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Nutzen Sie Ihr eigenes Kraftwerk

Geschrieben von Phil am Freitag, 12 Juni 2009 2 Lesermeinungen

Holen Sie sich doch Ihr eigenes Heizkraftwerk ins Haus! Das macht Sie unabhängiger von den Preiserhöhungen der Stromanbieter, und es schont die Natur. Blockheizkraftwerke erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme, also Kraft.

Das größte Problem bei der Stromerzeugung ist, dass dabei viel Energie verloren geht. Von der eingesetzten Energie kommt nur ein kleiner Teil in der Steckdose an. So entsteht in herkömmlichen Kraftwerken bei der Stromerzeugung aus den fossilen Brennstoffen Kohle, Öl und Gas als Nebenprodukt viel Wärme. Diese Wärme macht etwa zwei Drittel der eingesetzten Primärenergie aus – doch meistens wird sie über den Kühlturm völlig ungenutzt an die Umgebung abgegeben.
Wenn man diese Wärme jedoch nutzt, lässt sich der Wirkungsgrad deutlich steigern – von 30 bis 45 Prozent auf 80 bis 90 Prozent. Man spricht hierbei von der Kraft-Wärme-Kopplung. Heizkraftwerke arbeiten bereits nach diesem Prinzip und geben die Wärme als Fernwärme ab, doch auch in Kleinanlagen ist das möglich. Aufgrund der besseren Energienutzung wird erheblich weniger Kohlendioxid in die Atmosphäre abgegeben.

Voraussetzung für den Betrieb sogenannter Blockheizkraftwerke ist, dass einerseits gleichzeitig Wärme und Strom benötigt werden, und dass sich die Anlagen andererseits nahe beim Endverbraucher befinden, damit beim Transport keine Wärme verloren geht. Der Einsatz lohnt sich daher zunehmend in kleinen Gewerbegebieten oder in Wohnhaussiedlungen. Bislang wurden sie vor allem in Gebäudekomplexen wie Krankenhäusern und Schwimmbädern eingesetzt. Mittlerweile werden aber auch Mini- oder Mikro-Blockheizkraftwerke für Ein- und Zweifamilienhäuser angeboten. Diese Anlagen passen problemlos in den Haustechnikraum.

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Bildquelle: Joe Colburn

Funktionsweise von Blockheizkraftwerken

Je nach Art der Verbrennungskraftmaschine unterscheidet man Motor-Blockheizkraftwerke, die mit Diesel oder Öl betrieben werden, und Gasturbinen-Blockheizkraftwerke. Der Motor oder die Turbine treibt einen Generator an, der Strom erzeugt – der Verbraucher kann Elektrizität nutzen. Die Abwärme, die im Kühlwasser des Motorblocks entsteht, wird dann über einen Wärmetauscher zur Heizwassererwärmung verwendet. Die Abwärme in Gasturbinen Anlagen wird über das Abgas abgegeben und kann mittels Wärmetauscher genutzt werden, um Brauchwasser zu erwärmen.
In neueren Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung kommen mitunter bereits Brennstoffzellen oder Stirlingmotoren zum Einsatz. Als Brennstoffe werden Diesel, Öl und Gas sowie erneuerbare Energieträger wie Biodiesel, Biogas, Rapsöl oder Holzpellets verwendet.

Finanzen

Seit 2008 gibt es 5,11 Cent pro Kilowattstunde

Den vom Blockheizkraftwerk erzeugten Strom kann der Verbraucher entweder selbst nutzen oder ins öffentliche Stromnetz einspeisen. Wie bei Photovoltaikanlagen auch sind die Netzbetreiber verpflichtet, den Strom abzunehmen und zu vergüten. Seit 2008 gibt es 5,11 Cent pro Kilowattstunde.
Damit sich der Einsatz eines Blockheizkraftwerks wirtschaftlich lohnt, muss es viele Stunden betrieben werden. Das ist nur dann der Fall, wenn das ganze Jahr über ein gleichmäßiger Wärmebedarf besteht – wenn also zum Beispiel das Brauchwasser erwärmt werden soll. Außerdem sollte ein hoher Anteil der erzeugten Stroms selbst genutzt werden.
Der Staat fördert den Betrieb von Blockheizkraftwerken über einen Zuschlag bei der Einspeisung des Stroms ins öffentliche Netz. Grundlage dafür ist das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz. Weiterhin gibt es Steuererleichterungen. So wird beispielsweise die Mineralölsteuer für den eingesetzten Brennstoff erstattet, und selbst erzeugter und genutzter Strom ist von der Energiesteuer befreit. Für den Einbau eines Blockheizkraftwerks vergibt die KfW-Bank zinsgünstige Darlehen.

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  • Theilmann Roland sagt:

    Habe einen Dachs.Was mich Ärgert:Steine der Netzbetreiber,Überbeamtismus (BAFA).Habe von der Antragstellerei so die Schnauze voll.Warum nicht einen einfachen Weg: Keine Zuschüsse ,keine Förderung,.Aber : den eingespeisten Strom mit dem Entnommenen verrechnen? Es könnte manches leichter sein ohne Regelwut und Kontrollsucht unserer “Freiheitlichen Staatsform”
    (Der Osten lässt grüßen)

  • Martin sagt:

    Vielen Dank für Ihren interessanten Beitrag Roland.

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