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Sanierputz Teil 7: Sanierputz: Wann sollten Sie Ihn einsetzen?

Geschrieben von Sandra am Dienstag, 8 Dezember 2009 Ihre Lesermeinung

Feuchte Wände behandelt man unter anderem auch mit Sanierputz, wenn vorher die Ursache für die Durchfeuchtung behoben ist. Er nimmt Salzkristalle und Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk auf. Aber: Nicht in jedem Fall ist er die richtige Wahl. Lesen Sie nun, wann Sie Sanierputz einsetzen sollten.

Vor dem Sanierputz steht die Trockenlegung.

Sanierputz stellt eine begleitende Maßnahme gegen Feuchtigkeit im Mauerwerk dar. Das heißt aber nicht, dass Sanierputz in der Lage ist, eine Wand vollkommen von Feuchtigkeit zu befreien. Das kann er rein physikalisch nicht. Denn mit der Feuchtigkeit treten in der Regel Salzkristalle aus, die der Sanierputz aufgrund seiner Großporigkeit einlagert. Es liegt in der Natur der Dinge, dass diese Aufnahmefähigkeit irgendwann ausgeschöpft ist. Experten sprechen von einer Sättigung. Ist dieser Punkt erreicht, treten auch bei Wänden, die mit Sanierputz behandelt worden sind, Salze an der Oberfläche aus.

Brocken Brick Wall

Photo: iStockphoto.com/magicinfoto


Übrigens: Die Fähigkeit, Salze aus dem Mauerwerk aufzunehmen, hängt zum Beispiel von der Zusammensetzung und der Stärke des Putzes ab. Als Richtwert gilt: Sanierputz nimmt pro Quadratmeter zwischen vier und sechs Kilogramm Salz auf.

Fazit: Vor dem Sanierputz sollte eine Mauerwerkstrockenlegung stehen. Das senkt die Kosten auf Dauer, denn sie müssen den Putz nicht nach einem relativ kurzen Zeitraum wieder entfernen und erneuern.

Wo und wann wenden Sie Sanierputz an?

Grundsätzlich gilt: Dort, wo Wände durch Feuchtigkeit und/oder Salze belastet sind, ist Sanierputz ein adäquates Mittel zur Verhinderung weiterer Schäden. Hier ein paar Einsatzgebiete:

Bauwerkserhaltung

Seine Eigenschaften, Feuchtigkeit vom Mauerwerk – also der eigentlichen Bausubstanz – fern zu halten, kommt der Bauwerkserhaltung entgegen. Ein anderes Stichwort dafür ist auch der Bauwerksschutz. Praktisch können das zum Beispiel Räume sein, die baulich bedingt mit starkem Kondenswasser zu tun haben.

Vertikal drückendes Wasser

Besonders in Gebieten, die vor ihrer Bebauung landwirtschaftlich genutzt worden sind und grundsätzlich als feucht gelten, kann Sanierputz hilfreich sein. Aber Achtung: Soll der Putz eine längerfristigere Lösung sein, müssen Sie weitere Schutz – bzw. Sanierungsmaßnahmen ergreifen, unter Umständen, bevor Sie den Sanierputz auftragen.
Lesen Sie dazu auch unseren Ratgeber: Sanierputz bei vertikal drückendem Wasser. (folgt)

Horizontal aufsteigende Feuchtigkeit

Ein klassisches Problem vornehmlich älterer Häuser ist aus dem Fundamentbereich aufsteigende Feuchtigkeit. Der Grund dafür ist in der Regel eine undichte oder ganz fehlende Horizontalsperre. Anstehendes Wasser kann nahezu ungehindert in das Mauerwerk eindringen und enormen Schaden verursachen. Mit Sanierputz werden Sie das Problem selber nur temporär beheben. Das heißt: Bevor Sie den Putz auftragen, sollten Sie die Ursache lokalisieren, definieren, den Schaden eingrenzen und entsprechende Maßnahmen einleiten. Bei einer undichten oder ganz fehlenden Sperre wird diese nachträglich eingerichtet – zum Beispiel mittels Niederdruckinjektion.

Übrigens: Undichte Horizontalsperren kommen auch bei neueren oder ganz neuen Häusern vor. Entscheidend für Ihre Funktion ist nämlich die exakte Arbeitsausführung während der Bauphase des Hauses. Schon der kleinste Fehler oder eine winzige Unachtsamkeit, der/die zur Beschädigung der Schicht führt, hat Spätfolgen.

Salzschäden

Sanierputz lagert Salze aus der Wand in einer für diese ungefährlichen Ebene ein.

Sanierputz lagert Salze aus der Wand in einer für diese ungefährlichen Ebene ein. Denn gerade Salze zerstören auf Dauer die Integrität des Mauerwerks und damit die Bausubstanz. Salze sind zum Beispiel im Zement der Fugen gebunden. Feuchtigkeit löst sie aus. Im Zuge der Verdunstung entstehen die gefährlichen Salzkristalle, für die sich der Sanierputz regelrecht opfert.

Salzschäden können auch in Gebieten auftreten, die vor der Bebauung landwirtschaftlich stark genutzt worden. Aber Achtung: Verwechseln Sie Salz nicht mit Salpeter. Letzteres ist unschön, aber nicht wirklich gefährlich.

Unser Tipp dazu: Lassen Sie einen Experten die Schadensursache, das Schadensbild und den Schadensumfang ermitteln. So gehen Sie sicher, die richtigen Maßnahmen einzuleiten.

Sanierputz in Grenzfällen

Wer Sanierputz einsetzt, muss sehr sorgfältig arbeiten, damit der Putz am Ende seinen Dienst verrichten kann. Beachten Sie zu diesem Thema bitte auch unseren Ratgeber: Sanierputz und Problemzonen (folgt).

Lesen Sie dazu auch diese Ratgeber:

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