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Farbe: Schimmel durch falschen Anstrich?

Geschrieben von Martin am Sonntag, 12 April 2009 Ihre Lesermeinung
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Wenn Schimmel an Wänden zu sehen ist, wird dafür oft falsches Lüften oder Wohnverhalten der Bewohner als Ursache genannt. Auch bauliche Mängel können der Grund sein. Was aber kaum ein Mensch beachtet: Auch der falsche Anstrich kann den Schimmel fördern.

Farbe nimmt Wasser auf.

Gewöhnliche Farbe für Innenräume besteht zu einem großen Teil aus purem Wasser. Ein Grund mit, warum Sie nach einem Anstrich unbedingt für ausreichend Luftaustausch sorgen sollten. Ist die Farbe abgetrocknet, ziert sie nicht nur die Wände. Sie nimmt außerdem viel Wasser auf. Je dicker die Farbschicht, desto mehr Feuchtigkeit. Das kann ganz besonders an der Innenseite ungedämmter Außenwände und in den sogenannten Feuchträumen ein Problem werden. Und: Jede Farbschicht mindert die Diffusion der Wände. Das Problem: In der Regel wird die Farbe nämlich auf eine Tapete aufgetragen. Doch die Tapete selber wirkt wie eine zusätzliche dünne Dämmung an der Innenwand. Dadurch verschiebt sich der Taupunkt. Jede Schicht Farbe verstärkt diesen Effekt. Bei regelmäßigem und richtigem Lüften und angebrachten Temperaturen im Raum ist das kein Problem. Stimmt allerdings ein Faktor nicht, fördern Anstrich und Tapete in Kombination die Schimmelbildung.

Schimmel durch falschen Farbanstrich?

Photo: iStockphoto.com/skodonnell

Nützliche Hinweise zu Farbe und Schimmel:

  1. Tragen Sie maximal drei Schichten Farbe auf. In der Regel trägt eine Tapete ohnehin nicht mehr. Besser ist natürlich ein Austausch der Tapete bei jedem Anstrich. Dunkle Farben decken oft schlecht, und müssen mindestens zweimal aufgetragen werden. Das sollten Sie bei der Farbwahl beachten.
  2. Sie können Farbe auch direkt auf den Putz auftragen. Damit gewährleisten Sie eine verbesserte Diffusion. Tapeten werden geklebt. Dieser Kleber (Kleister) wirkt wie eine Dampfsperre.
  3. Es gibt inzwischen sogar farbigen Putz.
  4. Sorgen Sie schon während des Anstrichs für ausreichend Luftaustausch – und ganz besonders danach.
  5. Bedenken Sie: Je wärmer ein Raum ist, desto mehr Feuchtigkeit kann die Luft aufnehmen, je kälter, desto weniger. Die Fenster und Türen auf Dauerdurchzug bringt allerdings nichts. Lüften Sie lieber öfter.
  6. Stoßlüftung ist auch nach einem Anstrich richtig. Die Kippstellung der Fenster bringt keinen Luftaustausch. Sie sorgt allenfalls für extrem kalte Wandoberflächen an der Fensterlaibung – Schimmelgefahr.
  7. Heizen Sie die frisch gestrichenen Räume nicht zu stark auf. So entsteht ein „Schwitzeffekt“. Zwar nimmt warme Luft mehr Feuchtigkeit auf. Dafür aber besteht die Gefahr, dass sich diese an der Innenseite von nicht gedämmten Außenwänden als Kondenswasser wieder absetzt, zum Beispiel bei deutlich niedrigeren Außentemperaturen.

Übrigens: Wenn gewöhnliche Wandfarbe (keine Latexfarbe) in Nassräumen, sprich Küche und Bad, zu stark mit Feuchtigkeit belastet wird, blüht sie förmlich auf. Sie wird großporig und wirkt spröde. Das ist ein Alarmzeichen für Sie. Hier müssen Sie handeln. Andernfalls droht Schimmelbildung.

Hinweis: Die Diffusionsfähigkeit einer Wand hat im Zusammenhang mit Luftdichtheit im energetischen Sinne nichts zu tun.

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