Selbstbau – Sicherheit auf Ihrer Baustelle
Selbst ist der Bauherr, denn die sogenannte Muskelhypothek senkt die Baukosten für ein neues Haus enorm. Je nach Grad der Eigenleistung sind 30 Prozent Kostensenkung allein für den Rohbau drin. Aber: Selber bauen bedeutet auch Verantwortung übernehmen. Worauf sollten Sie als Selbstbauherr achten? Lesen Sie hier mehr dazu.
Wie sicher ist Ihre Selbstbaustelle?
Selber bauen ist in. Immerhin spart ein Bauherr mit seinen Eigenleistungen, die man auch Muskelhypothek nennt, enorm Geld. Beim Rohbau können gut 30 Prozent Einsparungen zusammen kommen. Und auch mit dem Innenausbau lässt sich gut sparen. Aber: Selbstbau bedeutet auch Gefahr, die es gilt möglichst einzudämmen. Wie steht es um die Sicherheit auf Ihrer Selbstbaustelle? Lesen Sie als Selbstbauherr, was sie beachten sollten.
Selbstbau – Effektive Kostensenkung
Wer ein Haus bauen will, muss in der Regel auf die Kosten achten, denn kaum ein Bauherr hat heute noch unbegrenzte Mittel zur Verfügung. Um die im Rahmen zu halten, nutzen viele Bauherren die Möglichkeit des Selbstbaus. Doch das bedeutet nicht nur Kostensenkung sondern auch ein Höchstmaß an Verantwortung. Denn auch ein Bauherr, der sein Haus in Eigenleistung mit temporärer Unterstützung von Experten baut, muss für Sicherheit auf seiner und um seine Baustelle herum sorgen. Hier ein paar Hinweise für mehr Sicherheit auf Ihrer Baustelle.
Warnhinweis per Schild
Weisen Sie mit einem entsprechenden Schild darauf hin, dass Ihre Baustelle nicht von Unbefugten betreten werden darf. Diese Schild muss ein, aber: Es befreit Sie im Ernstfall nicht vor Ansprüchen Dritter. Selbst der nette Satz „Eltern haften für ihre Kinder“, schützt Sie im Ernstfall nicht. Dennoch: Mit dem Schild haben Sie einen ersten richtigen Schritt getan.
Absichern des Baugrundstücks
Schon im Moment des Grundstückserwerbs sind Sie für alles verantwortlich, was auf Ihrem Grund und Boden passiert. Das gilt auch dann, wenn die Bauarbeiten noch nicht begonnen haben. Sie sollten Ihr Bauland also entsprechend absichern, ganz besonders dann, wenn die Arbeiten rund um Ihr Haus begonnen haben. Ein Bauzaun ist hier korrekt. Damit kommen Sie Ihrer Sicherungspflicht nach, und dann greift auch das nette Schild.
Absturzsicherungen
Die Arbeiten laufen auf Hochtouren. Zunächst wird die Baugrube ausgehoben. Das Erdreich wird nicht abgefahren sondern zu einem großen Hügel angehäuft. Achtung: Ihr Bauzaun ist jetzt besonders wichtig. Welches Kind freut sich nicht über einen Sandhügel vor seiner Haustür. Passiert dem spielenden Kind etwas auf Ihrer nicht abgesperrten Baustelle, können Sie mitunter haftbar gemacht werden.
Der Keller ist hochgezogen, die Decke drauf. Jetzt wird schon am Erdgeschoss gearbeitet. Allerdings ist die Baugrube noch nicht verfüllt. Sie laufen also über ein Brett, einen Steg, in das künftige Haus. Achtung: Der Steg sollte breit und stabil ausgeführt sein, nach Möglichkeit mit Absturzsicherung an der Seite.
Übrigens: Sie sind verpflichtet, die Baugrube schnell zu verfüllen. Es gibt sogenannte maximale Sturzhöhen, die eingehalten werden müssen. Das heißt: Ein Mensch darf im Zweifel nicht tiefer fallen als es diese maximale Sturzhöhe festlegt. Klingt makaber, dient aber dem Arbeitsschutz.
Weitere Absturzsicherungen gehören rund um den Schacht für die Kellertreppe. Gleiches gilt für das Obergeschoss. Auch Gerüste müssen so ausgelegt werden, dass sie gefahrlos zu begehen sind und eine entsprechende Absturzsicherung haben.
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