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Brandschutz im Eigenheim: Komfortabel und sicher wohnen

Geschrieben von Martin am Dienstag, 23 November 2010 Ihre Lesermeinung
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Bevor die Interessenten einen Wohnraum (Haus oder Wohnung) kaufen oder mieten, informieren sie sich meist bei einem Makler und lassen sich die Vorteile, aber auch Nachteile, der Wohnung darlegen. In den seltensten Fällen kommt jemand auf die Idee, einen Architekten, Elektroinstallateur, Heizungsbauer oder Schornsteinfeger um Rat zu fragen oder vor dem Kauf mit einer Wärmebildkamera Bilder machen zu lassen bzw. sich über den technischen Standard der Immobilie von einem Fachmann informieren zu lassen. Die Lage der Wohnung steht bei den Kriterien einer Kaufentscheidung ganz vorne an.

Brandschutz im Eigenheim

Photo: Brand-feuer.de/PV

Man achtet dabei aber meist nur darauf, dass eine verkehrsgünstige Anbindung vorliegt und/ oder ein Supermarkt und andere Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe sind. Die Sicherheit (Brandschutz, Unfallquellen, Elektroanlage usw.) steht hierbei nicht ganz vorne auf der Wunschliste. Es ist oft zweitrangig, in welcher Etage sich die Wohnung befindet, wie die Zugangs- und Fluchtmöglichkeiten sind, wie alt das Gebäude ist oder welche Baumaterialien verbaut wurden.

5 Brandschutzkriterien für Ihr Eigenheim

  1. In welcher Etage befindet sich die Wohnung und gibt es einen Aufzug?
  2. Aus welchen Baustoffen (Holz oder Kalksandstein) wurde das Gebäude errichtet?
  3. Wie alt ist die Elektrik?
  4. Handelt es sich bei den Feuerstätten um eine Kohleheizung oder eine moderne Ölheizung?
  5. Gibt es einen Energieausweis bzw. Energiepass?

Solche Fragen kommen leider erst später.  Die beim Bau oder einer Renovierung verwendeten Materialien wie Holz oder die Charakteristik der Inneneinrichtung z. B. Teppiche, Gardinen und Bodenbeläge sind mit entscheidend für die Dauer eines einmal ausgebrochenen Brandes.
Die Verwendung von brennbaren Verkleidungen, wie z. B. (Styropor-Platten u. ä.) sollten generell vermieden werden, da sie im Brandfall giftige Gase erzeugen und stark rußend sind. Sind oder waren Haustiere, wie z. B. Mäuse oder Hamster in der Wohnung, sollte die Wohnung auch auf Schadnagerfraß (Nagespuren an Elektrokabeln) überprüft werden.

Treppenhäuser sind auch Fluchtwege

Brandschutz durch Feuertreppe

Nicht jedes Haus bietet so viel Sicherheit wie mit dieser Fluchttreppe. Photo: Brand-feuer.de/BR

Treppenaufgänge und Treppenpodeste sollten nie als Abstellplatz missbraucht werden. In einem Treppenhaus sollten generell Rauchmelder oder Wärmemelder angebracht werden. Bei Holztreppenhäusern ist das noch wichtiger, da das Brandpotenzial erheblich höher ist. Die Sicherheit kann gesteigert werden, wenn z. B. die Unterseite eines Holz – Treppenhauses, einer Gargae oder eines Carports mit Gipskarton verkleidet oder mit einem Holzbrandschutz-Lack behandelt wird.

Am Ende eines Treppenhauses ist meist ein Dachboden. Zu einem ausgebauten Dachboden führt meist nur eine Holztreppe mit nur einem Fluchtweg. Auch auf einem Dachboden sollte eine elektrische Beleuchtung vorhanden sein. Ein Lager oder ein Abstellraum bieten Platz für unnötiges Brandpotenzial. Der Dachboden sollte genau wie ein Kellerrum mit einer FH Tür zu schließen sein.

Eine Tür hat nicht nur die Aufgabe der sichtbaren Trennung einer Etage, einer Wohnung oder eines Kellerraumes. Eine geschlossene Tür begrenzt auch die Luftzufuhr bei einem Brand und/ oder sie verhindert, dass sich bei einem Brand der Ruß und die heiße Luft ungehindert ausbreitet. Rauchschutztüren und Feuerschutztüren bieten eine Erhöhung der Sicherheit, teilweise kombiniert mit Einbruchschutz und Brandschutz.

Brandschutz bei der Elektrik

Vorsorge bietet Schutz. Wichtig bei der Prüfung der Elektroanlage ist neben einer Sichtprüfung des Stromverteilungskastens z. B. auch die Anzahl der Steckdosen sowie der letzte durchgeführte E – Check.

Es gibt aber leider keine gesetzlichen Regelungen, die zur Überprüfung der E-Anlage oder elektrischer Geräte in privaten Haushalten verpflichten. Es steht aber einer regelmäßigen oder gelegentlichen, freiwilligen Überprüfung der E-Anlage und E-Geräte nichts im Wege. Diese darf aber dann nur durch einen Elektrofachmann ausgeführt werden.

Brandschutz an Feuerstellen

Sinnvoll erscheint es ebenfalls mit dem Schornsteinfeger oder Heizungsbauer vor dem Kauf einer Immobilie eine “Kellerbesichtigung” durchzuführen. Diese sollte sich aber nicht nur auf Schimmelbefall im Mauerwerk konzentrieren, sondern auch auf den Zustand der Ölheizung bzw. Zentralheizung. Gibt es keine Zentralheizung, schauen sie sich den Zimmerofen oder Kaminofen an und fragen sie den zuständigen Schornsteinfeger nach dem Ergebnis der letzten Überprüfung.
Schauen Sie auch mal in den Schornstein, denn dort können sie auch Informationen zur Qualität der Verbrennung vorfinden (z.B. Glanzruß). Asche aus einem Kamin oder auch einem Grill gehört immer in einen Metalleimer und sollte vor der weiteren Entsorgung mindestens 24 Stunden abgekühlt werden. Achtung: Sollten sie einen Bio-Ethanol-Kamin in der Wohnung vorfinden, beachten sie unbedingt die Gebrauchsanweisung, bzw. die Sicherheitsbestimmungen.

Haben sie (hoffentlich) einen Feuerlöscher in ihrer Wohnung, sollten sie nicht nur die Bedienung kennen, sondern er sollte auch regelmäßig (ca. alle zwei Jahre) überprüft werden.

Brandschutz in der Garage

...hier standen bis nach dem Grillen drei Mülltonnen

...hier standen bis nach dem Grillen drei Mülltonnen. Photo: Brand-feuer.de

Auch in einer Garage kann man Rauchwarnmelder oder sogar eine Funk-Rauchmelder mit Zentrale einbauen. Diese Technik ermöglicht vernetzten Einbruchschutz und Brandschutz. Sollten sich vor der Garage oder in der Zufahrt Hydranten oder Hinweisschilder zu Straßeneinbauten befinden, sollte diese Bereiche nicht als Parkplatz genutzt werden.

Brandschutz auf dem Müllabstellplatz

Der Standort zum Abstellen eines Mülleimers sollte gut gewählt sein. Unter einem Carport oder direkt nah am Gebäude ist es sehr gefährlich. Mülleimer aus Plastik brennen oft und Gebäude in der Nähe brennen dann mit ab. Mülltonnen, Mülleimer oder Sperrmüll gehören nicht an oder unter ein Gebäude.

Schutz gegen Brandstiftung

Ein guter Schutz gegen Einbruch kann auch ein guter Schutz gegen Brandstiftung sein. Einbruchschutz ist kompatibel mit dem Brandschutz. Aber auch eine gute Hausgemeinschaft / Nachbarschaft erhöht die Sicherheit: Ein verschließen von Hauseingangstüren, Keller- und Dachbodentüren und Garagen erschwert nicht nur die Arbeit von Einbrechern, sondern auch die von Brandstiftern. Die Türen eines Notausganges oder Fluchtweges sollten ständig geschlossen – aber niemals verschlossen sein.

Dieser Gastbeitrag wurde Rainer Schwarz und Jörg Cicha geschrieben. Auf ihrer Webseite www.Brand-Feuer.de veröffentlichen sie regemäßig Beiträge zum Thema Brandschutz.

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