Sanierputz: Wann und wie muss er erneuert werden? Teil 2
Sanierputz ist eine unterstützende Maßnahme im Kampf gegen Feuchtigkeit und Nässe im Mauerwerk. Doch dieser spezielle Putz sollte fachgerecht verwendet und verarbeitet werden. Andernfalls kann er schnell an seine Grenzen stoßen, dann nämlich, wenn man Sanierputz als Opferputz einsetzt. Lesen Sie nun Teil 2 unseres Ratgebers „Wann und wie muss Sanierputz erneuert werden?”
Sanierputz richtig anwenden.
Sanierputz nimmt Feuchtigkeit und Salze aus dem Mauerwerk auf. Das kann er unter Umständen sehr lange tun. Experten sprechen hier von mindestens sieben Jahren Standzeit. Währenddessen lagert dieser Putz bis zu fünf Kilogramm Salzkristalle pro Quadratmeter dauerhaft ein. Aber: Der Durchfeuchtungsgrad des Mauerwerks und der Grund für die Feuchtigkeit sind entscheidend für die Lebenszeit des Sanierputzes. Eine zu hohe und dauerhafte Belastung mit Feuchtigkeit bedeutet zugleich eine hohe Belastung mit Salzen, die von der Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk getragen werden. Je mehr der Sanierputz aufnehmen muss, desto eher gelangt er an seine Kapazitätsgrenze. Hat er die erreicht, wird es höchste Zeit zu handeln. Der Grund: Sanierputz baut im Sättigungszustand eine Art Sperrschicht auf. Salze bilden sich in einer Schicht unmittelbar unter dem Sanierputz, aber noch im Mauerwerk aus und wirken auf Dauer zerstörerisch.
Sanierputz wie normalen Putz behandeln
Wenn Sie Sanierputz erneuern wollen, stellen Sie vorab die Frage: Muss es Sanierputz sein. Dazu haben wir im ersten Teil dieses Ratgebers bereits Stellung bezogen. Grundsätzlich gilt: Erst die Ursache beheben, dann geduldig sein, dann Sanierputz auf die Wand. Das ist dann eine langfristige Lösung.
Eigentlich wird Sanierputz wie ganz normaler verarbeitet. Dennoch: Ein paar Unterschiede gibt es:
- Hacken Sie den übersättigten Sanierputz großflächig um die betroffene Stelle herum ab. Reinigen Sie das Mauerwerk, und entfernen Sie Überreste von Mörtel, Putz, Farbe und anderen Stoffen. Auch Salzkristalle sollten Sie entfernen. Bröckelnde Fugen sollten Sie auch entfernen und gegebenenfalls erneuern.
- Bevor Sie den Putz aufbringen, lassen Sie von einem Experten den Grad der Durchfeuchtung und die Ursache feststellen. An diesem Ergebnis sollten Sie die weiteren Schritte festmachen.
- Verarbeitet wird der Sanierputz nach den Angaben der jeweiligen Hersteller. Beachten Sie aber: Dieser Putz soll nicht nur Feuchtigkeit und Salze aus dem Mauerwerk aufnehmen. Er soll auch keine Feuchtigkeit in die Wand eindringen lassen. Sobald Sanierputz abbindet, hat er bereits seine wasserabweisende Eigenschaft. Wollen Sie mehrlagig arbeiten, müssen Sie diese Eigenschaft brechen. Dafür empfehlen die Hersteller entsprechende Mittel.
Wenn Sie mehr zu und über Sanierputz wissen wollen, empfehlen wir Ihnen die Lektüre unserer weiteren Ratgebern dieses Bereiches. Sie beleuchten das Thema ausführlich und von verschiedenen Seiten. Beachten Sie bitte, das Dopplungen von Informationen immer im Kontext des jeweiligen Textes zu sehen sind.
Weitere nützliche Ratgeber:
- Sanierputz im Keller
- Sanierputz und die Salze aus dem Mauerwerk
- Sanierputz: Wirkungsweise des Opferputzes
- Sanierputz: Was ist ein Sperrputz?
- Sanierputz erneuern, Teil 1
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