Gesundheitsgefahr: Wie gefährlich ist Schimmel an Innenwänden?
Schimmel im Wohnumfeld des Menschen, besonders an Innenwänden, Decken, Möbeln und der Kleidung, kann beim Menschen schlimme Beschwerden, wie Allergien, auslösen und ihre Gesundheit gefährden. Nicht immer sind die klar zuzuordnen. Darum die Frage: Wie gefährlich ist Schimmel an Innenwänden tatsächlich?
Schimmel: Auf die Belastung kommt es an.
7,5 Liter Luft atmen wir Menschen durchschnittlich in der Minute ein, und das bei ganz normaler Beanspruchung unseres Körpers. Pro Tag kommen so etwa 10 m3 Luftvolumen zusammen. Bei einem niedrigen Wert von 1.000 Sporen pro Kubikmeter Luft nimmt der Mensch am Tag also rund 10.000 Sporen über die Atemluft auf, darunter eine Vielzahl von Schimmelsporen. Diese Belastung ist für einen gesunden Körper kein Problem. Eine dauerhaft hohe Konzentration von Sporen in der Luft kann aber selbst einen gesunden menschlichen Organismus krank machen. Dazu gehören nicht nur Schimmelsporen sondern auch ungefährliche Mikroorganismen.
Die Belastung mit Schimmelpilzsporen steigt zum Beispiel hier:
- Entleeren von Mülleimern.
- Verrottendes Laub, Papier und verrottender Bioabfall
- Schimmelbefall an Innenwänden
- In Bibliotheken und Räumen mit vielen alten Möbeln
- In der Landwirtschaft, im Garten, usw.
Experten gehen von einer Konzentration bis zu 100.000 Schimmelsporen pro Kubikmeter Luft aus. Das heißt: Hält sich ein Mensch dauerhaft in einem Raum, dessen Wände von Schimmel befallen sind, auf, nimmt er pro Tag rund 1 Millionen Schimmelsporen auf.

Photo: iStockphoto.com/RMAX
Unser Tipp
Die Konzentration von Schimmelsporen in der Atemluft belasteter Räume hängt auch vom Grad des Schimmelbefalls ab. Grundsätzlich gilt: Betreten Sie stark belastete Räume mit großflächigem Schimmelbefall, nicht ungeschützt. Hier hilft schon eine handelsübliche Einwegatemmaske.
Schimmel verursacht Infektionen und Entzündungen
Schimmel im Wohnumfeld der Menschen kann Infektionen und Entzündungen verursachen. Schuld sind die Sporen. Sie lösen aufgrund ihrer Oberflächeneigenschaften zum Beispiel Allergien aus. Betroffen sind in erster Linie kleine Kinder, deren Immunsystem noch nicht vollständig ausgebildet ist. Gesichert erwiesen ist eine Häufung von Atemwegserkrankungen bei Kindern, die in feuchten und schimmelbefallenen Räumen leben.
Auch ältere Menschen und jene, deren Immunabwehr geschwächt ist, sollten sich nicht in Räumen mit Schimmel an Wänden aufhalten. Kopf- und Gliederschmerzen, die Anfälligkeit für Infekte, Schleimhautreizungen und andere Beschwerden werden oft Schimmelgiften zugeordnet. Dies nicht direkt. Fakt ist aber: Beteiligte Gifte haben ihren Ursprung in Schimmelbestandteilen.
30 Prozent werden durch Schimmel krank.
In Deutschland leben rund 25 Millionen Allergiker. Etwa die Hälfte, also ca. 12,5 Millionen davon reagieren auf Luftverunreinigung in Innenräumen. Bei einem Drittel aller Erkrankten muss man von zu hoher Belastung mit Schimmelsporen ausgehen. Mehr als 8 Millionen Menschen in Deutschland leiden also unter Schimmel. Die Dunkelziffer liegt vermutlich im doppelten Bereich. Der Grund: Schimmelbefall von Wänden gilt in Deutschland als „hygienisches“ Problem und Makel für die Betroffenen. Sehr viele Fälle von Krankheiten werden entweder nie bekannt oder nicht mit der tatsächlichen Ursache in Verbindung gebracht: Schimmel an Innenwänden.
Weiterer Ratgeber dazu:
- Durch Schimmel verursachte Krankheiten.
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