Schimmel: Ab wann ist Schimmel an Innenwänden gefährlich?
Ab wann wird Schimmel an Innenwänden gefährlich? Diese Frage wird gern und oft gestellt. Fakt ist: Schimmel ist ein Alarmsignal. Denn er weist auf Mängel hin, die es dringend zu beheben gilt. Und: Schimmel ist definitiv gefährlich. Lesen Sie, warum.
Schimmel hat verschiedene Ursachen
Schimmel an Innenwänden ist gefährlich und hat verschiedene Uraschen. Die können sowohl baulich bedingt sein als auch im falschem Heiz- beziehungsweise Lüftungsverhalten der Hausbewohner zu suchen sein. Baulich bedingt könnte er auf undichte oder fehlende horizontale und/oder vertikale Sperren, defekte Fallrohre oder Leitungsbrüche und andere Mängel hinweisen. Verhaltensbedingt bedeutet in der Regel ein zu geringer Luftaustausch, falsches Heizen oder gar beides in Kombination. Auch ein Lüften von Raum zu Raum kann fatal sein. Selbst das Stellen von Möbeln kann im Zweifel falsch gemacht werden – natürlich abhängig vom baulichen Zustand eines Hauses.
Fazit: Wer Schimmel an den Wänden seiner Wohnung oder seines Hauses entdeckt, sollte sich auf die Suche nach der Ursache begeben. Nur dann kann er dem Parasit an seiner Wand wirkungsvoll den Kampf ansagen. Grad und Verbreitung des Befalls sowie die Schimmelart lassen oft einen ersten Schluss auf mögliche Ursachen zu. Im Zweifel aber ist immer ein Experte zu Rate zu ziehen.
Schimmel ist gefährlich.
Schimmel im Wohnbereich des Menschen ist gefährlich. Das ist ein inzwischen bewiesener und grundsätzlicher Fakt. Gefährdungsstufen oder -Zeiträume gibt es nicht. Das heißt:
Auch der kleinste Befall kann letztlich zu gesundheitlichen Störungen beim Menschen führen.
Auch der kleinste Befall kann letztlich zu gesundheitlichen Störungen beim Menschen führen. Ausschlaggebend ist hier die Intensität des Kontaktes mit dem Schimmel. Und: Gefährlich ist weniger der sichtbare Fruchtkörper des Schimmels. Es sind die Sporen, die Fortpflanzungsorgane des Schimmels, die beim Menschen erhebliche Gesundheitsschäden verursachen können. Diese Sporen entstehen bereits, wenn der Schimmel selber noch nicht sichtbar ist. Denn der größte Teil des Pilzes wächst im Verborgenen. Die Sporen verbreiten sich über die Atemluft und gelangen so in den menschlichen Organismus. Dort können sie Atemwegserkrankungen, Allergien, Entzündungen und in ganz schlimmen Fällen auch Krebs auslösen.
Unter normalen Umständen sind wir nahezu ständig Schimmelsporen ausgesetzt. Denn zum Kreislauf der Natur gehören unzählige Pilzarten. Gewöhnlich reagieren wir Menschen nicht auf die Reize der Sporen, was sich aber im Zuge einer Sensibilisierung schlagartig ändern kann. Vermeintlich ungefährliche Stoffe werden vom Immunsystem als Gefahr eingestuft. Es bläst zum Generalangriff auf alle Fremdstoffe im Körper. Eine Allergie entwickelt sich. Diese Allergie aber hat zur Folge, dass die Abwehrkräfte des menschlichen Körpers schwächeln und wirklich gefährlichen Stoffen, wie verschiedenen Schimmelsporen, kaum noch etwas entgegenzusetzen haben.
Fazit: Schimmel gehört nicht an Wände Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung. Stellen Sie Schimmelbefall fest, sollten Sie umgehend handeln und ihn behutsam aber gründlich beseitigen. Vermeiden Sei dabei nach Möglichkeit den direkten Kontakt. Sorgen Sie für reichlich Luftaustausch. Und: Holen Sie sich im Zweifel Hilfe.
Weitere nützliche Ratgeber:
- Ist Salpeter gefährlich?
- Schimmel: Was tun bei zu intensivem Kontakt? (folgt)
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