Ihr Keller: Schwarze oder weiße Wanne?
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Keller, Neubau, Wanne
Ein undichter Keller vermindert den Wert eines Hauses drastisch. Doch nicht nur das. Schleichend wird die gesamte Bausubstanz geschädigt, die Gefahr der Schimmelbildung steigt – und damit auch das Risiko gesundheitlicher Beschwerden. Zwei Grundtypen der Bauwerksabdichtung sind die schwarze und die weiße Wanne.
Wie ein Keller abgedichtet wird, hängt vor allem davon ab, in welcher Form und wie stark er Wasser ausgesetzt ist. Handelt es sich um Bodenfeuchte, um nicht stauendes oder zeitweise stauendes Sickerwasser, um drückendes oder nichtdrückendes Wasser?
Von einer Wanne wird gesprochen, weil der Keller auch bei hohem Grundwasser trocken sein und wie eine Wanne wirken muss. Das heißt: Im Extremfall muss er im Wasser schwimmen und nichts durchlassen.
Schwarze Wanne
Kosten und Aufwand sind in der Regel höher als bei der weißen Wanne
Von einer schwarzen Wanne spricht man, wenn die Kellerwände und die Bodenplatte nicht wasserdicht sind und deswegen außen rundherum eine Abdichtung brauchen. Dafür werden vor allem schwarze Bitumenbahnen, Bitumenbeschichtungen oder Dichtungsbahnen aus Kunststoff verwendet. Das angreifende Wasser presst die Bahnen an die Gebäudewände oder an die Sohle. Es gibt keinen Feuchtigkeitstransport von außen nach innen.
Einige dieser Bahnen sind selbstklebend, andere werden heiß verklebt. Kosten und Aufwand sind in der Regel höher als bei der weißen Wanne. Die schwarze Wanne wird vor allem dann eingesetzt, wenn ein Grundstück nicht grundwassergefährdet ist.

Photo: iStockphoto.com/apschorr
Weiße Wanne
Bei einer weißen Wanne sind im Gegensatz dazu keine Dichtungsbahnen erforderlich, weil sie aus wasserundurchlässigem Beton besteht. Der Stahlbeton übernimmt sowohl die tragende als auch die abdichtende Funktion. Die weiße Wanne wird entweder aus vorgefertigten Elementwänden errichtet oder aus Ortbeton mit Systemschalung. Immer häufiger wird die Dreifachwand eingesetzt, bei der zwischen zwei Fertigteilplatten, die mit Gitterträgern verbunden sind, Ortbeton gegossen.
Damit der Keller aber tatsächlich dicht ist, kommt es auf eine exakte Bauausführung an. Die größten Schwachstellen sind die Fugen, vor allem jene zwischen Wand und Sohle. Sie werden etwa mit Fugenblechen oder Fugenbändern abgedichtet. Durch die Wand führende Leitungen und Rohre werden oft in integrierte Rohrleitungssysteme gelegt. Bei Erd- oder Gebäudebewegungen darf an diesen Stellen kein Wasser eindringen. Eine weitere Fehlerquelle sind Risse im Beton. Sie können nie ganz vermieden werden, müssen jedoch kleiner sein als 0,2 Millimeter.
Die weiße Wanne ist zwar wasserundurchlässig, Fachleuten zufolge aber nicht immer wasserdicht. Das heißt: Durch Dampfdiffusion oder kapillare Wasserwanderung kann es zu einem Feuchtigkeitstransport von außen nach innen kommen. Allerdings ist die weiße Wanne so konstruiert, dass möglicherweise eindringende Feuchte schnell verdunstet. Neuen Untersuchungen zufolge findet ab einer Betonstärke von 20 Zentimetern kein durchgehender Feuchtigkeitstransport mehr statt.
Unser Tipp:
Wenn Sie vorhaben zu bauen, erkundigen Sie sich beim Bauamt nach dem bislang höchsten Grundwasserstand in dem Gebiet – auch wenn der einige Jahrzehnte zurückliegt. Dann können sie das Bauvorhaben entsprechend abstimmen und vermeiden spätere Schäden und teure Reparaturen.
Weitere nützliche Ratgeber:
- Mit oder ohne Keller? (folgt demnächst)
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