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Sanierputz - Teil 8: Sanierputz und Problemzonen

Geschrieben von Sandra Dienstag, 8 Dezember 2009 Ihre Lesermeinung

Sanierputz und Problemzonen: Welche Bereiche sind hier gemeint? Was sollten Sie im „Problemfall“ beachten? Lesen Sie nun unseren Ratgeber zum Sanierputz, der in baulichen Problemzonen eingesetzt wird.

Sanierputz in Problemzonen, gibt es die überhaupt?

keller-putz

Putz im Keller

Ja, es gibt ein paar ganz typische Problemzonen, in denen Sanierputz eingesetzt wird. Dabei sind diese Bereiche aber nicht einmal nur baulich bedingt. Allein die Nutzung eines Objektes oder eines Raumes kann dessen Wände bereits zur Problemzone machen. Aber Vorsicht: Sanierputz vorbeugend drauf, und das Problem ist erledigt … In der Folge nun ein paar einführende Beispiele für Bereiche, die auch den Sanierputz durchaus vor ein Problem stellen können.

Foto: Claus Rebler

Kellerräume

Der Keller ist eine ganz typische Problemzone. Nicht nur sogenanntes „Schwitzen“ sorgt für Feuchtigkeit. Auch die vertikale und horizontale Abdichtung wird mit der Zeit oft undicht oder fehlt ganz. Sehr alte Häuser verfügen in der Regel nicht über eine Horizontale Sperre. Abgesehen davon geben Experten einer Horizontalsperre in Form einer Bitumenbahn rund 40 Jahre Lebensdauer. Danach wird das Material spröde und wasserdurchlässig. Die Vertikalsperre besteht bei älteren Häusern aus einer ganz einfachen Schwarzschicht, wenn überhaupt. Diese Schicht kann sehr leicht beschädigt und damit wasserdurchlässig werden. Der Haken bei einer Kellersanierung: Sie müssen die Ursache für die Feuchtigkeit finden und abstellen, bevor Sie weitere Sanierungsschritte einleiten. Und: Sie müssen die besonderen physikalischen Bedingungen, die im Keller nun mal gegeben sind, beachten. Andernfalls schleichen sich leicht Fehler ein, deren Wirkung nach ein paar Jahren deutlich sichtbar werden.

Unabhängig von möglicherweise fehlenden oder durchlässigen Abdichtungen gibt es im Keller oft ein Grundproblem: schlecht durchlüftete Räume mit hohem Aufkommen von Kondenswasser. Hier wird Sanierputz als einzige Maßnahme an seine Grenzen stoßen.
Lesen Sie dazu bitte den Ratgeber: Sanierputz im Keller (

Drückendes Wasser im Kellerbereich

Ein klassisches Beispiel für die falsche Anwendung und Überforderung von Sanierputz ist der Einsatz gegen drückendes Wasser im Kellerbereich. Wer hier Abhilfe schaffen will, muss zunächst dafür sorgen, dass das Wasser nicht mehr an das Mauerwerk gelangen kann, das heißt: vertikal und bei Bedarf auch horizontal abdichten, und zwar sehr gründlich und sorgfältig. Dann gilt es abzuwarten, und erst, wenn das Mauerwerk ein Stück weit abgetrocknet ist, lohnt sich das Aufbringen von Sanierputz.

Hanglangen, Niveauunterschiede

Häuser in Hanglage mit Keller gebaut können ein echtes Wasserproblem bekommen, denn: Wasser hat die Eigenschaft, sich immer den bequemsten und möglicht direktesten Weg zu bahnen, und zwar abwärts. In der Regel sind diese Häuser besonders gut abgedichtet. Dennoch: Kommt es zu Feuchtigkeitsproblemen, kann Sanierputz alleine kaum etwas ausrichten.

Dichte Drainage

Eine Drainage soll Sickerwasser auffangen und kontrolliert abführen. Soweit der Plan. Fakt ist: Drainagen ziehen Wasser an und müssen von Zeit zu Zeit gespült werden. Setzt sich die Drainage zu, oder liegt sie zu nah am Mauerwerk, kann das zu Feuchtigkeitsproblemen führen. Auch hier sollte man nicht alleine auf Sanierputz setzen.

Es gibt weitere Fälle, in denen Sanierputz an seine Grenzen gerät. Darum gilt: Konsultieren Sie im Zweifel immer einen Experten, bevor Sie selber Hand anlegen.

Übrigens: Falsch angewandeter oder aufgetragener Sanierputz kann Schäden an der Bausubstanz noch verstärken. In der Regel wird man Fehler erst nach ein paar Jahren erkennen.

Lesen Sie dazu auch diese Ratgeber:

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