Mit Holzfasern der Natur ein Stück näher
Die Sehnsucht nach einem behaglichen Zuhause, nach einem behüteten Nest wächst. Damit sich jeder in den eigenen vier Wänden wohlfühlt, muss das Haus vor allem gut gedämmt sein. Nur dann lässt sich störende Zugluft vermeiden, und ein angenehmes Raumklima entsteht. Ein idealer Dämmstoff sind Holzfasern.
Eine gute Dämmung ist unverzichtbar: Sie hält im Winter die Wärme drin, im Sommer bleibt das Haus angenehm kühl. Sie spart Heizkosten und schont damit zugleich die Umwelt. Und sie schützt vor Lärm. Aber welche Dämmung ist nun die richtige? Die Auswahl ist riesig. Es gibt Dämmstoffe in Platten und als Kügelchen. Weit verbreitet sind Mineralwolle und Hartschaumstoffe, doch die Nachfrage nach ökologischen Dämmstoffen wächst. Dazu gehören Zellulose, Hanf, Flachs.
Am häufigsten kommen jedoch Holzfasern zum Einsatz. Dem Verband für Holzfaserdämmstoffe zufolge beträgt ihr Marktanteil rund 60 Prozent. Sie zeichnen sich vor allem durch eine überdurchschnittlich hohe Wärmespeicherkapazität aus. Im Sommer verlangsamen sie den Hitzeeintrag in die Wohnräume.
Zerfaserte Nadelhölzer
Holzfaserdämmstoff besteht aus zerfaserten Nadelhölzern. Die Dämmplatten gibt es in verschiedenen Dicken und Formaten. Häufig werden sie auch als Putzträgerplatten in Wärmedämmverbundsystemen eingesetzt, als Unterkonstruktion für Fußbodenbelag oder als Unter-, Zwischen- oder Aufsparrendämmung im Dachbereich. Vieles ist machbar – und zwar sowohl für Neubauten als auch zur energetischen Sanierung von Bestandsgebäuden, ganz egal, ob es sich um Fertighäuser handelt, um Massivhäuser oder Häuser in Holzrahmenbauweise. So lassen sich beispielsweise 10 Prozent der Heizkosten sparen, wenn man das Dachgeschoss nachträglich dämmt. Noch größere Einsparungen erreicht man durch eine Fassadendämmung bei einem bislang ungedämmten Haus. Wer dafür Holzfaserdämmplatten nutzt, kann diese ganz normal mit Putz beschichten, verklinkern oder mit Holz verschalen.
Fachleute gehen davon aus, dass Holzfaserdämmplatten mindestens 50 Jahre lang funktionstüchtig sind.
Feuchtigkeitspuffer
Ein besonderer Vorteil der Holzfaserdämmstoffe ist, dass sie in ihren Kapillaren Feuchtigkeit über einen längeren Zeitraum puffern und Stück für Stück an den Innenraum abgeben. Zwar hält die äußere Bekleidung des Hauses Wasser ab, aber durch Risse und Löcher kann immer ein wenig Feuchtigkeit eindringen. Holzfaserdämmplatten können bis zu 20 Prozent ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen – ihre Dämmwirkung leidet nicht darunter. Vor allem in der kalten Jahreszeit können so größere Mengen an Feuchtigkeit gebunden werden, ohne dass am Bauwerk Schäden entstehen. Zusammen mit dem richtigen Putz verhindert die Holzfaserdämmung, dass sich im Bauteil Kondenswasser bildet. Die Folge. Schimmel hat erst gar keine Chance.
Behaglichkeit
Holz sorgt für ein angenehmes Raumklima
Zuhause wollen wir entspannen, uns vom Stress des Alltags erholen, ein Stück zurück zur Natur und zur Einfachheit finden. Mit natürlichen Baumaterialen lässt sich dieser Wunsch erfüllen. Vor allem Holz sorgt für ein angenehmes Raumklima, selbst dann, wenn wir es nicht sehen, weil die Dämmplatten gut versteckt sind.
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