Leitfaden Bauen Teil 1: Hausbau – So kalkulieren Sie Ihre monatlichen Kosten.
Der Bau des eigenen Hauses gilt gemeinhin als Abenteuer, manchmal sogar als unberechenbar. Doch das ist falsch, wenn man sich richtig darauf vorbereitet. Dann wird aus dem Abenteuer die Realisierung eines Traumes, der ein Höchstmaß an Selbstverwirklichung beinhaltet. Unser Leitfaden bauen kann Ihnen behilflich sein.
Können Sie bauen oder können Sie es nicht?
Wer bauen möchte, geht unter Umständen ein hohes finanzielles Risiko. Er bindet sich für eine lange Zeit, sowohl finanziell als auch räumlich. Darum will die Umsetzung des Haustraums wohl durchdacht und akribisch geplant wie auch umgesetzt sein. Der folgende Leitfaden kann Ihnen dabei helfen. Den Anfang macht die entscheidende Frage: Können Sie bauen oder können Sie es nicht? Anders gefragt: Wie viel Haus können Sie sich leisten? Gehen Sie in sich, und rechnen Sie nach, welche Fixkosten Sie monatlich zu stemmen haben. Mietzahlungen können Sie ausklammern, denn die zahlen Sie für Ihr Haus nicht. Dafür aber werden die Nebenkosten steigen und die Bank will ihr Darlehen in monatlichen Beträgen zurück.
Ein paar Eckpunkte für Ihre selbstkritische Kalkulation
- Nebenkosten, wie Strom, Heizung, Wasser, etc.
- Kosten für Ihre Fahrzeuge (Steuern, Versicherung, Benzin, Wartung, Reparaturen, Wertverlust, Verschleiß)
- Kosten für sonstige Versicherungen aller Art (Hausrat, Haftpflicht, Rechtsschutz, Unfall, Rente, etc.)
- Kosten für die Versorgung der Kinder (Schule, Kleidung, etc.)
- Koste für Ihre eigene Versorgung (Kleidung, etc.)
- Allgemeine Haushaltsführung (Essen, Trinken, etc., Rechnen Sie großzügig, die Bank tut das auch.)
- Rücklagen, Sparverträge mit monatlichen Beiträgen
- Rücklagen für Urlaub und Hobby
- Telefon, etc.
- evtl., selbst zu tragende Kosten für medizinische Versorgung (Medikamente, Spezialbehandlungen, etc.)
Gegen diese und möglicherweise noch weitere Kostenpunkte stellen Sie Ihre Einnahmen, und zwar die regelmäßigen. Mögliche Renteneinnahmen Ihrer Mutter oder Ihres Vaters sowie Überstunden-, Urlaubs- und Weihnachtsgeld gehören nicht dazu!
Wenn Sie an diesem Punkt noch Spielraum haben, wissen Sie, was Ihnen im Monat für die Rückzahlung des Darlehens inklusive Zinsen zur Verfügung steht. Das heißt: Die ermittelte Summe kann einer möglichen Finanzierungsrate entsprechen. Ihre machbare Finanzierungssumme (Kreditsumme) ergibt sich aus einer Hochrechnung der freien Mittel mit dem aktuellen Zinssatz für langfristige Hypothekendarlehen und ihrem gewünschten Tilgungssatz..
Das sollten Sie auf keinen Fall vergessen:
- Als Hausbesitzer müssen Sie Rücklagen für Instandhaltungsarbeiten bilden.
- Planen Sie finanziellen Spielraum für Unvorhergesehenes ein.
- Sie tragen alle Kosten alleine: Müllentsorgung, Grundsteuer, Straßenreinigung, anteilige Beiträge für Straßenbauarbeiten, etc.
- Ein Haus fällt in der Regel größer aus, als Ihre Mietwohnung. Damit steigen die Nebenkosten für Strom, Wasser, Gas, etc.
Unser Tipp: Lassen Sie Ihre finanzielle Situation von einem Experten analysieren, ohne dabei eine Finanzierungsanfrage zu starten, denn die steht später in Ihrer Schufaauskunft und kann Ihnen unter Umständen schaden.
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