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Sanierputz – Kellersanierung: Was ist ein Sperrputz?

Geschrieben von Sandra am Mittwoch, 16 Dezember 2009 Ihre Lesermeinung
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Wer sein Haus sanieren will und dazu gegen Feuchtigkeit im Mauerwerk kämpft, der stolpert früher oder später zwangsläufig über diese Begriffe: Sanierputz, Opferputz und Sperrputz. All zu oft wird der Sanierputz mit dem sogenannten Opferputz verwechselt. Doch das wäre eigentlich ein gewöhnlicher Kalkputz. Und was ist nun der Sperrputz? Lesen Sie hier Antworten auf diese und weitere Fragen.

Wann und wo setzen Sie Sperrputz ein?

sperrputz

Putzzubehör - Photo: iStockphoto.com/skhoward

Während Sanierputz in der Regel im Innenbereich eines Gebäudes angewandt wird, gilt der sogenannte Sperrputz als Schutzschild für die Bereiche des Mauerwerks, die Kontakt mit dem umgebenden Erdreich haben, also im äußeren Sockelbereich. Der Grund: Sperrputz, in Fachkreisen nennt der sich zementgebundener Putz der Mörtelgruppe III, hat eine höhere Dichte und damit deutlich schlechtere kapillare Eigenschaften als herkömmlicher Putz oder gar Sanierputz. Aufgabe des Sperrputzes ist es, Feuchtigkeit aus dem Erdreich vom Mauerwerk weitestgehend fern zu halten, nicht die Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk zu leiten, wie es der Sanierputz tut.

Feuchtigkeitsniveau im Mauerwerk erhöht sich.

Die geringe kapillare Eigenschaft des Putzes lässt nur sehr wenig Wasser an das Mauerwerk. Der größte Teil muss an anderer Stelle aus dem Erdreich verdunsten. Soweit die positive Eigenschaft des Putzes. Der Haken: Durch den Sperrputz erhöht sich das Feuchtigkeitsniveau im Mauerwerk selber. Salzkristalle aus dem Mauerwerk bleiben in der sogenannten Grenzschicht zwischen Putz und Mauerwerk. Nun sprechen wir hier von Bauwerkssanierungen, die mit der Trockenlegung eines Gebäudes einhergehen. Das heißt: Die Bausubstanz ist feucht. Und genau darum werden immer größere Mengen an Salzkristallen in die Grenzschicht transportiert und dort eingelagert. Mittelfristig hat das die Zerstörung des Mauerwerks zur Folge.

Zementputz kann Risse werfen

Zementputz der Mörtelklasse III arbeitet sehr viel intensiver als herkömmliches Mauerwerk selber. Experten sprechen hier von der sogenannten Ausdehnungszahl. Sie ist doppelt so hoch als bei Ziegeln. Das heißt: Es kommt unweigerlich zu Spannungen zwischen dem Mauerwerk und dem Putz. Die Folge sind kapillare Risse in der Putzschicht. Und die lassen Feuchtigkeit an das Mauerwerk. Allerdings vergrößern sich die Risse zum Beispiel aufgrund von Temperaturschwankungen.

Hinweis: Grundsätzlich geht man davon aus, dass Feuchtigkeit, die von außen an das Mauerwerk gelangt, durch Diffusion wieder verschwindet. Das bezieht sich aber auf Bereiche des Mauerwerks, die der normalen Witterung ausgesetzt sind, und keinen Direktkontakt mit dem Erdreich oder häufig auftretendem Spritzwasser haben.

Die oben beschriebenen Fakten sind keine außergewöhnlichen Vorkommnisse. Sie beschreiben ausschließlich die üblicherweise vorgefundenen Situationen. Richtig aufgebracht, eingesetzt und dimensioniert zeigt auch Sperrputz das gewünschte Ergebnis.

Unser Tipp: Bevor Sie Ihr Haus gründlich sanieren und möglicherweise trocken legen, ziehen Sie einen Experten zu Rate. Er definiert die Ursachen für die Feuchtigkeit im Mauerwerk und kennt die passenden Gegenmaßnahmen. Mit einer professionellen Horizontal- und Vertikalabdichtung fahren Sie in der Regel sehr gut, wenn Sie weitere flankierende Maßnahmen ergreifen. Dazu gehört zum Beispiel der Sanierputz.

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