Rauchmelder retten Leben
Jedes Jahr sterben in Deutschland 600 Menschen bei Bränden in Wohnungen und Häusern. Die meisten von ihnen kommen nicht in den Flammen um, sondern sie sterben an einer Rauchvergiftung. Rauchmelder können helfen, sich noch rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. In einigen Bundesländern sind sie bei Neubauten schon Pflicht, künftig auch bei bestehenden Wohnungen und Häusern.
Drei Atemzüge bis zum Tod
Brandopfer werden meistens im Schlaf überrascht. Sie hören nichts – und sie riechen nichts. Das giftige Gas Kohlenmonoxid kann sich unbemerkt ausbreiten und schon nach wenigen Atemzügen, etwa drei bis fünf an der Zahl, zur Bewusstlosigkeit und zum Tode führen. Wenn ein Schwelbrand entsteht, zum Beispiel bei einem technischen Defekt, bleiben etwa vier Minuten, sich in Sicherheit zu bringen. Rauchmelder schlagen vorher Alarm.
So funktionieren Rauchmelder
Rauchmelder für Privathaushalte funktionieren meistens nach dem gleichen optischen Prinzip: Im Gerät erzeugt eine Leuchtdiode regelmäßig Infrarot-Lichtstrahlen. Schräg hinter der Leuchtdiode befindet sich ein Sensor. Im Normalzustand treffen die Strahlen nicht auf den Sensor. Wenn jedoch Rauch eindringt, werden die Strahlen gestreut und über Spiegel auch auf den Sensor gelenkt. Das Gerät löst sofort Alarm aus – in der Regel einen lauten Piepton. Es gibt auch Geräte, die zur Warnung auch Lichtblitze erzeugen.
Montage und Wartung von Rauchmeldern
Rauchmelder werden in der Regel nur mit zwei Schrauben befestigt, und zwar in der Mitte der Zimmerdecke, denn Rauch steigt nach oben. Die Geräte dürfen nicht überstrichen werden, da aufsteigender Rauch sonst nicht mehr oder nur verzögert in die Messkammer gelangen kann.
Die Batterien sollten alle ein bis drei Jahre gewechselt werden. Die Rauchmelder weisen meistens mit einem Piepton darauf hin, dass die Batterie schwach wird.
Es ist sinnvoll, fast alle Zimmer mit den Geräten zu versehen. Lediglich in Küche und Bad sollte man darauf verzichten, weil aufgrund des Wasserdampfes dort häufig Fehlalarm ausgelöst würde.
Verwenden Sie zertifizierte Rauchmelder
Rauchmelder sollten stets das VdS-Siegel tragen.
Rauchmelder sollten stets das VdS-Siegel tragen. Das bedeutet, dass sie nach den strengen Vorgaben des Verbands der Sachversicherer geprüft und zugelassen sind. Dieses Siegel gewährleistet eine entsprechende Qualität – selbst bei günstigen Rauchmeldern. Die Preise liegen etwa zwischen 5 und 80 Euro pro Gerät.
In vielen Bundesländern ist es bereits Pflicht, bei Neubauten Rauchmelder zu installieren. Andere Länder beraten über ein entsprechendes Gesetz, und in wenigen Jahren soll die Pflicht auch auf bestehende Wohnungen und Häuser ausgeweitet werden. Die Eigentümer sind für die Montage in der Regel selbst verantwortlich. Wer sich dagegen entscheidet muss im Fall eines Brandes unter Umständen mit einer Schadenersatzklage rechnen.
Weitere nützliche Ratgeber:
- Was tun, wenn’s brennt? (folgt)
Gratis Abonnement
Wenn Ihnen der Beitrag gefallen hat, warum abonnieren Sie dann nicht Hausbau-Ratgeber.de gratis? Sobald ein neuer Beitrag zum Thema veröffentlicht wird, erhalten Sie ihn als Erstes! Erfahren Sie mehr über unsere unverbindlichen und kostenlosen Abonnements oder abonnieren Sie gleich hier kostenlos unserenNewsletter mit Ratgebertipps
Sie können sich jederzeit wieder abmelden und Ihre E-Mailadresse wird nicht weitergegeben!
Um diesen Beitrag zu speichern, können Sie auch ein Lesezeichen hinzufügen bei:






