Schimmel – Wo kommt er im Wohnumfeld vor? Teil 2
Schimmel ist ein hartnäckiger, hinterlistiger und durchaus resistenter Mitbewohner. Auf Tapeten, Teppichen und sogar versteckt bei den Haustieren macht er sich breit. Lesen Sie nun, wo Sie in Ihrem Wohnumfeld außerdem vom Schimmelpilz heimgesucht werden können.
Schimmel in Küche, Bad und Wohnräumen.
Keine Frage, auf Tapeten, in Fensterlaibungen und an kalten, dunklen und schlecht belüfteten Stellen im Wohnumfeld mag man bei den entsprechenden Symptomen im Zweifel auf Schimmelbefall tippen, spätestens dann, wenn die Frucht sichtbar wird. In der Folge listen wir Stellen in Küche, Bad und Wohnräumen auf, an denen Ihnen Schimmel begegnen kann:

Schimmel in der Küche oder Keller - Photo: iStockphoto.com/Ccolephoto
Das Bad
- Dusche: Der klassische Raum für gut gedeihende Schimmelkulturen. An Wandanschlüssen, in Fugen und so weiter lässt er sich nieder.
- Duschvorhang, Duschkabine: Der Duschvorhang ist fast immer klamm, ideal für Schimmelsporen. Auch eine Duschkabine bietet reichlich Angriffsfläche, zum Beispiel in den Fugen zwischen Rahmen und Glas oder Kunststoff.
- Silikonfugen: Silikon reagiert auf Temperaturunterschiede, ist also nicht auf Dauer wirklich dicht. Hier kann Schimmel perfekt angreifen. Selbst das Silikon selber wird zersetzt.
- Brausekopf: Auch bei ständigem Wasserdurchfluss kann sich Schimmel bilden. Nicht überall gelangt am Brausekopf das Wasser hin. Besonders Kunststoff und Gummi sind betroffen.
- Fugen allgemein: Fugen sind immer ein feiner Platz für Schimmelsporen, denn gerade dort kann sich mitunter Feuchtigkeit festsetzen – in einem Bad keine Mangelware. Denken sie nur an die Fuge an der Decke.
- Fensterlaibung, Fensterdichtungen: Fenster sind in einem Haus immer Schwachstellen, sei es aus energetischer Sicht oder aber im Zusammenhang mit Schimmelsporen. Hier entstehen schnell die sogenannten Kältebrücken. Und damit steigt das Schimmelrisiko.
Schimmel im Bad vermeiden?
Sie können Schimmel in Ihrem Bad weitgehend vermeiden. Sorgen Sie immer für ausreichend Luftaustausch, ganz besonders nach dem Duschen, einem Vollbad oder sonstigen Arbeiten im Bad. Lüften Sie nicht durch in andere Zimmer. Halten Sie die Tür zum Bad hin geschlossen und lüften Sie stoßweise. Halten Sie auch im Bad eine Grundtemperatur. Sie vermeiden so unnötige Tauwasserbildung.
Schimmel im Duschbereich können Sie durch regelmäßige Pflege mit den richtigen Reinigungsmitteln verhindern. Außerdem sollten Sie eine Duschkabine so einrichten, dass möglichst wenig überlappende Flächen vorhanden sind. Die Kabine muss gut durchlüftet sein. Duschvorhänge möglichst ausbreiten, damit sie trocknen können, damit aber nicht den Luftzug vom Fenster bremsen.
Silikonfugen sollten Sie von Zeit zu Zeit erneuern.
Bitte beachten Sie, dass wir hier Möglichkeiten beschreiben, also Kann-Fälle. Es empfiehlt sich, nicht hastig zu reagieren. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir für eine falsche Auslegung unserer Ratgebers nicht haften.
Weitere nützliche Ratgeber zu Schimmelarten:
Weiter in unserer Reihe zu Schimmel – Fachbegriffen:
- Schimmel – Fachbegriffe, Teil 1, Damit Sie mitreden können.
- Schimmel – Fachbegriffe, Teil 2, Von fungizid bis Mykose.
- Schimmel – Fachbegriffe, Teil , Von MVOC bis Petrischale
- Schimmel – Fachbegriffe, Teil 4, Saphrophyt bis Zellfäden
- Schimmel – Wo kommt er im Wohnumfeld vor? Teil 1
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