Schimmel – Wo kommt er im Wohnumfeld vor? Teil 1
Schimmel ist ein typisches Schadensbild für Küchen, Bäder und Fensterlaibungen. Richtig. Aber: Schimmelpilze finden sich auch an ganz anderen Stellen Ihres Wohnumfeldes. Lesen Sie mehr dazu:
Säure schließt Schimmel nicht aus.
Schimmel mag es dunkel, feucht und möglichst ohne Luftbewegung. Diese Vorlieben lassen vermuten, welche Bereiche einer Wohnung besonders vom Schimmelpilz bedroht sein könnten. Man kann sich aber auch täuschen, denn Schimmel braucht auch den entsprechenden Untergrund als „Nahrung”. Fangen wir beim Untergrund an. Er soll möglichst organischen Ursprungs sein und keine alkalischen Eigenschaften besitzen. Soweit das Basiswissen. Fakt ist: Es gibt Schimmelpilze, die sehr wohl eine alkalische und säureintensive Umgebung tolerieren. Sogar bei Minusgraden überleben Schimmelsporen.
Welche Untergründe des häuslichen Bereiches sind besonders gefährdet? Ein paar Beispiele:
- Wohnraumtextilien (Vorhänge, Wandbehänge, Handtücher, etc.)
- Gipskartonplatten (Im Gips sind organische Substanzen enthalten, das Papier auf den Platten wird übrigens an erster Stelle angegriffen.)
- Holz (Übrigens nicht nur, wenn es feucht ist.)
- Tapeten (Besonders beliebt ist der Kleister.)
- Estrichböden
- Teppiche
- Presspappe (Fußbodenleisten, etc.)
- Laminatböden
Es gibt unendlich viele Untergründe, die einen idealen Nährboden für den Schimmel abgeben. Unsere Liste erhebt nicht den Anspruch der Vollständigkeit.
Sogar Haustiere können Wirte für Schimmelpilze werden.
Wir nennen es spannend, betroffene Menschen bezeichnen das Thema eher als äußerst belastend: Die Suche nach der Ursache für Krankheitssymptome, die auf eine Belastung durch Schimmelpilze zurückgeführt werden könnten. Stellen Sie sich vor, Sie wohnen vollkommen frei von Schimmel. Das glauben Sie. Irgendwann stellen Sie eine dauerhafte Belastung ihrer Atemwege und Stimmbänder fest. Leichtes Halskratzen, etwas vermehrte Schleimbildung, das Gefühl, abhusten zu müssen, und so weiter. Grippe? Vielleicht, aber sicher nicht über viele Wochen und Monate hinweg, oder? Und dann blicken Sie auf Ihr Haustier, den Hund, das Meerschweinchen, das Zwergkaninchen, sehen sich deren Fell, deren Strohpolster oder andere Utensilien an. Würden Sie glauben, dass ausgerechnet Ihr Haustier für Ihre Probleme mit Schimmelpilzen verantwortlich sein kann? Es kann, denn gerade die Exkremente von Schweinchen und Langohr sind die perfekte Grundlage für Schimmelwachstum. Der Hund hat Mitbringsel an seinen Pfoten, dort, wo man es nicht sofort sieht, und schon können Sie sich ein vierbeiniges Schimmelproblem ins Haus geholt haben.
Bitte beachten Sie, dass wir hier Möglichkeiten beschreiben, also Kann-Fälle. Es empfiehlt sich also, nicht hastig zu reagieren. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir für eine falsche Auslegung dieses Ratgebers nicht haften.
Weitere nützliche Ratgeber zu Schimmelarten:
Weiter in unserer Reihe zu Schimmel - Fachbegriffen:
- Schimmel - Fachbegriffe, Teil 1, Damit Sie mitreden können.
- Schimmel - Fachbegriffe, Teil 2, Von Fungizid bis Mykose.
- Schimmel - Fachbegriffe, Teil , Von MVOC bis Petrischale
- Schimmel - Fachbegriffe, Teil 4, Saphrophyt bis Zellfäden
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