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Stein auf Stein zum Eigenheim

Geschrieben von Phil am Mittwoch, 15 Juli 2009 1 Lesermeinung
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Wer sich für ein Massivhaus entscheidet, tut dies meist aus dem Bauch heraus, aus Überzeugung. Das Bauen Stein auf Stein symbolisiert für viele Menschen Solidität, Beständigkeit, Stärke, Schutz. Mit einem Fertighaus lässt sich diese Philosophie für viele Menschen nicht vereinbaren.

Wer kennt nicht das alte Kinderlied „Stein auf Stein, Stein auf Stein, das Häuschen wird bald fertig sein…“? Das massive Bauen ist für viele Menschen in Deutschland das A und O. Sie würden nie anders bauen und nehmen daher auch die Nachteile in Kauf, die das Massivhaus vor allem in der Bauphase gegenüber einem Fertighaus hat. Die verwendeten Materialien sind sehr langlebig, und eine korrekt ausgeführte Bauweise verspricht lebenslange Beständigkeit. Ein Massivhaus gilt vielen als eine Mehrgenerationenentscheidung.

Bauweise vom Massivhaus

Von einem Massivhaus ist die Rede, wenn alle Baukonstruktionen aus Mauerwerk, Beton oder Stahlbeton bestehen. Die Innen- und Außenwände sind in der Regel aus Mauerwerk oder massiven Elementen in Leichtbetonbauweise errichtet. Die Decken bestehen gewöhnlich aus Beton. Der auffälligste Unterschied zum Fertighaus ist die dicke Außenwand. Die zweischalige Konstruktion setzt sich zusammen aus Innenmauerwerk, Dämmung, Luftschicht und Verblendziegel, wobei die Klinkerfassade nicht in allen Regionen üblich ist. In vielen Regionen ist eine Putzfassade üblich. Und: Der moderne Massivhausbau setzt auch auf Tonsteine, die oft bereits eine Dämmfüllung in ihren Hohlkammern haben. Damit will man auf der einen Seite die Mauerstärke reduzieren, um Wohnraum zu gewinnen. Auf der anderen Seite sollen mit den verfüllten Steinen die Vorgaben der EnEV leichter erfüllt werden. Wer richtig viel Energie sparen will, verpackt dieses Haus schließlich noch mit einem Dämmsystem. Etwa dann, wenn es um ein KfW-60 oder –40-Haus geht.

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Photo: iStockphoto.com/forca

Vorteile des Massivhauses

Das Stein-auf-Stein-Bauen erfüllt bei ordentlicher Ausführung die Anforderungen an energieeffizientes Bauen. Die verwendeten Baustoffe haben hervorragende wärmedämmende Eigenschaften und helfen damit, Heizkosten zu sparen und den Ausstoß von Kohlendioxid zu vermeiden. Allerdings kann auch ein Fertighaus entsprechend isoliert werden und eine gleichwertige Wärmedämmung bei insgesamt schlankerem Wandaufbau erreichen.
Die Baustoffe sorgen aufgrund ihrer Wärmespeicherfähigkeit für ein gutes Raumklima. Massive Wände und Decken absorbieren Wärme von innen und außen. Dadurch herrschen zu jeder Tageszeit angenehme Temperaturen in den Wohnräumen. Im Winter bleibt die Kälte draußen. Im Sommer dienen die Baustoffe als Hitzepuffer: Sie lassen hohe Außentemperaturen nur zeitverzögert und abgeschwächt ins Haus. Darüber hinaus regulieren sie auch sehr gut Feuchtigkeit (Diffusion).
Massivhäuser bieten eine gute Schalldämmung. Außerdem sind sie sehr robust, wenn es mal zu einem Brand kommen sollte: Massive Baustoffe brennen nicht. In der Regel setzen Massivhäuser im Brandfall auch weniger giftige Gase frei als manches Fertighaus.
Obwohl Fertighäuser immer besser werden und sich die Anbieter deutliche Marktanteile sichern, erzielen Massivhäuser nach wie vor einen höheren Wiederverkaufswert.
Ziegel halten über Jahrzehnte. Sie können mehrmals verbaut oder recycelt werden.
Anders als beim Fertighaus können Bauherren beim Massivhaus selbst Hand anlegen, und dadurch die Kosten senken. Und: Viele Hausanbieter verkaufen sogenannte Ausbauhäuser an.
Das heißt:
Der Bauherr kümmert sich persönlich um den Innenausbau seines Eigenheims. Das funktioniert unabhängig von der Bauweise.

Nachteile des Massivhaus

Außerdem dauert die Bauphase auf der Baustelle deutlich länger – und zwar mehrere Monate

Wer sich für ein Massivhaus entscheidet, zahlt in der Regel mehr als für ein gleichgroßes Fertighaus. Außerdem dauert die Bauphase auf der Baustelle deutlich länger – und zwar mehrere Monate. Das zieht für etliche Bauherren eine finanzielle Doppelbelastung nach sich, denn die Bank will bereits Geld sehen, während parallel noch die alte Wohnung oder das alte Haus unterhalten werden muss.
Ein Massivhaus muss richtig austrocknen, da beim Bau viel Wasser ins Gebäude gelangt auch bei den heute modernen Dünnbett- oder Klebemethoden. Wer dafür keine Geduld hat oder die Sache falsch angeht, der riskiert Bauschäden und Schimmelbildung. Beides zieht aufwändige und teure Sanierungen nach sich.

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  • Daniel sagt:

    Sehr schöner Beitrag! Vor der Entscheidung – Fertighaus vs. Massivhaus stand ich auch noch vor einiger Zeit und bin froh, das ich mich für die massive Bauweise entschieden habe. Deine benannten Nachteile treffen den Nagel auf den Kopf!

    Gruß
    Daniel

    werde mal weiterlesen

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