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Schadstoffe aus Bodenbelägen – Teil 3: Kork

Geschrieben von Sandra am Freitag, 4 September 2009 2 Lesermeinungen
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Kork ist ein Naturprodukt und gilt darum als einer der ökologischsten Bodenbeläge überhaupt. Tatsächlich verbreitet Kork ein recht angenehmes Flair. Doch der Teufel steckt, wie so oft im Detail. Denn auch Korkböden können ausdünsten. Lesen Sie jetzt Teil 3 unserer Serie „Schadstoffe aus Bodenbelägen“.

So wird aus Rinde ein Korkboden

Kork stammt von der Rinde der Korkeiche. Dieser Baum ist in Mittelmeerländern zu finden. Bereits hier stellt sich für ganz konsequente Hausbesitzer und Bauherren zum ersten Mal die Ökologiefrage: Wie weit ist der Weg, den das Material zurücklegen muss, bis es im heimischen Wohnzimmer liegt? Solche Fragen kann man sich grundsätzlich bei allen mediterranen und sogar bei herkömmlichen Bodenbelägen stellen.

kork

Photo: iStockphoto.com/spinout

Und so wird Kork hergestellt:

Die Rinde der Korkeiche wird geschält, geschrotet und erhitzt – wieder die Frage an das ökologische Gewissen. Korkrinde enthält Harze, die bei der Herstellung als natürliche Bindemittel wirken. Reichen diese Harze nicht aus, werden Kunstharze zugefügt.

In dieser reinen Form ist ein Korkboden nicht besonders strapazierfähig. Darum muss die Oberfläche behandelt werden. Dafür verwenden die Hersteller sogenannte Siegellacke, wie sie auch für Holzböden genutzt werden.

Schadstoffbelastung ist vom Material abhängig

Grundsätzlich gilt: Kork ist ein gesunder und unbedenklicher Bodenbelag, kann aber auch ohne Siegellack ausdünsten, doch nur dann, wenn der im Produktionsprozess zugefügte Kunstharz zu stark erhitzt worden ist. Unter diesen Voraussetzungen können sogenannte phenolische Verbindungen entstehen, die schließlich eine Geruchsbelästigung darstellen.

Ob und wie stark Korkböden ausdünsten, hängt wesentlich von der Versiegelung ab. Säurehärtende Lacke können zum Beispiel Formaldehyd freisetzen. Dieser Stoff kann die Schleimhäute des Menschen reizen und Allergien auslösen. Polyurethanlacke, sogenannte DD-Lacke, führen mitunter zur Geruchsbelastung durch Phenole. Wasserlacke können über einen längeren Zeitraum Glykolethern ausdünsten. Deren Wirkung auf den menschlichen Organismus ist noch nicht gänzlich erforscht.

Öle und Wachse

Bei Ölen und Wachsen kommt es auf die Zusammensetzung an. Inhaltsstoffe wie Terpene zum Beispiel können bei höherer Konzentration reizend wirken und riechen unangenehm. Mache Terpene sensibilisieren den menschlichen Organismus. Im Klartext heißt das: Sie lösen Allergien aus. Synthetische Wachse und/oder Öle auf der Basis von Isoaliphaten gelten dagegen als gesundheitlich unbedenklich.

Wichtiger Hinweis:

Grundsätzlich sind Korkböden ein Stück purer und gesunder Natur im häuslichen Umfeld. Bitte beachten Sie darum, dass die hier genannten Fakten Kann-Situationen beschreiben, die nicht zwingend auftreten. Wer seinen Fußboden erneuern will, sollte die Beschaffenheit des neuen Belages sowie die für die Verlegung verwendeten Materialien auf schädliche Substanzen hin prüfen. Und: Nicht jeder Mensch reagiert auf die hier genannten Stoffe, die zudem nicht immer in gefährdender Intensität auftreten.

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  • Spritzendorfer Josef sagt:

    Schadstoffe aus Kork
    Ich finde es bedauerlich, daß ich bisher keinen Korkbodenlieferanten gefunden habe, der auch nur für eines seiner Produkte eine umfassende Schadstoffprüfung (z.B. natureplus, eco emissionsgeprüft etc.) vorlegen kann/will.
    Das sogenannte “Korklogo” mit regelmäßigen Untersuchungen ist ja keinem Einzelprodukt zuzuordnen,im Einzelfall nicht produktspezifisch nachvollziehbar und daher für den Verbraucher kaum hilfreich.

  • Martin sagt:

    Hallo Josef,

    vielen Dank für deine Meinung.

    Liebe Grüße,
    Martin

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