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10 praktische Tipps gegen Schimmel

Geschrieben von Martin Dienstag, 17 März 2009 Ihre Lesermeinung

Schimmel ist nicht nur ein Schönheitsmakel. Er ist gefährlich: Denn er schädigt die Substanz und damit den Wert ihres Hauses oder der Wohnung, und er macht krank. Lesen Sie hier 10 Tipps, wie Sie Schimmel durch ihr Verhalten vermeiden können, und wie Sie ihn zum Beispiel von Tapeten und Textilien entfernen.

5 Tipps, wie Sie Schimmelbildung vermeiden

Viele Menschen leiden jahrelang unter Allergien, Infektionen oder Entzündungen und finden nie die Ursache. Nur wenige wissen, dass Schimmel dafür verantwortlich sein kann. Oft wird er zu spät entdeckt, weil er sich hinter Schränken und in dunklen Ecken ausbreitet. Deswegen sollten Sie einige Regeln beachten, damit Schimmel gar nicht erst entsteht:

  1. Stellen Sie in der kalten Jahreszeit die Heizung nie ganz ab, damit sich keine Feuchtigkeit an kalten Wänden niederschlägt. Heizen Sie alle Räume gleichmäßig.
  2. Lüften Sie alle Räume täglich morgens und abends für jeweils 10 Minuten und zusätzlich immer dann, wenn wie beim Kochen oder Duschen Wasserdampf entsteht.
  3. Nutzen Sie Innenanstriche auf der Basis von Kalk- oder Silikatfarben, denn auf ihnen fühlen sich die Schimmelsporen überhaupt nicht wohl.
  4. Stellen Sie Schränke und Polstermöbel immer mit einem Abstand von einigen Zentimetern zur Wand, damit Luft vorbeiziehen kann. An Außenwänden sollten Sie innen nach Möglichkeit keine großen Möbel aufstellen, weil diese Wände kälter sind als Innenwände.
  5. Säubern Sie regelmäßig staubige Ecken, und achten Sie auch darauf, dass unter dem Bett kein Staub entsteht.

Nützliche Ratgeber dazu:

Tipps gegen Schimmel

Photo: iStockphoto.com/strevell

5 Tipps, wie Sie Schimmel erkennen und entfernen

Sollte sich dennoch Schimmel breit machen, müssen Sie einerseits seiner Ursache auf den Grund gehen, andererseits sollten Sie ihn ihrer Gesundheit zuliebe entfernen. Wenn man Schimmel sieht, hat er sich meistens schon ausgebreitet. Er ist an dunklen Flecken oder Stockflecken zu erkennen. Während Sie versuchen, Schimmel zu entfernen, sollten Sie den Raum gut lüften, Mundschutz und Ein-Weg-Handschuhe tragen und alle Lappen und Bürsten nach der Arbeit entsorgen.

  1. Von Teppichen, Holzteilen und Textilien lässt sich Schimmel selten entfernen. In diesen Fällen hilft meistens leider nur eines: wegwerfen. Bei leichtem Befall auf Textilien benetzen Sie die Stelle, tragen eine Ammoniaklösung auf und weichen dann alles in einer Kaliumhydrogenoxalatlösung ein.
  2. Schimmelflecken auf Leder entfernen Sie mit Essig. Anschließend reiben Sie die Stelle mit einer Lederpflege ein.
  3. Sollte sich Schimmel in Büchern breit machen, beträufeln Sie die entsprechende Seite mit Formalinlösung und lassen sie danach trocknen.
  4. Wenn Schimmel sich an der Tapete zeigt, sollten Sie an einer kleinen Stelle die Tapete anheben und prüfen, ob sich auch dahinter Schimmel befindet. Wenn das der Fall ist, müssen Sie die Tapete entfernen und notfalls einen Fachmann zurate ziehen. Wenn sich der Schimmel nur an der Tapete festgesetzt hat, können Sie ihn unter Umständen mit einer Bürste weitgehend entfernen und die Stelle anschließend mit einem Schimmelmittel behandeln. Dazu sollten Sie möglichst auf chemische Mittel auf Chlor-Basis verzichten, weil sie ätzend wirken und die Gesundheit schädigen können. Alternativ empfehlen Experten eine Lösung aus Salizylsäure und Alkohol im Verhältnis 1:5. Bei leichtem Befall tut es auch eine Essigessenz oder der Brennspiritus. Beide können unverdünnt mit einem Lappen oder einer Bürste auf die Stelle aufgetragen werden.
  5. Sitzt der Schimmel in Fliesenfugen, verwenden Sie Alkohol. Anders verhält es sich hingegen in Silikonfugen: Dort hilft es meistens nur, das Silikon zu entfernen und die Fuge mit neuem Silikon zu füllen. Hin und wieder lassen sich kleine Schimmelstellen im Bad mit einer Mischung aus heißer, gelöster Zitronensäure und ein wenig Spülmittel abwaschen.

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