Sanierputz – Teil 9: Weitere Werte im Überblick
Sanierputze sollen feuchten Wänden nicht nur ein ordentliches Gesicht geben. Sie sollen zudem gleich mehrere Aufgaben erfüllen: Salz einlagern, Feuchtigkeit aus der Wand aufnehmen und verdunsten und Feuchtigkeit von der Wand fernhalten. Das kann nicht jeder Putz, denn dafür bedarf es einiger spezieller Eigenschaften. Im Ratgeber Teil 3 haben wir Ihnen ein paar dieser Merkmale genannt. Lesen Sie nun, worauf es noch ankommt.
Sanierputz ohne Lösungsmittel

Putz anrühren - Photo: iStockphoto.com/hillwoman2
Ein ganz wichtiger Aspekt: Was im Bereich der Mauerwerkstrockenlegung durch Niederdruck-Injektion konsequent betrieben wird, trifft auch für guten Sanierputz zu: Er kommt ohne Lösungsmittel aus. Die Gefahr bei Lösungsmitteln: Sie dünsten auch Jahre nach Beendigung der Arbeiten noch aus.
Sanierputz und seine Wärmeleitfähigkeit
Wasser leitet Wärme ab, speichert sie aber nicht. Damit hätte Sanierputz, der richtig funktioniert ein temporäres Problem: Er transportiert sozusagen Wasser aus der Wand ab. Demnach dürfte er energetisch eigentlich einen erschreckenden Wert haben. Der Clou ist die Porosität des Sanierputzes. Sie wirkt wie eine Dämmschicht.
Brandverhalten
Jeder Baustoff, der in Deutschland zugelassen wird, muss vorab auf sein Brandverhalten untersucht werden. Geprüft wird die Zeitspanne, die ein Baustoff einem Feuer widerstehen kann, bevor die Integrität des Baustoffe zerstört ist. Anders gefragt: Wie schnell fressen sich die Flammen durch den Baustoff. Nach DIN 1402 sollte Sanierputz eigentlich unbrennbar sein.
Salzresistenz
Dieser Wert beschreibt eine Kernaufgabe des Sanierputzes. Er soll Salze aus dem Mauerwerk einlagern, vornehmlich jene Salze, die aus dem Fugenmörtel austreten, als aggressive Stoffe, denen ein Mauerwerk nicht auf Dauer widerstehen kann. Der Sanierputz aber muss gegen solche Salze resistent sein.
Hinweis: Die Salzresistenz hat nichts mit der möglichen Sättigung des Sanierputzes mit Salzen zu tun. Das passiert, wenn das Luftporensystem nicht ausreicht oder der Putz dem Grad der Mauerdurchfeuchtung nicht angepasst worden ist. In solchen Fällen tritt das Salz an der Wandoberfläche aus, und der Putz sollte erneuert werden. Diese Tatsache könnte auch ein Hinweis darauf sein, dass die Ursache für den Feuchtigkeitsbefall nicht behoben worden ist.
Dauerhaftigkeit
Sanierputz sollte trotz feuchter Wände haften und nicht wieder abplatzen. Er sollte über Jahre hinweg für ein sauberes Wandbild sorgen. Experten sprechen von mindestens zehn Jahren. Das ist mit Dauerhaftigkeit gemeint.
Hydrophobierende Additive
Sanierputz enthält in der Regel sogenannte hydrophobierende Additive. Vereinfacht bedeutet das: Der Putz wird imprägniert, was einer Verringerung der Wasseraufnahmefähigkeit nach sich zieht. Der Wasserbenetzungswinkel und die Steighöhe in den Kapillaren werden so verändert, dass sich nur eine Art Film entwickeln kann. Diese Eigenschaft braucht der Putz, um Wasser vom Mauerwerk fern zu halten.
Lesen Sie dazu auch diese Ratgeber:
- Sanierputz: Einführung in das Thema
- Sanierputz: Das WTA-Merkblatt 2-9-04
- Sanierputz: Begriffserklärungen
- Sanierputz: Auf die richtige Zusammensetzung kommt es an.
- Sanierputz: Wie lange hält er?
- Sanierputz: Was müssen Sie beachten?
- Sanierputz: Wann sollten Sie ihn einsetzen?
- Sanierputz und Problemzonen
- Sanierputz für den Inneneinsatz
- Sanierputz für den Außeneinsatz
Gratis Abonnement
Wenn Ihnen der Beitrag gefallen hat, warum abonnieren Sie dann nicht Hausbau-Ratgeber.de gratis? Sobald ein neuer Beitrag zum Thema veröffentlicht wird, erhalten Sie ihn als Erstes! Erfahren Sie mehr über unsere unverbindlichen und kostenlosen Abonnements oder abonnieren Sie gleich hier kostenlos unserenNewsletter mit Ratgebertipps
Sie können sich jederzeit wieder abmelden und Ihre E-Mailadresse wird nicht weitergegeben!
Um diesen Beitrag zu speichern, können Sie auch ein Lesezeichen hinzufügen bei:





