Fogging – Mögliche Ursachen, Teil 1
Wände und Decken werden aus scheinbar unerklärlichem Grund schwarz. Eine schmieriger Film breitet sich aus. Wir sprechen vom Fogging-Phänomen. Es häuft sich in der kalten Jahreszeit, betrifft aber lange nicht jede Wohnung. Wir gehen seinen möglichen Ursachen einmal auf den Grund. Lesen Sie dazu unseren zweiten Teil der Serie rund um das Thema „Fogging“.
Fogging – ein Phänomen gibt Rätsel auf.
Wenn Wände und Decken plötzlich schwarz werden, kann das der Fogging-Effekt sein. Ein schwarzer und schmieriger Film legt sich auf die Wand- oder auch Deckenoberflächen. Klar ist: Es passiert an den kältesten Stellen der Wände und/oder Decken. Das heißt: Überall, wo es Wärmebrücken gibt, kann so ein Fogging-Effekt auftreten. Keine Frage: Manchem mag beim Anblick der Flecken der Verdacht auf Schimmel kommen. Doch dann hätte man einen einigermaßen berechenbaren Gegner, den man bekämpfen kann. Beim Fogging ist das anders. Foggingflecken verhalten sich nicht wie Schimmelvorkommen. Fogging kann an offenen Stellen entstehen, dort, wo es niemand vermuten würden. Schimmel liebt es, sich im Verborgenen und Dunklen zu entwickeln, dort nämlich, wo kein Lüftchen weht.
Ein Beispiel:
Sie wohnen in einem massiv gebauten Haus, haben eine Holzbalkendecke, wie es heute gern gemacht wird. Das Dach über Ihrer Decke ist ein Kaltdach. Das heißt: Ihre Decke ist gedämmt. Der Aufbau zeigt sich dann so: Sparren, Dampfsperre, Lattung, Gipskarton oder OSB-Platten als Abschluss. Der Innenraum ist so geschlossen. Zwischen die Sparren kommt nun noch Dämmung. Die Sparren selber bleiben in der Regel frei. Doch das könnte sich dann als böse Falle herausstellen. Der Grund: Dort, wo keine Dämmung liegt, ist die Decke am kältesten. Und das ist eine Voraussetzung für den Fogging-Effekt.
Wichtig: Das ist nur ein Beispiel. Denn tatsächlich zeigt sich dieses Phänomen auch an Wänden, die eigentlich gut gedämmt sind. Im Winter allerdings sind sie in der Regel trotzdem kälter, als in der warmen Jahreszeit.
Fogging: Der Zeitpunkt lässt vermuten
Auffällig ist folgender Fakt: Fogging tritt oft in frisch sanierten Wohnungen und/oder Häusern auf. Auch Neubauten sind betroffen. Erstaunlich: Ist beispielsweise ein gesamter Wohnblock saniert worden, tritt das Fogging-Phänomen nicht zwangsläufig in allen Wohnungen auf. Das deutet darauf hin, dass das Nutzungsverhalten der jeweiligen Bewohner eine entscheidende Rolle spielt. Experten gehen davon aus, dass sowohl zu langes Lüften als auch zu wenig lüften förderlich für das Fogging-Phänomen sind.
Gehen wir also näher auf mögliche Ursachen und/oder Auslöser ein. Wärmebrücken haben wir bereits als fördernden Umstand definiert. Auch das Wohnverhalten der Menschen kann fördernd wirken. Sanierte und neu gebaute Häuser/Wohnungen sind in der Regel betroffen, wobei nicht geklärt ist, ob die Art der Arbeiten ursächlich sein kann.
Im nächsten Ratgeber befassen wir uns mit konkret möglichen Ursachen.
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