Nachweisverfahren für Schimmel – Teil 1
Schimmel an der Wand, hinter dem Schrank, unter dem Parkett? Dann sollten Sie handeln. Fakt ist nämlich: Schimmelsporen können beim Menschen Beschwerden und schlimme Krankheiten auslösen. Der Haken: Nicht immer kann man den Schimmel mit bloßem Auge lokalisieren. Er versteckt sich gern hinter Leisten, in Möbeln, unter Fußböden und so weiter. Seine Sporen verbreitet er dennoch. Hier nun einige Nachweisverfahren für Schimmel.
Schimmel: Nicht immer sichtbar aber aktiv
In vielen Fällen sieht man den Schimmelbefall an Wänden, Decken, Möbeln und so weiter. Dann ist es leicht, ihn einzugrenzen und zu bekämpfen. Was aber, wenn er sich versteckt, wie in noch viel mehr Fällen. Fakt ist nämlich: Schimmel gedeiht gern in dunklen Winkeln, dort, wo keine Luftbewegung stattfindet und es einigermaßen gleichmäßig feucht ist. Potentielle Stellen, die diese Kriterien erfüllen, finden sich in jedem Haus, sei es unter der Trittschalldämmung oder hinter einer Fußbodenleiste. Der Haken daran: Man kann den Schimmel vielleicht nicht sehen, gefährlich ist er dennoch. Er verbreitet sich munter über seine Sporen – und das im gesamten Umfeld.
Offensichtliche Erkennungsmerkmale für einen möglichen Schimmelbefall sind:
- Muffiger Geruch
- Feuchtes Klima
- Erdiger Geruch
Sporenbelastung nachweisen
Müdigkeit, Kopfschmerzen, Augenschmerzen, Gliederschmerzen, Hautirritationen … Sie wissen, woher diese Beschwerden kommen? Sind Sie sicher? Denn auch Schimmelsporen können dafür verantwortlich sein. Um den Grad der Belastung durch Schimmelsporen in Ihrer Raumluft nachzuweisen gibt es verschiedene Verfahren. Hier ein paar Möglichkeiten:
1. Schimmel durch Kontaktprobe auf Klebefilm nachweisen
Mit ganz gewöhnlichem transparentem Klebeband berührt ein Experte bei dieser Methode die von Schimmel befallene Stelle und bekommt so eine Probe. Die untersucht er mikroskopisch und kann schließlich die Schimmelarten definieren, denn: Eine Schimmelart kommt selten alleine.
Eine Schimmelart kommt selten alleine.
Vorteil der Methode: Sie ist schnell. Nachteil: Sie ist ungenau. Denn die tatsächliche Belastung durch Schimmelsporen lässt sich so nicht bestimmen. Und: Schimmelsporen sehen sich sehr ähnlich. Eine Unterscheidung und exakte Identifizierung ist also schwer.
2. Schimmel durch Abklatschmethode nachweisen
Dafür braucht es ein sogenanntes Nährmedium. Vor Ort wird eine Probe aufgebracht und im Labor kultiviert. Vorteil: Sie können sehr sicher sein, um welchen Schimmel es sich handelt. Nachteil: Auch diese Methode lässt über den Grad der Belastung kaum Rückschluss zu.
3. Schimmelbefall durch Materialprobe nachweisen
Dafür werden vor Ort Proben des befallenen Materials entnommen, im Labor zerkleinert und auf eine Nährschicht aufgebracht. Vorteil: Schimmelarten können sehr genau identifiziert werden. Nachteil: Die Belastung durch Schimmelsporen ist auch hier eine mathematische Größe. Sie wird hochgerechnet.
Hinweis:
Sie müssen nicht in jedem Fall einen Experten zur Bestimmung von Schimmelart und der daraus resultierenden Belastung durch Schimmelsporen zu Rate ziehen. Vermuten Sie aber einen Zusammenhang zwischen gesundheitlichen Problemen und einem möglichen Schimmelbefall, lohnt sich eine gründliche Untersuchung.
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