Feuchtes Mauerwerk muss trocknen können
Feuchtes Mauerwerk trocknet nicht von heute auf morgen. Abhängig vom Durchfeuchtungsgrad kann der Prozess bis zu ein Jahr dauern. Mit Entfeuchtern können Sie nachhelfen. Die verursachen aber höhere Energiekosten. Lassen Sie das Mauerwerk auf natürliche Weise trocknen, sollten Sie immer richtig lüften. Und: Eine Sanierung beginnt mit der Trockenlegung.
Senken Sie sofort Ihre Heizkosten
Feuchte Wände verursachen hohe Heizkosten. Der Grund dafür: Wasser ist ein guter Leiter, aber ein miserabler Speicher. Wärmeenergie wird förmlich durch die Wand abtransportiert. Mit der Trockenlegung stoppen Sie diesen Prozess und senken Stück für Stück die Heiz-kosten. Aber: Das geht nicht von heute auf morgen. Abhängig vom Durchfeuchtungsgrad kann der Prozess bis zu ein Jahr dauern. Experten gehen im Durchschnitt von sechs Monaten aus. Als Hausbesitzer können Sie den Prozess beschleunigen, zum Beispiel mit einem Raumluftentfeuchter.
“Wände geben Feuchtigkeit nach innen ab”
Grundsätzlich gilt: Wände geben Feuchtigkeit zu einem großen Teil nach innen ab. Damit steigt die Luftfeuchtigkeit in den betroffenen Räumen. Ist sie gesättigt (über 50 Prozent), kann die Wand keine Feuchtigkeit mehr abgeben. Darum muss die Luftfeuchtigkeit auf einem niedrigen Niveau gehalten werden. Dafür sorgt der Raumluftentfeuchter.
Aber Achtung: Zu schnelles Abtrocknen einer Wand kann Risse verursachen. Und: Einen Teil der Feuchtigkeit gibt das Mauerwerk auch nach außen ab, selbst wenn das Haus bereits gedämmt ist.
Unser Tipp
Sorgen Sie für einen regelmäßigen Luftaustausch. Sie helfen damit dem Mauerwerk, auf natürlichem Wege abzutrocknen. Heizen Sie die Raumluft nicht übermäßig auf. Abhängig von der Außentemperatur bringen Sie das Mauerwerk so zum „Schwitzen“. Das kann Schimmel verursachen. Halten Sie die Raumtemperatur auf gleichmäßigem Niveau. Sie senken damit Ihre Heizkosten, reduzieren den CO2-Ausstoß und verhindern das Auskühlen des Mauerwerks.

Hohe Luftfeuchtikeit
Foto: Mamluke
Sanierung beginnt mit der Trockenlegung
Wer saniert, sollte unbedingt prüfen, ob eine Mauerwerkstrockenlegung erforderlich ist und gegebenenfalls damit anfangen. Die Gründe dafür:
1. Wertsteigerung und Kostensenkung
Eine gut durchgeführte Mauerwerkstrockenlegung hält die Wände auf lange Sicht frei von aufsteigender Feuchtigkeit. Das bedeutet eine Wertsteigerung für die Immobilie und eine Kostensenkung für den Hausbesitzer in zweifacher Hinsicht: keine Folgereparaturen, weniger Heizkosten.
2. Unabsehbare Folgeschäden
Wer sein Haus saniert, ohne es trockenlegen zu lassen, riskiert unabsehbare Folgeschäden und damit enorme Mehrkosten. Dämmt man feuchte Wände, verschiebt sich damit der Taupunkt. Die Schimmelgefahr im Innern des Hauses potenziert sich, das Raumklima verschlechtert sich noch drastischer, und: Der vorübergehende Kostensenkungseffekt durch die Dämmung wird konterkariert. Denn Feuchtigkeit transportiert Wärmeenergie auch durch die Dämmung ab. Weil das Raumklima feucht-kalt ist, wird nachgeheizt und häufiger gelüftet. Damit liegen die Heizkosten nahezu auf dem Niveau einer ungedämmten Wand. Außerdem wird die Bausubstanz durch die anhaltende Feuchtigkeit nachhaltig geschädigt. Der Wert des Hauses sinkt, und das trotz einer Sanierung. Letztere wird in absehbarer Zeit erneut fällig, denn auch Dämmung, neuer Putz und frische Farbe werden von der Feuchtigkeit angegriffen.
Unser Tipp
Lassen Sie Ihr Haus vor einer Sanierung auf feuchte Wände hin überprüfen. Bestehen Sie auf einer exakten Schadenanalyse, und lassen Sie sich das mögliche Energiesparpotential bestimmen.
Nützlicher Ratgeber dazu:
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