Sanierputz Teil 4: Auf die richtige Zusammensetzung kommt es an
Sanierputz soll im Idealfall ein wandgestaltendes Element im Zuge einer Bauwerkssanierung sein, das zugleich klimafördernde Eigenschaften hat. Denn der Sanierputz nimmt Feuchtigkeit und Salzkristalle aus dem Mauerwerk auf. Die Feuchtigkeit verdunstet, die Kristalle bleiben in der Putzschicht. Aber: Ein einfacher Putz ist nicht gleich Sanierputz. Es kommt auf die Zusammensetzung an.
Putz oder Sanierputz?
Im Zuge einer gründlichen Sanierung Ihres Hauses stehen Sie irgendwann vor der Frage, ob Sie einfachen Putz oder doch Sanierputz aufbringen sollen. Dafür sollten Sie wissen, welche Aufgabe diese beide Putze haben:
- Putz stellt sozusagen eine Schutzschicht dar. Im Außenbereich schützt der das Mauerwerk vor Witterungseinflüssen. Er schont also die Bausubstanz. Putz kann Feuchtigkeit bis zu einem gewissen Grad aufnehmen und gibt sie wieder ab. Aber: Diese Feuchtigkeit sollte nach Möglichkeit nicht aus dem Mauerwerk kommen. Im Innenbereich ist der Putz eine Klimaschicht: Er nimmt Luftfeuchtigkeit bis zu einem gewissen Grad auf und verdunstet sie wieder.
- Sanierputz soll der Feuchtigkeit im Mauerwerk den Kampf ansagen. Im Außenbereich schützt er die Bausubstanz zugleich vor Witterungseinflüssen. Im Innenbereich übernimmt er ebenfalls die Aufgabe einer gestaltenden Klimaschicht, mit dem Unterschied, dass er zusätzlich Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk verdunstet und Salzkristalle einlagert – auch nur bis zu einem gewissen Grad.
Fazit Putz
Ein ganz gewöhnlicher Putzauftrag wäre unter Umständen der falsche Weg, wenn Sie feuchte Wände dauerhaft sanieren wollen. Das gilt besonders dann, wenn in der Wand eine Restfeuchtigkeit steckt, die der Putz aufnehmen soll.
Sanierputz und die richtige Zusammensetzung
Dem Sanierputz kommt also eine besondere Aufgabe zu: Er soll Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk verdunsten, Salzkristalle einlagern und schließlich Feuchtigkeit von außen vom Mauerwerk fernhalten. Das kann er nur aufgrund seiner besonderen Zusammensetzung. Hier ein Beispiel:
Die Grundstoffe des Putzes sind, wie allgemein üblich:
- Zement
- Kalk
- Sand
- Füller
Dem Sanierputz werden sogenannte Zusatzmittel beigefügt. Erst sie sorgen für die typischen Eigenschaften des Baustoffes.
Was bewirken die Zusatzmittel?
- Bildung von Luftporen
- Aufbau der Wasserrückhalteeigenschaft
- Aufbau der wasserabweisenden Eigenschaft
- Verarbeitbarkeit (Geschmeidigkeit – Aushärtungszeit, etc.)
Im WTA-Merkblatt 2-9-04 ist die Zusammensetzung von Sanierputz ausführlich beschrieben. Von Hersteller zu Hersteller können die Verhältnisse der Komponenten zueinander geringfügig abweichen.
Lesen Sie dazu auch diese Ratgeber:
- Sanierputz: Einführung in das Thema
- Sanierputz: Das WTA-Merkblatt 2-9-04
- Sanierputz: Begriffserklärungen
- Sanierputz: Auf die richtige Zusammensetzung kommt es an.
- Sanierputz: Wie lange hält er?
- Sanierputz: Was müssen Sie beachten?
- Sanierputz: Wann sollten Sie ihn einsetzen?
- Sanierputz und Problemzonen
- Sanierputz, weitere Begriffe
- Sanierputz für den Inneneinsatz
- Sanierputz für den Außeneinsatz
- Sanierputz: So machen Sie es richtig. (folgt)
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