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Sanierputz Teil 2: Anforderungen an den Sanierputz nach Merkblatt 2-9-04

Geschrieben von Sandra am Mittwoch, 18 November 2009 Ihre Lesermeinung
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Sanierputze müssen ganz spezielle Anforderungen erfüllen, damit sie als solche anerkannt und auch eingesetzt werden können. Denn längst nicht jedes Putzsystem ist für den Einsatz bei der Altbausanierung geeignet. So dürfen einfache Baustellenmischungen nicht als Sanierputz genutzt werden. Das Merkplatt 2-9-04 hält die Anforderungen an ein Sanierputz-System fest. Lesen Sie nun Teil 2 unserer Ratgeberserie zum Sanierputz.

Baustellenmischung ist noch kein Sanierputz

Sanierputz muss große Mengen an Salzen einlagern können. Er muss im begrenzten Rahmen Feuchtigkeit aufnehmen und sie ansonsten verdunsten, sollte also eingeschränkt kapillar wirken. Damit ist klar: Nicht jedes Putzsystem eignet sich als Sanierputz. Eine einfache Baustellenmischung ist zum Beispiel nicht in der Lage, Salze aus dem Mauerwerk aufzunehmen. Die werden sofort an die Oberfläche transportiert. Welche Anforderungen gelten für den Sanierputz? Das hält das WTA-Merkblatt 2-9-04 fest. Die darin beschriebenen Eigenschaften decken sich mit den Eckdaten der DIN 18557 für Sanierputzsysteme.

putz

Photo: iStockphoto.com/bezmaski

Das WTA-Merkblatt 2-9-04/D

Das WTA-Merkblatt 2-9-04/D hält wesentliche Eckpunkte für Sanierputzsysteme fest. Vorab dies: Sehr oft wird noch das Merkblatt 2-2-91 als Informationsquelle herangezogen. Das ist nicht falsch, aber: Auch Sanierputzsysteme unterliegen einer ständigen Weiterentwicklung und müssen immer strengeren Regeln und höheren Anforderungen gerecht werden. Darum hier nun ein paar Eckdaten zum Sanierputz aus dem WTA-Merkblatt 2-9-04/D.

Wer ist die WTA?

Das Kürzel WTA steht für: Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege e.V. Diese Arbeitsgemeinschaft entwickelt und zertifiziert auf der Basis von Praxistests und Untersuchungen Eckpunkte für verschiedene Verfahren am Bau. Dazu gehört auch die Bewertung von Sanierputzsystemen.

Hier nun die Anforderungen an Sanierputz nach dem WTA-Merkblatt 2-9-04/D:

Frischmörtel

  • Frischmörtelkonsistenz in mm: 170 +/- 5
  • Frischmörtelrohdichte in kg/m3: vom Hersteller deklariert
  • Luftgehalt in Vol.-%: > 25
  • Wasserrückhaltevermögen in %: > 85
  • Verarbeitsbarkeitszeit in min: nach Herstellerangaben

Geforderte Eigenschaften bei Maschinenverarbeitung

  • Luftporengehalt in Vol.-%: vom Hersteller deklariert
  • Frischmörtelrohdichte in kg/m3: vom Hersteller deklariert
  • Porosität in Vol.-%: > 40 %

Festmörtel (Auszug)

  • Trockenrohdichte in kg/m3:  Richtwert < 1.400
  • Biegezugfestigkeit in N/mm2: vom Hersteller deklarierter Bereich
  • Druckfestigkeit in N/mm2: 1,5 – 5,0
  • Kapillare Wasseraufnahme
  • (24h) in kg/m2:  > 0,3
  • Wassereindringung in mm: -/< 5
  • Porosität in Vol.-%: > 40

Um als Sanierputz und Baustoff zugelassen zu werden, prüfen Experten außerdem:

  1. die Wärmeleitfähigkeit
  2. das Brandverhalten
  3. die Dauerhaftigkeit
  4. die Salzresistenz

Hier nun ein Beispiel für die Zusammensetzung von Sanierputz, der den Anforderungen der WTA entspricht:

  • Zement: 15 %
  • Kalk: 05 %
  • Sand: 64 %
  • Füller: 14 %
  • Leichtzuschlag: 01 %
  • Zusatzmittel: 01 %

Warum dürfen bestimmte Werte vom Hersteller deklariert sein?

Alle in Deutschland zugelassenen Baustoffe, dazu gehört auch der Sanierputz, werden vor der Zulassung geprüft. Für jeden Baustoff gibt es technische Werte und Verarbeitungsvorschriften gemäß der entsprechenden DIN. Beim Sanierputz ist das die DIN 18557.

Im 3. Teil unserer Ratgeberreihe zum Sanierputz gehen wir den hier aufgeführten Werten auf den Grund.

Lesen Sie dazu auch diese Ratgeber:

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