Sanierputz Teil 5: Sanierputz: Wie lange hält er?
Sanierputz leistet Schwerstarbeit: Er lagert Salzkristalle ein, nimmt Wasser aus feuchtem Mauerwerk auf, verdunstet es und blockiert das Eindringen von Feuchtigkeit in das Mauerwerk. Stellt sich die Frage: Wie lange kann der Sanierputz diese Höchstleistung garantieren? Lesen Sie hier die Antwort.
Sanierputz als alleinige Maßnahme gegen Feuchtigkeit.
Grundsätzlich gilt: Sanierputz wird auf mit Salzen und Feuchtigkeit belastetes Mauerwerk aufgetragen, um es eben von diesen Schadstoffen zu befreien. Salzkristalle zerstören auf Dauer die Integrität des Mauerwerks, ein kapitaler Schaden. Der Sanierputz sorgt dafür, dass die Kristalle ihr zerstörerisches Werk in sicherem Abstand vom Mauerwerk vollbringen – also erfolglos. Dabei stellt sich doch die Frage, wie lange der Putz das aushalten kann. Vergleicht man unter gleichen Bedingungen (Feuchtigkeit und Salze) herkömmlichen Putz mit Sanierputz, so wird schnell klar: Sanierputz ist dem herkömmlichen Pendant weit überlegen. Experten geben ihm eine zehnmal längere Lebenszeit gegenüber dem normalen Putz, wenn er als alleinige Maßnahme gegen Feuchtigkeit aufgetragen wird.
Hinweis: Verwenden Sie Sanierputz ohne weitere Maßnahmen gegen Feuchtigkeit im Mauerwerk, kann er unter Umständen zur Opferschicht werden. Das heißt: Er ist rasch übersättigt und kann nicht so wirken, wie Sie es wünschen. Salzkristalle treten an der Oberfläche aus, Feuchtigkeit kann nur noch bedingt verdunstet werden.
Sanierputz und die Horizontalsperre
Damit Sanierputz richtig funktionieren kann, sollte man ihn als zusätzliche Maßnahme im Zuge einer Mauerwerkstrockenlegung betrachten. Beispiel Horizontalabdichtung: Ist die defekt, sollte man zunächst eine nachträgliche Sperre einbringen und dann erst Sanierputz auf die Wand bringen. Er wird, so sagen es Experten, in diesem Fall mindestens so lange leben und funktionieren, wie ein gewöhnlicher Putz auf einer trockenen Wand.
Bitte bedenken Sie aber unbedingt: Tragen Sie Sanierputz nicht unmittelbar nach dem Einbringen einer Horizontalsperre auf die Wand auf. Die sollte bereits etwas abgetrocknet sein.
Auch Sanierputz hat Grenzen
Nicht immer kann Sanierputz das halten, was er vermeintlich verspricht. Das gilt zum Beispiel für die folgenden Fälle:
- Drückendes Wasser im Kellerbereich oder bei Niveauunterschieden im Gelände, die mit Mauerwerk abgestuft sind.
- Nicht oder schlecht belüftete Kellerräume oder Wandflächen, die mit hoher Luftfeuchtigkeit und/oder Kondensation zu kämpfen haben.
Fazit: Die physikalischen Grenzen des Sanierputzes sollten Sie nicht abschrecken, ihn zu nutzen. Neben der Zusammensetzung ist die Verarbeitung des Putzes ein wichtiger Aspekt. Ziehen Sie Sanierputz immer als ergänzende Maßnahme im Zuge einer nachhaltigen Sanierung in Betracht. So ist der Erfolg am ehesten gewährleistet.
Lesen Sie dazu auch diese Ratgeber:
- Sanierputz: Einführung in das Thema
- Sanierputz: Das WTA-Merkblatt 2-9-04
- Sanierputz: Begriffserklärungen
- Sanierputz: Auf die richtige Zusammensetzung kommt es an.
- Sanierputz: Wie lange hält er?
- Sanierputz: Was müssen Sie beachten?
- Sanierputz: Wann sollten Sie ihn einsetzen?
- Sanierputz und Problemzonen
- Sanierputz, weitere Begriffe
- Sanierputz für den Inneneinsatz
- Sanierputz für den Außeneinsatz
- Sanierputz: So machen Sie es richtig. (folgt)
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