Sanierputz: So machen Sie es richtig, Teil 2
Soll Sanierputz funktionieren, braucht er ein ganz besondere Behandlung. Vom Untergrund über die Aufbereitung der Mischung und das Auftragen des Putzes bis hin zur Nachbehandlung ist jeder einzelne Schritt elementar. Lesen Sie nun Teil 2 unseres Ragebers „Sanierputz: So machen Sie es richtig.“
Sanierputz: So machen Sie es richtig, Teil 2.
Der Untergrund ist sauber, frei von Trennschichten, Ölen, Fetten, Farben und Staub. Alter, belasteter und/oder beschädigter Putz ist entfernt, eine sogenannte Haftschicht aufgebracht und die Mischung hergestellt. Jetzt geht es an die Verarbeitung des Sanierputzes.
Bevor Sie den Sanierputz auftragen …
… muss der Untergrund absolut sauber sein (siehe oben).
… prüfen Sie, ob der Untergrund stark aufsaugende Wirkung hat. In diesem Falle sollten Sie ihn mit Wasser benetzen. Experten sprechen von „matt anfeuchten“

Photo: iStockphoto.com/khorzhevska
Sanierputz auftragen
Sie können Sanierputz mehrschichtig auftragen oder aber in einem Zuge aufbringen. Man spricht hier von Anwerfen. Für große Flächen empfehlen sich Putzmaschinen. Der Putz sollte abschließend eine Stärke von 20 bis 25 Millimetern haben. So kann er seine Eigenschaften voll entfalten.
Noch im frischen Zustand wird der Putz mit einer Richtschiene lot- und fluchtrecht abgezogen. Danach sollten Sie noch einmal kontrollieren, ob er die Mindeststärke von 20 Millimetern an allen Stellen erreicht. Ist das so, können Sie ihn planeben abreiben – was der letzte Arbeitsschritt in dieser Phase ist.
Hinweis: Wollen Sie Sanierputz mehrschichtig auftragen, sollten Sie die jeweilige Trägerschicht unmittelbar nach dem Auftragen anrauen und dann abtrocknen lassen. Pro Millimeter gilt ein Tag als Trocknungszeit als angebracht. Dann können Sie die zweite Schicht auftragen. Beachten Sie dazu unbedingt die Hinweise des jeweiligen Herstellers.
Nach dem Auftragen …
Latexfarbe ist auf Sanierputz ein Tabut
… sollten Sie dem Putz ausreichend Zeit geben, langsam abtrocknen zu können. Achten Sie unbedingt darauf, dass dieser Prozess nicht zu schnell passiert. Direkte Sonneneinstrahlung ist ebenso schädlich, wie Zugluft im Kellerbereich oder hohe Temperaturschwankungen. Im Ernstfall sollten Sie den Putz leicht feucht halten, damit er langsam von innen heraus aushärtet und –trocknet. Übrigens: Auch Frost ist für Sanierputz absolut tödlich.
Wann können Sie weiter arbeiten?
Lassen Sie dem Putz mindestens 24 Stunden Zeit, bevor Sie ihn mit mineralischer diffusionsoffener Farbe beschichten. Beachten Sie bitte: Latexfarbe ist auf Sanierputz ein Tabut.
Übrigens: Sanierputz bringt naturgemäß eine relativ grobe Oberflächenstruktur mit. Das können Sie mit einem ganz dünnschichtigen Oberputz ändern.
Grundsätzlich gilt: Wenn Sie mit Feuchtigkeit im Mauerwerk zu tun haben, müssen Sie regelmäßig und richtig für Luftaustausch sorgen – das auch nach dem Auftragen des Sanierputzes!
Im nächsten Ratgeber gehen wir auf mögliche Fehler ein, die bei der Verarbeitung von Sanierputz unterlaufen können. Lesen Sie: Sanierputz: Vermeiden Sie diese Fehler.
Lesen Sie dazu auch diese Ratgeber:
- Sanierputz: Einführung in das Thema
- Sanierputz: Das WTA-Merkblatt 2-9-04
- Sanierputz: Begriffserklärungen
- Sanierputz: Auf die richtige Zusammensetzung kommt es an.
- Sanierputz: Wie lange hält er?
- Sanierputz: Was müssen Sie beachten?
- Sanierputz: Wann sollten Sie ihn einsetzen?
- Sanierputz und Problemzonen
- Sanierputz, weitere Begriffe
- Sanierputz für den Inneneinsatz
- Sanierputz für den Außeneinsatz
- Sanierputz: So machen Sie es richtig.
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