Mauerwerkstrockenlegung: Niederdruck-Injektion im Vergleich
Die Niederdruck-Injektion gilt als Stand der Technik. Aber: Es gibt Unterschiede, denn die Niederdruck-Injektion beschreibt eine Methode, für die es verschiedene Verfahren gibt. Und das bedeutet zugleich Qualitätsunterschiede sowohl in der Ausführung als auch im Material. Wir beziehen uns hier auf das im Ratgeber 194 beschriebene Verfahren. Lesen Sie nun mehr zur Niederdruck-Injektion im Direktvergleich.
Mauerwerk feucht, und was nun?
Wer mit feuchtem Mauerwerk zu tun hat, kommt um die Frage nach dem Prinzip, mit dem er gegen die Feuchtigkeit angehen will, nicht herum. Am Anfang aber steht immer die Frage nach der Ursache für die Durchfeuchtung. Und die liegt in sehr vielen Fällen im Fundamentbereich, dort, wo eigentlich die horizontale Abdichtung vor aufsteigender Feuchtigkeit aus dem Fundamentbereich schützen sollte. Doch diese Sperre ist oft undicht oder fehlt ganz. In solchen Fällen lässt sie sich reparieren oder nachträglich einrichten. Man nennt das eine nachträgliche horizontale Sperre. Um gegen feuchte Mauern zu bekämpfen, stehen aber eine Vielzahl von Methoden zur Verfügung. Sie sind bereits einige Male beschrieben worden. Jede einzelne hat sicher ihre Berechtigung.
Tipp: Grundsätzlich sollten Sie eine langfristige Lösung in Betracht ziehen. Das heißt: Bekämpfen Sie immer die Ursache für die feuchten Wände, nicht die Auswirkungen, also die Symptome. Einige Verfahren lassen genau das außer Betracht.
Niederdruck-Injektion im Vergleich
Die Niederdruck-Injektion mit lösungsmittelfreier und dauerelastischer Microemulsion hat, wenn sie richtig angewandt wird, klare Vorteile, die sich durchaus auch als Nachteil für die übrigen Verfahren entpuppen könnten.
1. Schutz der Bausubstanz:
Die Niederdruck-Injektion kommt ohne Eingriff in die Statik des Gebäudes aus. Das ist ganz besonders für vorbelastetes und älteres Mauerwerk ganz wichtig. Es gibt auch ganz andere Verfahren, wie zum Beispiel Mauerwerksaustausch, Sägeverfahren, etc.
2. Beseitigung der Ursache:
Mit der hier beschriebenen Niederdruck-Injektion wird die Ursache für aufsteigende Feuchtigkeit im Mauerwerk beseitigt. Das heißt: Hier wird eine langfristige und dauerhafte Lösung für das Nässeproblem erwirkt, und zwar auf eine schonende Art und Weise. Andere Verfahren, wie das Sägen zum Beispiel, beseitigen auch die Ursachen. Es stellt sich aber die Frage nach der Verhältnismäßigkeit. Wiederum andere Verfahren belassen das Mauerwerk, wie es ist, und setzen auf elektromagnetische Felder und Polarisation. Sehr oft sind hier begleitende Maßnahmen nötig, wie zum Beispiel einer Niederdruck-Injektion. Weitere Verfahren setzen auf Austausch. Das allerdings beseitigt auch nicht die Ursache, wenngleich die Feuchtigkeit zunächst beseitigt ist.
3. Umweltschutz:
Der Niederdruck-Injektion wird mangelhafter Umweltschutz vorgeworfen. Das ist in Bezug auf das hier beschriebene Verfahren falsch. Die Microemulsion kommt ohne Lösungsmittel aus und ist gesundheitlich sowie baubiologisch unbedenklich.
Fazit: Wenn Sie das Mauerwerk Ihres Hauses trocken legen lassen wollen, sollten Sie alle Aspekte, von der möglichen Ursache bis hin zum Umweltschutz in Betracht ziehen, vergleichen und die für Sie vernünftigste Methode wählen. Unabhängige Experten können Ihnen dabei behilflich sein.
Videos
- Abdichtung vom Haus im Injektionsverfahren – So einfach gehts
- Neubauabdichtung im Injektionsverfahren
Weitere nützliche Ratgeber:
- Mauerwerkstrockenlegung: Niederdruck-Injektion gegen aufsteigende Feuchtigkeit
- Wie kommt Feuchtigkeit in das Mauerwerk?
- Sanierputz bei aufsteigender Feuchtigkeit
- 10 Gründe warum Sie feuchte Wände trockenlegen sollten
Gratis Abonnement
Wenn Ihnen der Beitrag gefallen hat, warum abonnieren Sie dann nicht Hausbau-Ratgeber.de gratis? Sobald ein neuer Beitrag zum Thema veröffentlicht wird, erhalten Sie ihn als Erstes! Erfahren Sie mehr über unsere unverbindlichen und kostenlosen Abonnements oder abonnieren Sie gleich hier kostenlos unserenNewsletter mit Ratgebertipps
Sie können sich jederzeit wieder abmelden und Ihre E-Mailadresse wird nicht weitergegeben!
Um diesen Beitrag zu speichern, können Sie auch ein Lesezeichen hinzufügen bei:






