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Sanierputz und die Salze im Mauerwerk

Geschrieben von Sandra am Dienstag, 15 Dezember 2009 Ihre Lesermeinung
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Woher kommen die Salze im Mauerwerk? Und wie verhalten sie sich? Antworten auf diese Fragen sollte man vor einer Sanierung feuchten Mauerwerks finden. Sie sind nämlich ausschlaggebend für den Erfolg der Maßnahme, die sehr oft mit dem Einsatz von Sanierputz einhergeht. Hauptaufgabe: Salze aufnehmen und einlagern. Geht das in jedem Fall?

Sanierputz – Horizontale und vertikale Sperren reichen nicht in jedem Fall.

Feuchte Wände werden in der Regel mit einer nachträglichen horizontalen und vertikalen Sperre saniert. Das ist richtig aber oft nicht ausreichend. Denn es gibt verschiedene Arten von Feuchtigkeit, die das Mauerwerk belasten können. Besonders im Bereich der Grundmauern liegen vorwiegend zwei Arten an: die aus dem Erdreich oder als Spritzwasser in das Mauerwerk eindringende Feuchtigkeit und die Luftfeuchtigkeit. Je nach Beschaffenheit des Mauerwerks und je nach Baustoff nehmen die Wände diese Feuchtigkeit auf. Abhängig von der Intensität und Dauer der Belastung werden Salze aus dem Erdreich mit der Feuchtigkeit in das Mauerwerk gebracht. Diese Salze binden Feuchtigkeit. Und das heißt: Die Wand kann nach einer Abdichtung nur schwer auf „natürlichem“ Wege abtrocknen.

salze

Photo: iStockphoto.com/macida

Die zweite Art von Salzen stammt aus dem Mauerwerk selber. Sie werden von der Feuchtigkeit gelöst und herausgespült. Besonders hoch ist die Salzkonzentration dort, wo die Feuchtigkeit verdunstet, also unmittelbar auf der Oberfläche, denn erst dort beginnt bei gewöhnlichem Mauerwerk die Verdunstung. Übrigens: In Mörtelfugen herrscht in der Regel eine höhere Salzkonzentration vor als im Gestein selber.

Fazit: Oft reichen eine Horizontalsperre und eine Vertikalsperre nicht aus, um das Mauerwerk abzutrocknen. An dieser Stelle setzt Sanierputz mit seiner Wirkungsweise ein.

Salze von der Oberfläche wegnehmen.

Feuchtes Mauerwerk blüht Salze aus, wenn die Feuchtigkeit an der Oberfläche des Mauerwerks verdunstet. Doch diese Sache hat einen Haken: Salze binden Feuchtigkeit. Das bedeutet: Das Mauerwerk ist eigenständig gar nicht in der Lage, vollständig abzutrocknen. Es braucht sozusagen Schützenhilfe. Und die bekommt es vom Sanierputz. Der soll nämlich die Salzkristalle von der Oberfläche des Mauerwerks fern halten, sie dauerhaft in seiner eigenen Substanz einlagern, um damit dem Mauerwerk die Chance zu geben, abzutrocknen. Gleichzeitig kann er Wasser bis zu einem gewissen Grad aufnehmen und es bereits auf dem Weg an die Oberfläche verdunsten.

Achtung: Auch Sanierputz kann nicht unendlich viele Salze einlagern und Unmengen an Wasser aufnehmen und verdunsten. Darum ist es wichtig, dem Mauerwerk vor Auftragen des Sanierputzes etwas Zeit zu geben.

Sanierputz hält Luftfeuchtigkeit fern

Die zweite große Ursache für Feuchtigkeit im Mauerwerk ist die Luftfeuchtigkeit im Bereich der Grundmauern eines Hauses. Werte jenseits der 70 Prozent sind Gift für die Wände, zumal die aufgenommene Feuchtigkeit bei intakten Sperren und normalen Bodenverhältnissen nicht nach außen transportiert werden kann. Das heißt: Das Mauerwerk muss diese Feuchtigkeit aufnehmen und bei Gelegenheit wieder nach innen abgeben. Ein echtes Problem wenn es sich um Keller handelt. Auch hier soll der Sanierputz helfen. Er kann nämlich nicht nur Wasser verdunsten, er weist es ab. Damit kann Luftfeuchtigkeit nicht mehr an der Mauerwerk selber gelangen.

Wichtig:

Die Diffusion von Feuchtigkeit findet bei Sanierputz nur in eine Richtung statt.

Die Diffusion von Feuchtigkeit findet bei Sanierputz nur in eine Richtung statt. Das heißt: Dieser Putz nimmt nicht, wie es den meisten anderen Putzen nachgesagt wird, Feuchtigkeit aus der Luft auf, um sie später wieder freizusetzen. Es ist also am Menschen, hier regulierend einzugreifen und die relative Luftfeuchtigkeit in den betreffenden Räumen möglichst nicht über 50 Prozent steigen zu lassen. Das heißt: Lüften!

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