Feuchtigkeit: Was tun, wenn das Tauwasser in den Keller eindringt?
Am Ende eines schneereichen Winters kommt viel Tauwasser zusammen. Und eigentlich sollte es nicht in Keller eindringen, denn die horizontale und vertikale Abdichtung sollte es daran hindern. Soweit die Theorie. Die Praxis sieht oft anders aus. Was also ist zu tun, wenn das Tauwasser in den Keller eindringt?
Tauwasser: Vorbeugende Maßnahmen
Wenn der Winter schneereich war, gibt es am Ende eine ganze Menge Tauwasser. Das sucht sich den leichtesten und kürzesten Weg. Und der führt manchmal direkt in den Keller des einen oder anderen Hauses. Dabei sollten eigentlich die horizontale und die vertikale Sperre genau das verhindern. Aber: Das Tauwasser versickert im Erdreich, in unmittelbarer Nähe des Mauerwerks staut es sich und dringt schließlich ein. Wenn Ihre Sperren undicht sind oder ganz fehlen, können Sie das nicht gänzlich verhindern, wohl aber lindern.

Photo: iStockphoto.com/BrianAJackson
Vorbeugende Maßnahme:
Sorgen Sie dafür, dass kein Schnee unmittelbar an Ihrer Hauswand liegt. Das heißt: Schaufeln Sie ihn ein paar Meter vom Haus fort. Das hilft nicht dauerhaft, kann aber verhindern, dass schlagartig viel Feuchtigkeit in Ihren Keller eintritt. Manche Häuser verfügen über einen sogenannten „Pumpensumpf“. Der ist mit der Drainage verbunden, sammelt das Wasser und pumpt es regelmäßig in die Kanalisation. Ein spezieller Riegel oder ein Ventil verhindern das Eindringen von Wasser bei überfüllter Kanalisation oder steigendem Grundwasserspiegel.
Feuchtigkeit im Keller
Unbedingt Expertenrat einholen.
Wenn der Keller feucht wird, sollten Sie nur noch handeln. Gerade im Winter können sie die Kellerfenster ohne die Gefahr von Schwitzwasser während des Tages öffnen, denn die Außentemperaturen sollten in der Regel unter dem Niveau der Raumlufttemperatur liegen. Achten Sie darauf, dass die Temperaturen gerade in den Nächten noch stark unter die Null-Grad-Grenze fallen können. Das heißt: Nachts sollten Sie die Kellerfenster im Winter schließen.
Kalte Luft nimmt weniger Feuchtigkeit auf, als es warme Luft tut. Das heißt: Feuchtes Mauerwerk kann an den Raum weniger Feuchtigkeit abgeben. Darum muss der Luftaustausch regelmäßig stattfinden. Wenn dieser Luftaustausch nicht ausreicht, helfen Raumluftentfeuchter. Die gibt es in den verschiedensten Ausführungen.
Unser Rat:
Wenn Sie merken, dass Ihr Keller je nach Witterungslage feucht wird, sollten Sie unter Umständen den Zustand Ihrer Sperren prüfen. Im Sommer kann es sich um Schwitzwasser handeln, ganz besonders dann, wenn die Außenwände des Kellers nicht gedämmt sondern nur mit einer Schwarzschicht versehen sind. Dieses Schwitzwasser aber wird sich oberflächlich zeigen und bei entsprechendem Lüftungsverhalten wieder verschwinden. Haben Sie ein Problem mit der horizontalen oder vertikalen Sperre, tritt Wasser durch das Mauerwerk ein. Das lässt sich auf Dauer nicht durch ordentliches Lüften fern halten.
In manchen Fällen tritt Feuchtigkeit auch über den Boden ein. Betroffene sollten sich unbedingt Expertenrat einholen.
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