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Neubau? Dann bitte mit einem gedämmten Fundament

Geschrieben von Martin am Sonntag, 4 Oktober 2009 Ihre Lesermeinung
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Es ist schon paradox. Die Häuser in Deutschland werden immer besser gedämmt, aber die Bodenplatten (das Fundament auf dem das Haus steht), werden immer noch wie vor 50 Jahren erstellt: der Untergrund wird vorbereitet, das Fundament eingeschalt und dann mit Bewehrung und Beton ausgegossen. Nachdem das Haus gebaut wurde, wird auf dem Beton eine Abdichtung gegen aufsteigende Feuchtigkeit und etwas Dämmung aufgebracht und dann wird noch Estrich ins Haus gekippt (80% Wasser). So entsteht ein Betonfundament mit einem U-Wert von ca. 0,40, welches auf keinem Fall den heutigen Ansprüchen an ein Effizienzhaus genügen dürfte.

Energiesparfundament

Energiesparfundament

Dabei gibt es schon seit über 15 Jahren in Deutschland das „Energiesparfundament“. Die Dämmelemente werden auf dem vorbereiteten Untergrund ausgelegt, so dass eine 10cm starke Perimeterdämmung zum Erdreich und eine 10cm starke Dämmung zum Außenbereich entsteht. Auf die erste Dämmlage kommt jetzt eine Bitumenbahn (gegen aufsteigende Feuchtigkeit). Auf die so vorbereitete „Dämmwanne“ wird eine weitere 10 cm starke Dämmlage aufgebracht. Der Bereich der tragenden Wände wird hierbei ausgespart. Auf diese zweite Dämmlage werden dann Raum für Raum die Heizungsrohre endlos verlegt. So entsteht eine Beton-Flächenheizung, die auf keinen Fall mit einer Fußbodenheizung verwechselt werden darf (mehr dazu weiter unten).
Je nach Statik werden jetzt im Randbereich der tragenden Wände Bewehrungskörbe und in der Fläche Bewehrungsmatten verlegt. Zum Schluss wird der Beton eingebracht.
Nach dem Aushärten wird der Beton fußbodenbelagsfertig glatt geschliffen und fertig ist das sog. Energiesparfundament.

Die Vorteile des Energiesparfundaments

  1. 20cm Dämmung zum Erdreich und 10cm Dämmung zum Randbereich (Standard)
  2. Beton-Flächenheizung, die separat Raum für Raum gesteuert werden kann
  3. Standard U-Wert ca. 0,17
  4. Trockenbau, es wird kein Estrich und damit Feuchtigkeit ins Haus eingebracht
  5. Kurze Bauzeit von ca. drei Tagen

Bei einer Beton-Flächenheizung werden die Heizungsrohre im Beton verlegt. So wird der Beton zum Wärmespeicher. Bei einer Fußbodenheizung werden die Heizungsrohre im Estrich verlegt. Eine Fußbodenheizung benötigt eine hohe Vorlauftemperatur, so dass man schnell heiße Füße bekommt und zum Beispiel kein Parkett verlegt werden kann. Durch die geringe Masse dauert es lange, bis die einzelnen Räume eine angenehme Raumtemperatur erreichen. Alles in allem ist eine Fußbodenheizung dadurch sehr träge.

Beton-Flächenheizung im Vergleich zu einer Fußbodenheizung

Verlegeplan für Beton-Flächenheizung

Verlegeplan für Beton-Flächenheizung

Anders bei der Flächenheizung: hier wird nur eine Vorlauftemperatur von ca. 30 Grad benötigt und durch die Dämmung zum Erdreich wird die Wärme durch den Beton gespeichert und so punktgenau in den jeweiligen Raum abgegeben.

Energiesparfundament ohne Estrich

Der Beton wird, wie beschrieben, glatt geschliffen und ist nach wenigen Tagen ausgehärtet. Auf dem so erstellten Thermo-Fundament wird jetzt das Haus gebaut. Auf dem gedämmten Fundament kann direkt jeder beliebige Fußbodenbelag ausgelegt werden. Selbst Parkett kann aufgrund der geringen Oberflächentemperatur problemlos verlegt werden.

Energiesparfundament

Energiesparfundament

Der Verzicht von Estrich erspart Ihnen Feuchtigkeit im Haus. Der Einsatz einer Flächenheizung schafft mehr Platz durch den Verzicht von Heizkörpern und alles im allen sparen Sie mit einem gedämmten Fundament mind. 30% Heizkosten im Vergleich zu einem konventionellem Betonfundament.

Zum Autor: Maik Christiani ist Fachmann für Fundamentsysteme und arbeitet bei der Fa. Floortech Energiesparfundamente GmbH. Vielen Dank für diese Hintergrundinformationen!

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