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Sanierputz: Wann und wie muss er erneuert werden? Teil 1

Geschrieben von Sandra am Samstag, 19 Dezember 2009 Ihre Lesermeinung
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Wird Sanierputz als Opferputz benutzt, gelangt auch dieser spezielle Putz relativ schnell an seine Grenzen. Er ist gesättigt, kann keine Salzkristalle mehr einlagern und auch kein Wasser verdunsten. Die Folgen für das Mauerwerk darunter können langfristig schlimm werden. Lesen Sie nun, wann Sanierputz an seine Grenzen stößt, wie Sie das erkennen können und was Sie dann tun sollten.

Sanierputz: Opferputz oder nachhaltige Wandgestaltung?

Was soll der Sanierputz an Ihrer von Feuchtigkeit belasteten Wand leisten? Diese Frage sollten Sie ganz zu Beginn stellen, denn sie hat grundlegenden Einfluss auf die später auflaufenden Maßnahmen und Kosten. Zu empfehlen ist die Anwendung des Putzes als nachhaltiges gestaltendes Element für Ihre Wand. Das heißt: Sie haben alle Ursachen für die Durchfeuchtung beseitigt, die Wände bereits etwas abtrocknen lassen und wollen nun mit Sanierputz als abschließende Maßnahme nachhelfen und das Mauerwerk langfristig schützen. Das wird auf Dauer die günstigere Variante sein. Die Betonung liegt dabei auf Dauer, also langfristig Jahre voraus gedacht.

sanierputzerneuerung

Photo: iStockphoto.com/AlexMax

Die andere Variante setzt den Sanierputz als sogenannten Opferputz ein. Das heißt: Sie haben die Ursachen für die Feuchtigkeit im Mauerwerk eventuell beseitigt (Betonung auf eventuell) und bringen sofort den Sanierputz auf die noch durchfeuchteten Mauern auf. Seriöse Spezialisten werden Ihnen unter Umständen von dieser Vorgehensweise abraten. Der Grund: Auch Sanierputz kann nur eine bestimmte Menge an Salzkristallen einlagern und Wasser verdunsten. Abhängig vom Durchfeuchtungsgrad der Wände kann dieser Zustand schon nach wenigen Monaten erreicht sein.

Woran erkennen Sie die Sättigung von Sanierputz?

Sanierputz nimmt mit der Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk auch Salze auf.

Sanierputz nimmt mit der Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk auch Salze auf.Sie kristallisieren im Zuge der Verdunstung des Wassers. DieseDiffusion soll bereits im Putz selber stattfinden, was auch das Einlagern der Salzkristalle erklärt. Aufgrund seiner großporigen Struktur kann Sanierputz eine große Menge an Salzkristallen aufnehmen und speichern. Dies aber sollte er über mehrere Jahre hinweg tun. Tragen Sie Sanierputz auf eine vollständig durchfeuchtete Wand auf, kann der Sättigungszustand bereits nach wenigen Monaten erreicht sein. Das heißt: Der Sanierputz lagert Salzkristalle nicht mehr ein und verdunstet auch kein Wasser mehr. Beides passiert dann nur noch bedingt an der Oberfläche des Putzes. Bedingt deswegen, weil der Putz im Zustand der Sättigung eine Art Sperrschicht aufbaut, also kaum noch Wasser transportiert. Seine vergleichsweise großen Luftporen sind sozusagen verstopft. Salzkristalle aber haben die Eigenschaft, Feuchtigkeit zu ziehen. Ein fataler Kreislauf: Der Putz transportiert nur bedingt Feuchtigkeit ab, wird aber selber immer nässer. Die Salze können nicht mehr eingelagert werden, verbleiben also zu einem Großteil im Mauerwerk. Sie zerstören also sowohl den Putz als auch das Mauerwerk.

Sie erkennen den gesättigten Putz an Salzausblühungen an der Oberfläche. Denn die Salze, die er transportiert, gelangen exakt dort hin. Sie erinnern Sich: Eine Diffusion im Putz findet nicht mehr statt. Andere Merkmale sind:

  • Zerbröseln aufgebrachter Farben.
  • Drastisch schlechter werdendes Raumklima (Raumluftfeuchtigkeit steigt).
  • Abplatzen des Putzes.
  • Eventuell Schimmelbildung bei mangelhaftem Luftaustausch.
  • Verfärbungen im Putz selber.

Wissenswert: Salzkristalle blühen sehr fein aus. Sie haben keine groben Strukturen, wie sie zum Beispiel bei sogenannten Salpeterausblühungen zu erkennen sind (auch nur vergleichsweise). Salzkristalle bilden einen feinen Film auf der Oberfläche. Verwechseln Sie niemals Salze mit Salpeter. Letzterer hat differenzierte Ursachen und kommt nur noch vereinzelt vor.

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