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Abdichtung: Was ist eine Horizontalsperre?

Geschrieben von Martin am Freitag, 2 Januar 2009 2 Lesermeinungen

Die Horizontalsperre im Fundamentbereich eines Hauses hält aufsteigende Feuchtigkeit vom Mauerwerk fern. Sie ist für alle Häuser Pflicht, leider nicht immer dicht. Aber: Horizontalsperren lassen sich nachträglich einrichten.
Die horizontale Abdichtung eines Hauses nennt man Horizontalsperre. Sie befindet sich im Fundamentbereich des Gebäudes. Ist sie fachgerecht angelegt worden und unbeschädigt, hindert sie im Zusammenspiel mit der vertikalen Abdichtung Feuchtigkeit am Eindringen in das Mauerwerk. Diese Feuchtigkeit ist in der Regel Regenwasser, das dicht an der Hauswand entlang im Erdreich versickert und sich in der Nähe des Fundaments sammelt. Ohne Horizontalsperre würde es in das Mauerwerk gelangen und begünstigt durch dessen Kapillarwirkung aufsteigen – mit teilweise schlimmen Folgen für Haus und Bewohner.

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Horizontalsperre: Schlemmschicht und Bitumenbahn

Ob Schlemmschicht oder Bitumenbahn – dicht müssen beide sein. – Vor noch nicht allzu langer Zeit galt ein feuchter Keller als Muss, damit der Rest des Gebäudes trocken bliebe. Außerdem war der Keller Lagerstätte für Kartoffeln und sonstige Früchte. Nass-kaltes Klima war also erwünscht. Heute wissen wir: Feuchte Keller und Wände sind in höchstem Maße ungesund für den Menschen und auf Dauer tödlich für die Bausubstanz. Darum ist eine vertikale und horizontale Abdichtung des Hauses Pflicht.
Die Bitumenbahn
Eine gängige Methode für die horizontale Abdichtung ist eine Bitumenbahn unter und auf der ersten Steinreihe. Diese Bitumenbahn hat Stöße und/oder Überlappungen. Eine fachgerechte Arbeitsausführung schreibt vor, die Stöße und/oder Überlappungen mit Kaltkleber zu verschließen. Selbst bei absolut normgerechter Ausführung kann die Bitumenbahn leicht unbemerkt beschädigt werden. Ein kleiner Riss, eine nicht verschlossene Überlappung reichen der Feuchtigkeit, um einzudringen.

Die Schlemmschicht

Etwas aufwändiger ist die Abdichtung mit einer sogenannten Schlemmschicht. Die erste Steinreihe wird in ein Bett aus speziellem wasserundurchlässigem Mörtel gelegt. Auf diese Steinreihe kommt erneut der Spezialmörtel, der alle Fugen und Poren der Steine verschließen soll. Erst danach kann die nächste Steinreihe gesetzt werden. Doch auch diese eigentlich sehr sichere Methode kann zum Beispiel durch Risse Lücken hinterlassen, durch die das Wasser später eindringt.

Spezial-Tipp

Es gibt eine dritte sehr natürliche Methode der Mauerwerksabdichtung auf der Basis von mineralisiertem Ton. Der wird um das Fundament herum direkt am Mauerwerk Schicht für Schicht aufgetragen und verdichtet. Dringt nun Feuchtigkeit in diesen Ton, nimmt er sie auf, verhärtet und verdichtet sich zu einer absolut undurchlässigen Schutzhülle. Der mineralisierte Ton ist sowohl für die vertikale als auch für die horizontale Abdichtung geeignet. Vertikal kann er auch nachträglich eingebracht werden.

Nachträgliche Horizontalsperre

“Ohne Eingriff in die Statik des Hauses”

Ob durch nicht fachgerechte Arbeitsausführung oder unbeabsichtigte Beschädigungen oder aufgrund des Faktors Zeit – die horizontale Abdichtung eines Hauses kann undicht werden und aufsteigender Feuchtigkeit den Weg in das Mauerwerk weitgehend freigeben. Dagegen lässt sich mit einer nachträglichen horizontalen Sperre etwas unternehmen – auch ohne Eingriff in die Statik des Hauses, ohne viel Lärm und Schmutz, umweltfreundlich und mit nachhaltiger Wirkung. Das Problem: Oft werden eindeutige Hinweise auf eine undichte Horizontalsperre einfach ignoriert.

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  • Heinz Wolke sagt:

    Hatte vor 3 Jahren mein Haus trockenlegen lassen. Leider nach dem Mauersägeverfahren. Kann ich niemanden weiterempfehlen, da wir heute Risse in den Wänden sehen die immer schlimmer mit der Zeit wurden. Schade, dass es den Ratgeber nicht schon fruher gab ;)

  • Martin sagt:

    Guten Abend Heinz. Wir versuchen unser Bestes. Auch in Zukunft. Beehren Sie uns bald wieder!

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