaft.
Hinweis: Wissenschaftler haben über 100 Pilzarten identifiziert. Die hier vorgestellten gehören zu den häufigsten Vorkommen im Wohnbereich. Die Wirkung ihrer Gifte auf Säugetiere kann nicht in jedem Fall auf den Menschen übertragen werden. Sie verdeutlichen aber die Gefährlichkeit der Gifte.
Unser Tipp:
Gehen Sie bei der Sichtung eines Schimmelbefalls nie zu dicht an den Schimmel heran. Atmen Sie in der unmittelbaren Nähe des Schimmels nicht tief ein. Benutzen Sie Haushaltshandschuhe, die Sie anschließend vernichten. Lesen Sie auch unsere Tipps zur Beseitigung von Schimmel.
Weiterer Ratgeber zum Thema:
- Was braucht der Schimmel, um zu wachsen?
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