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So sanieren Sie Ihr Fachwerkhaus behutsam

Geschrieben von Phil am Montag, 20 Juli 2009 Ihre Lesermeinung

Wer bei der Sanierung seines Fachwerkhauses Fehler macht, bekommt das Resultat unter Umständen sehr schnell: Fäulnis und Pilze, die das Holz zerstören. So weit muss es nicht kommen. Lesen Sie nun, wie Sie Ihr Fachwerkhaus behutsam sanieren können und wie Ihnen der Staat entgegenkommt.

Manche Experten behaupten, in den letzten Jahrzehnten seien mehr Fachwerkhäuser zerstört worden als in den Jahrhunderten zuvor durch Feuer oder Krieg. Als Ursache nennen sie mangelhafte Sanierungen. Mit dieser Meinung könnten sie sogar recht haben. Beim Sanieren und Modernisieren von Fachwerkhäusern kann man nämlich einiges falsch machen. Denn unsere Vorfahren haben die Häuser nach anderen Standards gebaut, als wir sie heute kennen. Die Energieeinspar-Verordnung gab es damals noch nicht, ebenso wenig die ausgeklügelten Dämmverfahren der heutigen Zeit. Und aus einem alten Fachwerkhaus lässt sich eben nicht einfach so ein energiesparendes Passivhaus machen.
Lesen Sie jetzt, was Sie bei der Sanierung Ihres Fachwerkhauses beachten sollten:

Dämmung

Moderne Häuser sind stark gedämmt, damit sie möglichst wenig Wärme nach draußen lassen und der Heizbedarf gering ist. Bei alten Fachwerkhäusern sieht das anders aus. Die Konstruktion hat sich zwar über Jahrhunderte bewährt, aber sie hat auch ihre Nachteile: Die Wände sind in der Regel nie ganz dicht, sondern meist von Rissen durchzogen, weil das Holz und die übrigen Materialien wie Stein oder Putz arbeiten.
Wer das Fachwerkhaus nun dämmen will, hat zwei Möglichkeiten: von außen oder von innen. Da von außen in der Regel das Fachwerk sichtbar bleiben soll, weil es zum Beispiel der Denkmalschutz so will und nur so der Charakter des Hauses erhalten bleibt, gibt es nur die Möglichkeit der Innendämmung. Doch die hat Ihre Haken.

  • Der Taupunkt verschiebt sich.
  • Beil falscher Ausführung mit falschem Material können die Wände nicht mehr abtrocknen.
  • Folgschäden, wie Schimmel, Pilze, Fäulnis, Insektenbefall etc. sind möglich.
  • Sie verringern die Wohnfläche.

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Foto: René Ehrhardt

Unser Tipp:
Verwenden Sie für die Innendämmung keine Kunststoffe oder Mineralfaser. Achten Sie auf die Feuchtigkeitsdurchlässigkeit, sprich die Diffusionsoffenheit des Dämmstoffes. Holz-faserplatten, Hanfplatten und andere natürliche Dämmstoffe helfen – möglichst in Kombination mit Lehmputz an den Innenwänden.

Hinweis:
Dieser Ratgeber bezieht sich auf den Erhalt des Fachwerkhauses in seiner ursprünglichen Substanz, seiner Erscheinung und seines Charakters. Natürlich können auch Fachwerkhäuser gemäß aktueller EnEV saniert werden. Moderne Fachwerke unterbieten sogar die Vorgaben der Verordnung.

Konstruktiver Holzschutz

Hilfreich sind außerdem überstehende Dächer an der Giebelseite

Wenn Holz mehr als 20 Prozent Feuchtigkeit enthält, kann es zum Reservoir für zerstörerische Pilze werden, die das Holz zersetzen. Hinzu kommen Insekten, die ihre Eier im Holz ablegen. Wer ein Fachwerk übernimmt, sollte genau prüfen, ob bereits derartige Schäden vorliegen. Die Schädlinge müssten dann zum Beispiel durch den Einsatz von Bioziden vernichtet werden.
Grundsätzlich empfiehlt sich ein konstruktiver Holzschutz. Das heißt: An der Wetterseite sollte man lieber darauf verzichten, das Fachwerk offen zu zeigen und sie stattdessen etwa durch Ziegel schützen. Hilfreich sind außerdem überstehende Dächer an der Giebelseite.

Noch ein paar Tipps:

  • Sorgen Sie dafür, das Regenwasser immer schnell abfließen kann. Das Fachwerk darf keiner Staunässe ausgesetzt sein, was in der Regel für jedes gesunde Mauerwerk gilt.
  • Bei Fachwerkhäusern, die unter Denkmalschutz stehen, gibt es Steuererleichterungen.
  • In einigen Fällen können Sie sich als Besitzer eines Fachwerkhauses von den strengen Vorgaben der EnergieEinsparVerordnung (EnEV) teilweise oder ganz befreien lassen. Oft reicht es zum Beispiel, eine umweltfreundliche Heizanlage einzubauen.

Weitere nützliche Ratgeber:
Bauen mit Holz

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