Fassadenschutz durch Überstand
Die Fassade eines Hauses schützt in der Regel die gesamte Bausubstanz. Sie hält Sturm, Regen, Hagel, Schnee ab. Das soll sie eigentlich auch bei Schimmelsporen und Moos tun. Doch dafür muss auch die Fassade entsprechend geschützt sein. Lesen Sie hier, wie Sie das tun können.
Große Angriffsfläche
Die Fassade eines Hauses hat neben der repräsentativen die Aufgabe, das Gebäude als solches, sprich die Substanz, vor Witterungseinflüssen zu schützen. Sie soll Kälte und Hitze, Regen, Wind, Schnee und Hagel abhalten, und sie soll nach Möglichkeit auch Schimmelsporen und Moos keine Angriffsfläche bieten. Leichter gesagt als getan, vor allen Dingen dann, wenn die Fassade selber nicht ausreichend vor diesen Einflüssen geschützt ist.
Mögliche Schäden an Ihrer Fassade sind:
- Rissbildung
- Eindringen von Feuchtigkeit
- Schimmelbildung sowohl innen als auch außen
- Nachlassende Dämmwirkung
- Moosbildung auf der Außenhaut
Hinweis: Diese Mängel können Putzfassaden wie auch Klinkerfassaden betreffen.

Photo: iStockphoto.com/nano
Konstruktiver Fassadenschutz
In der Regel werden solche Überstände bereits während der Bauplanung eingerechnet
Wo es der Bebauungsplan zulässt, hilft ein konstruktiver Fassadenschutz, mögliche Schäden zu verhindern. Teil des sogenannten konstruktiven Fassadenschutzes ist ein weiter Dachüberstand an Giebel- und Traufenseite. Experten nennen den Giebelüberstand ein weit auskragendes Dach. Er sorgt dafür, dass zum Beispiel Regen nicht mit voller Wucht gegen die Fassade prasseln kann. In der Regel werden solche Überstände bereits während der Bauplanung eingerechnet. Das heißt: Der Architekt plant einfach eine entsprechend größere Dachfläche. Aber auch nachträglich lässt sich ein zusätzlicher Dachüberstand von zwei bis drei Dachpfannenbreiten herstellen. Dazu muss man die Balken verblatten und mit Bolzen befestigen. Verblatten bedeutet die spezielle Verbindung zweier Hölzer in einer Ebene.
Unser Tipp: Lassen Sie solche Arbeiten unbedingt von einem Profi erledigen. Das Dach ist besonderen statischen Belastungen ausgesetzt.
Zum konstruktiven Fassadenschutz gehören auch Vorbauten im Eingangsbereich oder Überdächer. Die lassen sich problemlos nachträglich anbringen. Vorbauten haben neben dem Witterungsschutz auch einen energetischen Sinn. Sie schirmen den eigentlichen Hauseingang ab, helfen Energie zu sparen.
Ein Überdach sollte mindestens 1,20 m überstehen, damit es seinen Sinn erfüllen kann. Der ist nämlich, den Eingangsbereich bis zur Unterkante Haustür zu schützen. Liegt Ihr Eingang auf der Wetterseite, planen Sie lieber 2,0 m Überstand ein.
Unser Tipp: Beachten Sie, dass ein Vorbau oder Überdach anstelle der Fassade Wind und Wetter ausgesetzt ist. Nutzen Sie also Baustoffe, die wetterfest, robust und langlebig sind. Richtig behandeltes Holz gehört zum Beispiel dazu. Aber auch Alu trotzt der Witterung.
Weiterer nützlicher Ratgeber:
- Fassadenschutz (2) (folgt)
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