Fliesenverlegen einfach gemacht
- Die Wahl der passenden Fliese
- Tapezieren kann so einfach sein
- Laminat: die günstige Alternative zum Parkett
Bodenbeläge, Fliesen
Fliesen verleihen einem Raum einen ganz neuen Charakter – egal, ob sie auf dem Boden oder an der Wand kleben. Damit das so ist, muss allerdings eine Menge Arbeit und Können investiert werden. Nicht umsonst absolvieren geprüfte Fliesenleger eine umfangreiche Ausbildung. Wer es dennoch selbst versuchen will, sollte sich vorher gut informieren. Lesen Sie hier einige Tipps, die einen kleinen Vorgeschmack geben.
So verlegen Sie Fliesen richtig.
Jede Fläche, die gefliest werden soll, muss eben, trocken und sauber sein. Es darf sich kein Staub darauf befinden, weil sonst nicht gewährleistet ist, dass der Fliesenkleber richtig haftet. Am besten trägt man Tiefengrund auf den Untergrund auf. Risse sollten Sie vorher mit Spachtelmasse schließen. Unebenheiten lassen sich ebenfalls mit Spachtelmasse ausgleichen, oder Sie verwenden Bodenausgleichsmasse.
Bevor der Fliesenkleber aufgetragen wird, empfiehlt es sich, zur Probe einfach schon einmal ein Kreuz aus Fliesen auszulegen. Sie sollten die Grundfläche des Raumes messen und die Mitte markieren. Hilfreich ist es auch, eine Richtschnur zu spannen, die parallel zur Seitenwand verläuft. Die erste Fliesenreihe lässt sich dann sehr gut an dieser Schnur ausrichten. Für gewöhnlich beginnt man am Mittelpunkt mit einer Fliese oder einer Fuge.
Wenn eine Wand gefliest werden soll, ist ebenfalls ein Anhalt notwendig. Anstatt eine Richtschnur zu verwenden, können Sie eine waagerechte und eine senkrechte Grundlinie zeichnen. Man kann dann entlang der waagerechten Linie beginnen.
Wer will, kann mitunter auch neue Fliesen auf alte Fliesen kleben. Wichtig ist dabei allerdings, dass die alten Fliesen noch richtig haften. Das lässt sich mit einem Gummihammer überprüfen. Außerdem gibt es ein spezielles Konzentrat, mit dem die alten Fliesen behandelt werden sollten. Sie nehmen den Kleber dann besser auf.
Das Kleben der Fliesen
Achten Sie darauf, dass Sie den richtigen Fliesenkleber verwenden.
Achten Sie darauf, dass Sie den richtigen Fliesenkleber verwenden. Wenn die Fliesen zum Beispiel auf Spanplatten oder auf eine Fußbodenheizung verlegt werden sollen, empfiehlt sich flexibler Kleber, der nicht so schnell reißt und Unebenheiten ausgleicht. Diese Kleber werden als Trockenmischung mit Wasser angerührt.
Fliesenkleber wird am besten mit einer Kelle aufgetragen und dann stets mit einem Zahnspachtel durchkämmt. Dadurch entstehen kleine Rillen, die den Fliesen mehr Halt geben. Tragen Sie nur so viel Kleber auf, dass Sie mit dem Kleben der Fliesen hinterher kommen. Denn spätestens 15 Minuten nach dem Auftragen sollte die Fliese geklebt werden, danach erstarrt der Kleber. In dieser Zeit schafft man etwa einen bis anderthalb Quadratmeter.
Die Fliesen drückt man am besten mit einer leichten Drehbewegung in den Kleber. Lassen Sie rundherum genügend Freiraum für den Fugenmörtel. Wer möchte, kann Fliesenkreuze zur Hilfe nehmen. Sie sorgen für den passenden und immer gleichen Abstand. Zum Schluss klopft man die verlegten Fliesen leicht mit einem Gummihammer an.
So verfugen Sie richtig.
Der Fugenmörtel wird aufgetragen, wenn alle Fliesen verlegt sind und der Kleber trocken ist. Prüfen Sie, ob die Fugen sauber sind. Die Fugenmasse wird dann auf die Fliesen geschüttet oder an der Wand aufgetragen. Die Fugen lassen sich am besten füllen, wenn Sie die Masse mit einem Brett diagonal hineinschieben. Überschüssiges Material sollten Sie sofort entfernen, hinterher reinigt man die Fliesen mit einem feuchten Schwamm. An Stellen, an denen Bewegungen entstehen könnten, sollten Sie dauerelastische Dichtmasse verwenden, zum Beispiel Silikon. Das gilt vor allem für Eck- und Anschlussfugen am Waschbecken und an der Toilette.
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