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Nachweisverfahren für Schimmel – Teil 2

Geschrieben von Sandra am Sonntag, 12 Juli 2009 Ihre Lesermeinung
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Schimmel begleitet uns täglich, auch in unserem häuslichen Umfeld. Doch manchmal kann dieser Begleiter sehr gefährlich werden, dann nämlich, wenn er sich in unseren vier Wänden einnistet und ausbreitet. In einigen Fällen empfiehlt sich dann ein Nachweis über die Schimmelart und die Belastung der Raumluft durch dessen Sporen. Lesen Sie nun den zweiten Teil unseres Ratgebers zu Nachweisverfahren für Schimmel.

Rückschlüsse auf Schimmelbelastung ungenau

Um Schimmel zweifelsfrei zu identifizieren, nachzuweisen und die Belastung mit Sporen zu ermitteln, nutzen Experten diverse Verfahren. Die meisten jedoch lassen nur wenig Rückschluss auf die tatsächliche Sporenbelastung zu. Im Zweifelsfall sollten Sie einen Baubiologen zu Rate ziehen.

Schimmelnachweis2

Photo: iStockphoto.com/pryzmat

Schimmelnachweis durch Sedimentation

Bei dieser Methode wird Nährboden eine Zeit lang offen in eine Petrischale gestellt. Sporen sedimentieren schließlich auf diesem Nährboden und bilden Fruchtfleisch. So kann der Experte zwar die Art des Schimmels exakt bestimmen, aber: Die Sporen der verschiedenen Sorten haben unterschiedliche Gewichte, sind also unterschiedlich schnell unterwegs und sedimentieren entsprechend versetzt. Das heißt: Ein Rückschluss auf die tatsächliche Belastung durch Schimmelsporen im betroffenen Raum ist nur schwer möglich.

Der Schimmelspürhund

Hunde haben ein enorm gutes Riechorgan. Das nutzt zum Beispiel die Zollfahndung gern für die Suche nach Drogen aus. Dabei ist dem Hund ganz egal, wonach er sucht. Das heißt: Er kann anstelle der Drogen auch nach Schimmelpilzen schnüffeln. Und das tut er mit 100-prozentigem Erfolg. Dort, wo herkömmliche Methoden versagen, findet ein Hund selbst perfekt versteckte Schimmelpilze. Leider gibt es kaum Schimmelspürhunde, denn die Ausbildung ist hoch komplex und dauert mehrere Jahre. Entsprechend lang ist im Bedarfsfall die Wartezeit.

Analyse einer Luftkeimsammlung

Diese Methode gehört zu den genauesten Nachweisverfahren für Schimmel. Die in der Luft des betroffenen Raumes befindlichen Sporen werden mit einem speziellen Luftkeimsammler herausgefiltert und im Labor auf einen Nährboden aufgetragen und kultiviert. Schimmelarten können identifiziert werden und auch die sogenannten koloniebildenden Einheiten, die KBE, können ausgezählt und auf den gesamten Raum hin hochgerechnet werden. Das funktioniert nur, wenn man die Richtlinien für dieses Verfahren exakt einhält, und: Sogenannter eingehauster Schimmelbefall, sprich Pilze, die an schlecht bis gar nicht erreichbaren Stellen unsichtbar wachsen, kann mit dieser Methode nicht nachgewiesen werden. Mykotoxine bilden dessen Sporen dennoch.

Schimmelnachweis durch Staubprobe

Hier definieren Experten eine Menge Hausstaub, sammeln ihn und kultivieren ihn, sprich, bringen ihn auf Nährboden für Schimmelkulturen auf. Mit dieser Methode lässt sich der Schimmel gut identifizieren und auch eine Belastung durch Sporen hochrechnen. Aber: Auch dieses Verfahren lässt keinen Gesamtrückschluss zu, weil die Staubprobe in der Regel nicht repräsentativ, also aus dem gesamten Raum stammt.

Schimmelnachweis durch Partikelsammlung

Die Partikel eines genau definierten Raumluftvolumens werden mit einem Partikelsammler angesaugt und auf einem beschichteten Objektträger abgelagert. Das nennt man Schlitzdüsenimpaktion. Die abgelagerten Partikel aus der Luft enthalten nun nicht nur lebende Schimmelsporen sondern auch abgestorbene Teile von Schimmelpilzen und andere Bestandteile der Raumluft, wie Fasern und Staubpartikel. Auf diese Weise kann das Gesamtbild der Luft analysiert werden. Das ist ganz besonders dann wichtig, wenn klar ist, dass es sich um einen Schimmelpilz handelt, der Mykotoxine bildet.

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass diese Methoden von Experten angewandt werden. Jedes einzelne Verfahren hat seine Schwäche. Darum kombinieren sie die Profis. So erhalten sie sehr genaue Informationen über Schimmelarten und die tatsächliche Belastung der Raumluft mit Schimmelsporen. Aber: Nicht jeder Schimmelfleck an der Wand und nicht jede dunkle Stelle bedeutet zugleich große Gefahr für den Hausbewohner. Bevor Sie also den Experten konsultieren, sollten Sie prüfen, ob Sie mögliche Ursachen für den Schimmelbefall selber abstellen können und den Pilz dann mit relativ einfachen Mitteln entfernen. Lesen Sie dazu gern unsere weiteren Ratgeber rund um das Thema Schimmel.

Weiterer nützlicher Ratgeber dazu:

Nachweisverfahren für Schimmel – Teil 1

Nützlicher Ratgeber

Schimmel in Lebensmitteln (folgt)

Vermeiden Sie Schwarzschimmel (folgt)

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