Gezielt sanieren – Energie und Geld sparen
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Dach, Dämmung, Fenster, Türen
Energetische Sanierung gezielt angewandt. Sparen Sie bis zu 60 Prozent Energie. Senken Sie Ihre Heizkosten und den CO2-Ausstoß. Aber: Auch bei der energetischen Sanierung lauern Fallen.
Gute Dämmung kann 15 bis 25 Prozent Energieeinsparung bringen
Wer energetisch sanieren will, denkt zunächst an eine gute Dämmung der Fassade. Stimmt. Denn damit kann der Hausbesitzer zwischen 15 und 25 Prozent Energie sparen. Gängige Methode ist ein Wärmedämmverbundsystem auf Styroporbasis. Das wird auf die vorhandene Fassade geklebt und mit Verbundputz abgedeckt. Zuletzt folgt dann der Anstrich. Aber Achtung: Der Erfolg einer Dämmung hängt zum großen Teil von der Arbeitsausführung ab.
So wird die Fassade wirklich dicht:
- Achten Sie darauf, dass die Dämmelemente mit einem heißen Draht in die richtige Form und Größe gebracht werden. Nicht sägen oder brechen! Nur so können Sie Fugen vermeiden. Denn auch kleinste Fugen verursachen Wärmeverluste. Faustregel: Ein Millimeter Fuge macht ein Watt Wärmeverlust pro laufenden Meter.
- Auch die Fensterlaibungen müssen Sie dämmen. Dort entweicht besonders viel Wärmeenergie. Achten Sie auf absolut dichte Anschlüsse. Dafür gibt es spezielles vorkomprimiertes Dichtband.
- Vermeiden Sie Bauschaumfüllungen. Das Wärmedämmverbundsystem kann nur als geschlossene Einheit – sprich Verbund – funktionieren.
- Styropor ist übrigens lebensmittelecht und schadet nicht der Umwelt. Es ist genau genommen ein Abfallprodukt der Petrochemie. Es verhält sich baubiologisch neutral.
Nützlicher Ratgeber
- Gut gedämmt – Geld gespart: Wärmedämmverfahren im Überblick

Dämmung spart Energie
Foto: thingermejig
Extra-Tipp
“Fenster in Kippstellung verschwenden Energie”
Gut gedämmt bedeutet dicht. Dicht bedeutet wenig bis keine Luftzirkulation. Darum ist ein regelmäßiger Luftaustausch ganz besonders wichtig. Zwei- bis dreimal am Tag für rund 10 Minuten sollten Sie alle Fenster richtig öffnen. Kippstellung ist Energieverschwendung und bringt keinen Lüftungseffekt.
Nützlicher Ratgeber dazu
Energie sparen mit dem Dach
15 Prozent Energie können Sie mit einem gut gedämmten Dach sparen. Doch auch hier steckt der Teufel im Detail. Die Dämmung muss fugenlos bis zum First ein- bzw. aufgebracht werden. Ausnahme: Sogenannte Kaltdächer brauchen keine Dämmung bis zum First. Hier wird die Decke des Obergeschosses gedämmt.
Nur ein dichtes Dach spart Energie.
- Achten Sie auf eine dichte Verbindung zwischen Sparren und Dämmung. Dafür gibt es spezielles Dichtband.
- Schwachstellen im Dachgeschoss sind der Kniestock, Dachflächenfenster und Gaupen. Auch hier gilt: Achten Sie auf absolut dichte Verbindungen von Dämmung, Sparren, Fensterrahmen und Mauerwerk.
Unser Tipp
Wenn Sie das Dachgeschoss ausgebaut und im Bereich des Kniestocks Versorgungs-leitungen (Wasser und Heizung) untergebracht haben, sollten Sie diese zusätzlich dämmen. So können Sie noch mehr Energie sparen.
Fenster und Türen dicht?
“Beim Fensterwechsel auf dichte Abschlüsse achten!”
Durch Fenster und Türen verliert ein Haus immer den Löwenanteil an Energie. Das wird auch nach einer energetischen Sanierung so sein, allerdings insgesamt in geringeren Dimensionen. Moderne und besonders gute Fenster bringen es inzwischen auf einen U-Wert (Wärmedurchgangswert) von 1,1. Doch diese Fenster sind sehr teuer und theoretisch für den Einsatz in Passivhäusern konzipiert. Wichtig ist: Beim Fensterwechsel auf dichte Abschlüsse zum Mauerwerk achten. Wenn Sie eine neue Eingangstür in Erwägung ziehen, denken Sie zugleich über einen Windfang nach – energetisch sehr wirkungsvoll, solange er nur an die Gebäudehülle angesetzt ist.
Effektive Heiztechnik
Die effektive Heiztechnik gilt als Herzstück eines Hauses. Doch auch hier gibt es entscheidende Unterschiede. Oder wussten Sie, dass eine moderne Wärmepumpe durchaus auch mit alten Heizkörpersystemen arbeiten kann? Die Oberfläche der Heizungen muss nur entsprechend dimensioniert sein, um auch bei geringerer Vorlauftemperatur ausreichend Wärme abgeben zu können. Allerdings wirft eine Wärmepumpe abhängig vom System Zusatzkosten auf, wie zum Beispiel für Bohrungen.
Grundsätzlich gilt aber: Ist Ihr Haus gut eingepackt, kommt auch Ihr Heizkessel mit einer geringeren Leistungskennzahl aus. Foto: The Lebers
Nützliche Ratgeber zum Thema Heizen
- Heiztechnik im Vergleich
- Richtig heizen – Geld sparen.
Extra-Tipp:
- Fördermittel: Energetische Sanierung wird gefördert. Sie müssen dafür nicht alle Maßnahmen in einem Zuge ausführen lassen. Wichtig ist der anschließende Primärenergiebedarf des Hauses. Aber: Um Fördermittel zu erhalten, muss ein zugelassener Energieberater eingeschaltet werden. Auch der wird gefördert.
- Wichtig für Mieter: Jede Modernisierung und energetische Sanierung kann eine Mieterhöhung im gesetzlichen Rahmen nach sich ziehen. Allerdings gibt es einen Unterschied zwischen der Modernisierung und einer Sanierung im Sinne von Werterhaltung und Reparatur. Nur die Kosten der Modernisierung und Aufwertung des Gebäudes dürfen als Berechnungsgrundlage für die Mieterhöhung angesetzt werden. Die Rechnungen der ausführenden Gewerke werden die einzelnen Posten entsprechend ausweisen. Ziehen Sie im Notfall einen Experten hinzu.
Nützliche Ratgeber zum Thema Energie
- Energieberater: Was macht der? Wann brauchen Sie einen?
- Der GebäudeEnergieAusweis: Wer braucht welchen und wann?
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Toller Ratgeber. Wirklich, kompliment. Wo kann ich denn die Fördermittel beantragen?
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