Parkettboden: So verlegen Sie ihn selber
Heimwerker können alles. Das mag sein. Um aber Fertigparkett zu verlegen, sollte auch ein Heimwerker exakt vorgehen. Denn selbst dieser Werkstoff verzeiht keine Fehler. Lesen Sie hier, was Sie beim Parkettverlegen beachten sollten.
Fertigparkett: Die Drei-Schicht-Konstruktion
Heimwerker aufgepasst: Auch Parkett können Sie selber verlegen. Es gibt nämlich sogenanntes Fertigparkett. Das sind vorgefertigte Parkettplatten in einer Art Drei-Schicht-Konstruktion. Oben befindet sich die Edelholznutzschicht. Sie ist im 90-Grad-Winkel mit der Mittelschicht verleimt, die wiederum ebenfalls im 90-Grad-Winkel auf der Unterschicht klebt. Diese Methode mindert das natürliche Arbeiten des Holzes und hilft, Fugen auf dem Boden zu vermeiden. Im Ergebnis erhält der Heimwerker enorm maßstabiles und passgenaues Parkett – eine ganz wichtige Voraussetzung für das eigenhändige Verlegen.
So sollte der Untergrund aussehen
Damit Parkett richtig liegt, sollte der Untergrund eben, sauber, stabil und vor allen Dingen trocken sein. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob Sie das Parkett kleben oder aber schwimmend verlegen wollen.
Weitere wichtige Voraussetzungen:
Wenn Sie das Parkett auf einem mineralischen trockenen Boden (Estrich) verlegen wollen, sollten Sie eine 0,2 mm starke Polyethylen-Folie auslegen – und zwar überlappend. Die Folie hält eine mögliche Restfeuchte des Untergrundes von der Bodenpaneele des Parketts fern. Sie übernimmt die Aufgabe einer Dampfbremse, sollte aber nicht mit der sogenannten Feuchtigkeitssperre verwechselt werden. Ganz wichtig: Achten Sie auf die zulässigen Restfeuchtewerte für die verschiedenen Unterböden:
- Zementestrich: maximal 2,0 Prozent.
- Anhydrid-Estrich: maximal 0,5 Prozent.
Übrigens: Eine Polyethylen-Folie sollten Sie auch verwenden, wenn Sie das Parkett auf keramische Fliesen legen wollen.
Fertigparkett prädestiniert für Fußbodenheizung
Fertigparkett auf Fußbodenheizung? Ja, aber. Auf einer Warmwasser-Fußbodenheizung kann das Parkett nicht nur die Eigenwärme des Holzes ausspielen. Es besitzt den so wichtigen Wärmedurchlasswiderstand. Und natürlich kann Holz Wärme ganz exzellent speichern. – Eine ideale Kombination also. Aber: Experten warnen vor einer Verlegung auf elektrischen Fußbodenheizungen. Und: Wenn Sie Ihr Parkett auf frischen Heizestrich legen wollen, warten Sie zunächst die vorgeschriebene Aufheizphase ab. Das gilt übrigens zu jeder Jahreszeit. Durch das Aufheizen verdampft Restfeuchte.
Noch ein paar Tipps zur Parkettpflege
Parkett ist grundsätzlich versiegelt, entweder bereits im Werk oder aber nach Verlegung. Trotzdem:
Wischen Sie Parkettboden niemals nass ab.
Wischen Sie Parkettboden niemals nass ab. Denn die Versiegelung wirkt nicht wie eine Feuchtigkeitssperre. Sie macht das Holz nur belastbarer und schützt es. So pflegen Sie Parkett richtig:
- Saugen – Verwenden Sie einen Staubsauger mit weichen Borsten.
- Wischen – Nutzen Sie einfach einen Wischmopp. Das reicht in der Regel.
- Hartnäckiger Schmutz: Mit einem feuchten Tuch behandeln.
Unser Tipp:
Aggressive Reiniger zerstören die Versiegelung und greifen Ihr Parkett an. Scheuermittel hinterlassen Kratzspuren. Zur Reinigung brauchen Sie in der Regel kein spezielles Mittel, sondern nur ein weiches Tuch.
Übrigens: Wussten Sie, dass es inzwischen Parkett auch für Bad und Küche gibt? Holz und Wasser schließen sich eben doch nicht vollkommen aus.
Weitere Ratgeber:
Laminat – die günstige Alternative zum Parkett
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