Gesundheit: Schimmelpilze sind biologische Luftverschmutzung
Schimmel an der Wand, hinter Möbeln und in Fensterlaibungen – Behörden nennen das ein „hygienisches“ Problem. Doch das trifft den Kern nicht wirklich. Schimmel ist eine biologische Luftverschmutzung und gefährlich. Lesen Sie, was Sie über Schimmel wissen sollten.
Sporen verschmutzen die Luft
Schimmelpilze gehören zu den Mikroorganismen, wie auch Bakterien und Viren. Der menschliche Organismus ist ihnen ständig ausgesetzt. Denn Pilze bauen organische Substanz ab und gliedern sich damit in den Stoffwechselkreislauf der Natur ein. Ein Gramm Ackererde kann bis zu 2,5 Milliarden Pilze und Bakterien enthalten. Schimmel pflanzt sich über die sogenannten Sporen fort, die sich tausendfach in unserer Atemluft befinden. In der Natur sind Sporen von Pilzen unter normalen Umständen kein Problem für den gesunden Körper. Im Spätsommer und Herbst, die Hochzeit der Pilze – auch der Schimmelpilze in der Natur, geht die Konzentration auf Werte bis 10.000 Sporen/m3 Außenluft. In Häusern und bewohnten Räumen können Schimmelsporen allerdings gefährlich werden und verunreinigen die Luft. Behörden sprechen bei Schimmelaufkommen im Haushalt von einem „hygienischen Problem“. Experten nennen Schimmelsporen in der Raumluft biologische Luftverschmutzung.
Unser Tipp gegen Schimmelpilze
Schimmelpilze in der häuslichen Umgebung müssen entfernt werden. Sie gefährden in erster Linie Menschen mit schwachem Immunsystem. Aber auch gesunde Menschen können bei zu intensiver Konfrontation mit den Schimmelsporen erkranken.
Nützlicher Ratgeber dazu:
Schimmelpilze brauchen Feuchtigkeit
Schimmel braucht Feuchtigkeit, um gedeihen zu können. Ideale Voraussetzungen sind unter außerdem:
- Hoche Luftfeuchtigkeit, ab 50 Prozent aufwärts.
- Anhaltende Untergrundfeuchte (Nährboden des Schimmels)
- Wenig bis keine Luftbewegung
- Normale Zimmertemperatur
- Keine ständige direkte Bestrahlung durch Sonnenlicht
Unser Tipp bei Schimmelpilz:
Beachten Sie, dass für Schimmelpilze an Innenwänden nicht alle hier genannten Bedingungen gleichzeitig erfüllt werden müssen. Wenig Lüften, Taupunkt auf der Wand – schon das reicht dem Schimmelpilz.
Typisch für den Schimmelpilz ist ein Geflecht (Myzel) aus verzweigten Zellfäden. Dieses Myzel ist mit bloßem Auge nicht wahrnehmbar. Die Zellfäden heißen in Fachkreisen Hyphen. Sie bilden ein sogenanntes Scheingewebe, den sichtbaren Fruchtkörper. Ihn identifizieren wir als Schimmel. Scheingewebe, weil der eigentliche Pilz für uns nicht sichtbar gedeiht.
An besonderen Strukturen des Myzels, den Konidienträgern, bilden sich die mikroskopisch kleinen Sporen, die Fortpflanzungsorgane des Schimmelpilzes. Diese Sporen sind exzellent gegen UV-Strahlung und Austrocknung geschützt und sehr schwebefähig.
Weiterer Ratgeber dazu:
- Schimmel: Vorsicht Gesundheitsgefahr.
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