Dispersionsfarbe nicht für feuchte Wänden nutzen
Organische Stoffe sind Nahrung für Schimmelsporen. Auf feuchten Wänden mit Kleister, Tapeten und Farbe bedeckt fühlen sie sich besonders wohl. In der Praxis beseitigt man oft den Pilz, lässt die Wand oberflächlich trocknen und bestreicht sie dann gern mit Dispersionsfarbe. Das kann ein Fehler sein.
Feuchte Wände nicht mit Dispersionsfarbe bestreichen
Feuchte Wände bergen ein hohes Schimmelrisiko. Das verstärkt sich noch durch organische Stoffe, wie Kleister, Tapeten und Farben. Letztere sind in der Regel die üblichen Dispersionsfarben, wie es sie in jedem Baumarkt zu kaufen gibt. Doch diese Dispersionsfarben sind bei feuchten Wänden ungünstig. Der Grund: Sie bilden eine nahezu dichte Schicht auf der Wand und verhindern damit das Abtrocknen. Das heißt auch: Diese Farben sind nicht in der Lage, große Mengen an Feuchtigkeit aufzunehmen. Das fördert die Bildung von Kondenswasser auf der Wandoberfläche – eine ideale Basis für Schimmelsporen.

Photo: iStockphoto.com/DNY59
Übrigens: Tragen Sie eine Dispersionsfarbe auf eine noch restfeuchte Wand auf, wird die Farbe nach einiger Zeit abblättern. Der Grund ist die mangelnde Haftungsfähigkeit des feuchten Untergrundes. Die Farbe kann keine „Verbindung“ mit der Wand eingehen.
Restfeuchte abtrocknen lassen
“Vor dem Streichen Restfeuchte rauslassen!”
Bevor Sie eine mit Feuchtigkeit belastete Wand streichen, vergewissern Sie sich unbedingt, ob sie tatsächlich trocken ist. Der Grund: Selbst bei oberflächlicher Trockenheit kann die Wand im innern noch feucht sein. Experten gehen von sechs Monaten bis zu einem Jahr aus. Diese Zeit braucht eine Wand nach einer Trockenlegung, um tatsächlich abzutrocknen. Darum unser Tipp: Lassen Sie die Restfeuchte raus, bevor Sie die Wand mit Dispersionsfarbe streichen. Frischen Putz hingegen können Sie schon früher auftragen.
Nützliche Ratgeber dazu:
- Schimmelbefall durch Gipsreparatur?
- Feuchtes Mauerwerk muss trocknen können
Ursachen finden:
Bitte beachten Sie, dass Feuchtigkeit in Wänden immer eine Ursache hat. Ihr erster Schritt muss daher die Suche nach dem Grund für die Belastung der Wand sein. Jede Sanierungsmaßnahme ist nur sinnvoll, wenn Sie gleichzeitig den Schaden beheben, der für die Feuchtigkeit verantwortlich ist. Denken Sie auch daran, dass ungünstiges Wohnverhalten Auslöser für Feuchtigkeit und Schimmel sein kann.
Weitere Ratgeber:
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