Sanierputz: Fehler vermeiden!
Sanierputz ist eine sichere Sache, was seine Anwendung betrifft – eigentlich. Denn Fakt ist: Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler, ganz besonders auf dem doch komplexen Gebiet der Mauerwerkstrockenlegung. Und gerade der Sanierputz verzeiht auch kleiner Fehler nicht auf Dauer. Lesen Sie nun, welche Fehler Sie vermeiden sollten.
Sanierputz: Kleine Fehler mit großer Wirkung
Eine goldene Regel auf Baustellen sagt: Auf die Ausführungen der Arbeiten im Detail kommt es an. So ist das auch bei der Arbeit mit Sanierputz. Kleine Fehler können das gewünschte Ergebnis zunichte machen oder es zumindest eintrüben. Solche kleinen Fehler sind zum Beispiel das falsche Mischen oder aber zu dünnes Auftragen der Putzschicht. Wir haben ein paar Möglichkeiten aufgeschrieben. Bitteschön:
Auf das Abmischen kommt es an.
Falsche Abmischen kann auf der einen Seite für einen zu geringen Luftporenanteil sorgen. Auf der anderen Seite ist es für eine zu geringe Festigkeit des Sanierputzes verantwortlich. Genauer: Mit dem Abmischen ist das „Verrühren”, das „Mischen” des Putzes mit einem möglichst langsam drehenden Rührstab gemeint. Experten nennen fünf Minuten als Richtwert. Ein zu kurzes Abmischen verhindert die Bildung von ausreichend Luftporen. Das kann die Funktion des Putzes, das Einlagern von Salzen und das Abtrocknen des Mauerwerks, beeinträchtigen, im schlimmsten Falle aber verhindern.
Ein zu langes Abmischen sorgt für einen zu hohen Anteil von Luftporen. Ergebnis: Der Putz verliert an Festigkeit und kann damit unter Umständen keine weitere Schicht, wie Farbe, tragen.
Verdursten des Putzes
Im wahrsten Sinne des Wortes fehlt dem Bindemittel im Putz das Wasser. Es verdurstet, und der Putz trocknet viel zu schnell ab. Das sorgt für eine geringe Festigkeit und damit, wie oben, zu einer mangelhaften Belastungsfähigkeit. Ursachen für das sogenannte Verdursten sind zu dünnes Auftragen des Putzes, starke Sonneneinstrahlung und kräftige Luftbewegungen. In logischer Konsequenz würde man nun den Putz nachfeuchten. Doch das hat einen Haken: Sie müssen schon den richtigen Zeitpunkt für das Nachfeuchten treffen. Einmal angetrocknet, entwickelt der Putz bereits eine wasserabweisende Eigenschaft. Er nimmt keine Feuchtigkeit von außen mehr an.
Unzureichende Haftung
Sanierputz können Sie in mehreren Schichten auftragen. Das empfiehlt sich besonders bei stärkeren Putzen. Aber: Ist die tragende Putzschicht nicht ausreichend angeraut worden, kann die frische Schicht nicht richtig auf der Trägerschicht haften. Im schlimmsten Fall löst sie sich vom Untergrund. Das würde bedeutet: Sie können den gesamten Putz noch einmal auftragen. Darum gilt: Wollen Sie mehrschichtig arbeiten, muss der frische Putz angeraut werden, damit die nächste Schicht, der Oberputz, eine Verbindung eingehen kann.
Sie sehen: Auch bei dem eigentlich sehr anwenderfreundlichen Sanierputz können sich leicht Fehler einschleichen. Das zeigt einmal mehr: Wer feuchte Wände sanieren will, muss sich intensiv auf das Thema einlassen und sich mit den notwendigen Arbeitsschritten befassen.
Unser Tipp: Schalten Sie Experten ein. Damit können Sie sicher sein, dass die Arbeiten fachgerecht ausgeführt werden, und Sie genießen die komfortablen Gewährleistungsansprüche.
Lesen Sie dazu auch diese Ratgeber:
- Sanierputz: Einführung in das Thema
- Sanierputz: Das WTA-Merkblatt 2-9-04
- Sanierputz: Begriffserklärungen
- Sanierputz: Auf die Zusammensetzung kommt es an
- Sanierputz: Wie lange hält er?
- Sanierputz: Wann sollten Sie ihn einsetzen?
- Sanierputz und Problemzonen
- Sanierputz, weitere Begriffe
- Sanierputz für den Inneneinsatz
- Sanierputz für den Außeneinsatz
- Sanierputz: So machen Sie es richtig, Teil 1
- Sanierputz: So machen Sie es richtig, Teil 2
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